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                    <pubDate>Wed, 05 Feb 2025 15:59:34 +0100</pubDate>
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                        <title>Orthopädentag in Zeiten gesundheitspolitischer Veränderung</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/orthopaedentag-in-zeiten-gesundheitspolitischer-veraenderung/</guid><pp:caseid>685758</pp:caseid><pp:subtitle>Über 100 Ärzte folgten der Einladung von Prof. Dr. Richard Stangl</pp:subtitle><description><![CDATA[<p><span><strong>Der Orthopädentag am Krankenhaus Rummelsberg hat eine jahrzehntelange Tradition und ist immer zu Beginn eines neuen Jahres fest im Kalender von Ärzten aus der Region eingeplant. Über 100 Mediziner folgten der Einladung des Ärztlichen Direktors Prof. Dr. Richard Stangl, um sich über komplexe Fälle auszutauschen und dem berechtigten Anspruch der Patienten nach Mobilität und erhaltener Funktionalität auch in Zeiten großer politischer Veränderungen gerecht zu werden. Mit „Elektronischer Patientenakte (ePA)“, „Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ)“ und „Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG)“ wurden einige Herausforderungen beim Namen genannt.</strong></span></p><p><span>Zum Einstieg begrüßten Prof. Richard Stangl und Dr. Stefan Klug, seines Zeichens stellvertretender Landesvorsitzender Bayerns des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V., die Anwesenden, darunter Hausärzte, Fachärzte, Therapeuten und Pflegepersonal, aber auch Vertreter der Industrie. Klug thematisierte die ePA, die in der Pilotregion Franken Mitte Januar schon an den Start gehen soll: „Auch wenn wir die grundsätzliche Absicht befürworten, sind die Server aktuell leider noch nicht fertig und sicher.“ Seit 30 Jahren unberührt sei die GOÄ im privatärztlichen Bereich. „Seit 1996 hat die Gebührenverordnung Bestand, die Preise, die wir in Rechnung stellen, haben sich nicht verändert, obwohl wir in diesem Bereich eine Preissteigerung von 45 Prozent zu verzeichnen haben“, so Klug. Das Thema schien eigentlich gelöst, aber die im vergangenen Jahr verhandelten Preise wurden vom Gesundheitsministerium nicht akzeptiert, so dass es auch hier wieder in eine neue Runde geht. „Aus Sicht der Ärzteschaft ist die GOÄ völlig veraltet und bildet weder die Dynamik des ärztlichen Leistungsspektrums noch die aktuelle Kosten- und Preisentwick­lung ab“, betonte Klug, der auch in Sachen KHVVG einen Blick nach Nordrhein-Westfalen warf, wo das Gesetz bereits umgesetzt wurde und Unikliniken einzelne Leistungsgruppen (z.B. Endoprothetik) zunächst nicht vergütet bekommen. Als konkretes Beispiel führte er die Uniklinik Düsseldorf für den Bereich Primärendoprothetik an.</span></p><h2><span><strong>Fallzahlen in Rummelsberg um 3,2 Prozent gesteigert</strong></span></h2><p><span>Geschäftsführer Frank Stauch präsentierte die Entwicklung der stationären Fälle. Insgesamt konnten die Fallzahlen um 3,2 Prozent auf 13.188 gesteigert werden, wovon 7.200, also knapp 55 Prozent auf den Bereich Orthopädie & Unfallchirurgie entfallen. Die Anzahl der ambulanten Operationen hingegen ging um 20 Prozent zurück. Erfreulich für den Klinik-Chef auch die Tatsache, dass die Patienten-Zahlen im Bereich der Inneren Medizin von 2017 bis 2024 um 493 (!) Prozent gestiegen sind. „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir eine wichtige Rolle im Bereich der Notfallversorgung in der Region spielen. Aus diesem Grund und da auch andere Kliniken schließen oder ihr Angebot reduzieren, werden wir unser Leistungsportfolio im laufenden Kalenderjahr weiter ausbauen.“ Positives hatte Stauch auch in Sachen Neubau zu berichten: „Aktuell planen wir die Fertigstellung zum Jahreswechsel 2026/27 – daran hat sich nichts geändert.“</span></p><h2><span><strong>Besondere Fälle mit komplexer Versorgung vorgestellt</strong></span></h2><p><span>Im wissenschaftlichen Austausch ging es um besondere Fälle aus dem Fachbereich. Gastgeber Prof. Stangl thematisierte die Pseudarthrose am Humerus, also das Ausbleiben einer Heilung eines Knochenbruchs. In Rummelsberg gibt es eine sehr große Einzelserie mit 90 Fällen über die letzten zehn Jahre. Dabei ließ sich feststellen, dass die Zeitdauer zwischen der ersten Operation und der Revision mit elf Monaten oft sehr lang ist. Ein zügigeres Handeln sei notwendig, damit der Kopferhalt des Gelenkes gelinge und lange Arbeitsunfähigkeitszeiten sowie eine Schulterprothese vermieden werden. Im Folgenden präsentierte Hannes Moritz, leitender Oberarzt der Klinik für konservative und chirurgische Wirbelsäulentherapie, das chirurgische Behandlungskonzept bei altersbedingtem Verschleiß an der Halswirbelsäule. Chefarzt Dr. Erwin Lenz ging auf die Vorbereitung bei einer Wechsel-Operation an Hüfte und Knie ein und die Thematik, dass es den „Eurokonus“ (einheitliche Steckkopfverbindung zwischen Keramik- oder Metallkopf) – unabhängig vom Hersteller – nach wie vor nicht gibt. „Jede Firma hat ihre eigene Steckverbindung für den Hüftkopf und bevor ich ein Gelenk öffne, muss ich wissen, was da verbaut wurde und einen passenden Kopf oder Adapter vorhalten“, so Lenz, dessen Abteilung beim AOK-Gesundheitsnavigator bundesweit auf Platz 1 rankt, was die höchste Behandlungsanzahl (325) und Behandlungsqualität beim Hüftprothesenwechsel betrifft. Prof. Dr. Martinus Richter beendete den ersten Teil der Veranstaltung mit der Vorstellung von 7-Jahresergebnissen beim Knorpelersatz am Oberen Sprunggelenk. Mithilfe von peripherem Blutkonzentrat und einer Kollagenmatrix, die auf den Defekt aufgetragen werde, ließen sich sehr gute Ergebnisse erzielen, so dass nach sieben Jahren lediglich bei 3 Prozent, also 3 von 102 Patienten, eine arthroskopische Revision notwendig wurde.</span></p><p><span>Zahlreiche Vertreter aus der Industrie präsentierten ihre Produkte rund um die Mobilität und den Mobilitätserhalt. Zudem wurden in einer Posterausstellung besondere Fälle dargestellt, die eine komplexe Versorgung benötigten. Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um die Fixation der Gelenklippe an der Schulter (PD Dr. Lars Eden) bei Instabilitäten und zusätzliche ergänzende Eingriffe um das erneute Risiko eines Auskugelns weiter zu reduzieren, die moderne, minimalinvasive gelenkserhaltende Achskorrektur am Knie (Dr. Alfred Tylla) und minimalinvasiv an der Hüfte (Prof. Dr. Dr. Wolf Drescher) sowie die kinderorthopädische Behandlung des offenen Rückens (Dr. Michael Wachowsky). Die hohe Expertise in Sachen Orthopädie und Unfallchirurgie war bei der Veranstaltung allgegenwärtig.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/0507f5d5-fd9d-427c-85af-cfe01fb2330e/1920_250116-orthopaedentag-3.jpg?10000"><p><i><span>Wenn Prof. Dr. Richard Stangl ruft, kommen traditionell sehr viele Mediziner am Jahresanfang zum Orthopädentag nach Rummelsberg. Der Vortragssaal des Krankenhauses war bis auf den letzten Platz belegt. | Foto: Uwe Niklas</span></i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/0507f5d5-fd9d-427c-85af-cfe01fb2330e/250116-orthopaedentag-3/" target="_blank"><i><span>Download und Copyright</span></i></a></p><p><strong>Über das Krankenhaus Rummelsberg</strong></p><p>Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 360 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie (180 Betten), Neurologie (60 Betten), Innere Medizin (60 Betten) und Geriatrische Rehabilitation (60 Betten) weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt und spezialisiert. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Rund 13.000 stationäre und 23.000 ambulante Patienten werden hier jährlich versorgt. Zwischen 2023 und 2027 wird das bisherige Wichernhaus durch ein hochmodernes Klinikgebäude ersetzt. Die Baumaßnahme in Höhe von 150 Millionen Euro wird teilweise durch den Freistaat Bayern gefördert. Mehr Informationen unter <a href="http://www.krankenhaus-rummelsberg.de">www.krankenhaus-rummelsberg.de</a></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-ag/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong></a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Rummelsberg,newsroom,Orthopaedentag,Neujahresempfang,Chefarzt Prof. Dr. Richard Stangl,Stangl,Unfallchirurgie,Neubau,Wichernhaus,Fallzahlen]]></category>
            <pubDate>Fri, 24 Jan 2025 00:01:25 +0100</pubDate>
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