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                    <pubDate>Tue, 23 Jun 2026 14:41:36 +0200</pubDate>
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                        <title>Brustkrebs: Neue Regelung zur Früherkennung</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/brustkrebs-neue-regelung-zur-frueherkennung/</guid><pp:caseid>654665</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Mit mehr als 70.000 Neuerkrankungen gehört der Brustkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen der Frau. Eine von acht Frauen ist im Laufe ihres Lebens betroffen. Bei etwa einem Prozent der neu auftretenden Fälle handelt es sich um Männer. Die Regelung zur Früherkennung für Frauen hat sich im Juli 2024 geändert – die Altersspanne wurde erweitert.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p><span>Frauen ab 30 Jahren können im Rahmen des gesetzlichen Früherkennungsprogramms jedes Jahr eine ärztliche Tastuntersuchung durchführen lassen. Bisher wurden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre zum Mammographie-Screening eingeladen. Im Juli 2024 gab es eine Änderung, mit der nun auch Frauen zwischen 70 und 75 teilnehmen dürfen. Der Gemeinsame Bundesausschuss G-BA stellt eine </span><a href="https://www.g-ba.de/downloads/17-98-2232/2023-09-21_G-BA_Entscheidungshilfe_Mammographie_bf.pdf" target="_blank"><span>Entscheidungshilfe</span></a><span> zur Verfügung, die alle Vor- und Nachteile des Screenings behandelt. Die wichtigsten Aspekte für die persönliche Entscheidung finden Sie hier.</span></p><h2><span>Vorteile des Brustkrebs-Screenings</span></h2><p><span>Der größte Vorteil des Früherkennungsprogramms liegt auf der Hand. Je eher eine Brustkrebserkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Statistisch betrachtet bewahrt das Mammographie-Programm etwa zwei bis sechs von 1.000 Frauen vor dem Tod durch Brustkrebs. Die Berechnung bezieht sich dabei auf einen Zeitraum von 20 Jahren mit regelmäßiger Teilnahme am Früherkennungsprogramm.</span></p><h2><span>Nachteile des Brustkrebs-Screenings</span></h2><p><span>Demgegenüber steht das Problem der sogenannten Überdiagnosen. Bei 1.000 Frauen, die 20 Jahre lang regelmäßig am Früherkennungsprogramm teilnehmen, kommt es bei neun bis zwölf Teilnehmerinnen zu einer Überdiagnose. Experten meinen damit kleine und langsam oder gar nicht wachsende Tumore, die ohne die Früherkennungsuntersuchung nicht aufgefallen wären und die im Laufe des Lebens nie Probleme verursacht hätten. Durch Überdiagnosen kann es also dazu kommen, dass Frauen operative Eingriffe oder andere belastende Behandlungen erhalten, die unnötig sind.</span></p><h2><span>Früherkennung hat Grenzen</span></h2><p><span>Das Mammographie-Screening dient lediglich der Früherkennung und kann die Entstehung von Brustkrebs nicht verhindern. Die Untersuchung kann auch nicht alle Tumore mit 100-prozentiger Sicherheit identifizieren. Im Zeitintervall zwischen den Screening-Terminen können sich Tumore entwickeln. Es ist also immer wichtig, dass Frauen die eigene Brust regelmäßig selbst nach Auffälligkeiten oder ungewohnten Veränderungen abtasten. Dazu gehören Knoten, Dellen, Verhärtungen, Verformungen, Hautveränderungen, Einziehungen der Brustwarze, Blutungen und Absonderungen jeglicher Art aus der Brustwarze.</span></p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/24026dec-5db7-45b7-9de1-a03781da7384/1920_241001-brustkrebsselbstuntersuchung.jpg?89286"><p><i>Die Sichtprüfung von vorne, von beiden Seiten und mit erhobenen Armen erfolgt im Stehen vor einem Spiegel bei guter Beleuchtung. Die Tastuntersuchung erfolgt ebenfalls im Stehen und danach im Liegen. Wichtig ist auch das Abtasten der Achselhöhle. Die Hand tastet jeweils die gegenüberliegende Brust ab, die freie Hand unterstützt die zu untersuchende Brust. </i><em style="text-align:start;"><i>Bei der Selbstuntersuchung kann man in Bahnen von außen nach innen, in Spiralen oder Linien vorgehen. </i></em><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/24026dec-5db7-45b7-9de1-a03781da7384/241001-brustkrebsselbstuntersuchung/" target="_blank">Copyright & Download</a></p><p>&nbsp;</p><h2><span>Entscheidungshilfe für oder gegen das Screening</span></h2><p><span>Die Entscheidung ist nicht einfach. Jede Frau muss die Vor- und Nachteile für sich abwägen und bewerten. Für manche der Teilnehmerinnen ist die Erleichterung durch einen unauffälligen Befund sehr wichtig, andere Frauen möchten lieber jegliche unnötige Belastung vermeiden. Im </span><a href="https://www.g-ba.de/downloads/17-98-2232/2023-09-21_G-BA_Entscheidungshilfe_Mammographie_bf.pdf" target="_blank"><span>Flyer</span></a><span> des G-BA gibt es einen Fragebogen, der bei der Einordnung hilfreich sein kann. Die Expertinnen und Experten in den Sana-Brustkrebszentren bieten darüber hinaus Beratung und Unterstützung an.</span></p><h2><span>Risikofaktoren für Brustkrebs</span></h2><p><span>Aus der Forschung ist bekannt, dass insbesondere das Alter und die genetische Veranlagung der Frau den größten Einfluss haben. Der Körper wird mit zunehmenden Jahren anfälliger für Krebserkrankungen. Laut Angaben von </span><a href="https://www.gesundheitsinformation.de/risikofaktoren-fuer-brustkrebs.html" target="_blank"><span>Gesundheitsinformation.de</span></a><span>, einer Website des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen IQWiG, bekommen fünf von 1.000 Frauen im Alter von 30 Jahren in den darauffolgenden zehn Jahren Brustkrebs. Im Alter von 70 Jahren sind es schon 34. Wenn Verwandte Brustkrebs haben, ist das eigene Risiko ebenfalls erhöht. Der Verwandtschaftsgrad spielt dabei eine Rolle. Ist die Großmutter betroffen, ist das eigene Risiko kaum höher. Tritt der Brustkrebs hingegen bei der Mutter oder Schwester auf, verdoppelt sich das Risiko. Ist nur eine Verwandte betroffen, ist ein Gentest aus Sicht von Experten nicht zielführend. Eine solche Untersuchung kann aber sinnvoll sein, wenn gleich mehrere Verwandte an Brustkrebs erkrankt sind. Alter und genetische Anfälligkeit sind Risikofaktoren, die nicht veränderbar sind.</span></p><p><span>Forschende beschäftigen sich darüber hinaus mit Risikofaktoren, die sich möglicherweise durch eine Modifikation des Lebensstils beeinflussen lassen würden. Im Fokus der Forschung sind insbesondere Alkoholkonsum, Rauchgewohnheiten, Übergewicht, körperliche Aktivität und hormonelle Faktoren. Ein körperlich aktiver Lebensstil hat eventuell einen schützenden Effekt, ein hoher Alkoholkonsum scheint das Brustkrebsrisiko zu erhöhen. Insgesamt ist die Forschungslage zur Bedeutung des Lebensstils auf das Brustkrebsrisiko jedoch unklar. Eine </span><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37095519/" target="_blank"><span>Übersichtsarbeit</span></a><span> eines Forschungsteams aus Amerika wertete 93 Studien zu diesem Thema aus. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass für die untersuchten Faktoren kein nennenswerter Zusammenhang mit der Brustkrebsentstehung nachweisbar war. Ein gesunder Lebensstil ist in vielen Bereichen sehr wichtig. Für das Risiko einer Brustkrebserkrankung scheint er nach aktuellem Kenntnisstand jedoch keine bedeutende Rolle zu spielen.</span></p><h2><span>Empfehlungen für Männer</span></h2><p><span>Männer sind sehr selten von Brustkrebs betroffen. Für sie gibt es daher keine geregelten Früherkennungsprogramme. Männer nehmen Veränderungen im Brustbereich häufig gar nicht oder sehr spät wahr und gehen erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung zum Arzt. Auch wenn nur einer von 1.000 Männern an Brustkrebs erkrankt ist, sollte jegliche ungewöhnliche Veränderung oder Symptome wie Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze und geschwollene Lymphknoten in der Achselhohle ernst genommen werden. In diesen Fällen ist ärztliche Expertise gefragt. Die Sana-Brustkrebszenten bieten auch Beratung für Männer an.</span></p><p>&nbsp;</p><p><i>Symbolbild: Canva / arthon-meekodong</i></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Brustkrebs,Screening,Gynaekologie]]></category>
            <pubDate>Tue, 24 Sep 2024 08:04:46 +0200</pubDate>
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