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                    <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 09:10:00 +0100</pubDate>
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                        <title>„Stillen ist ein Geschenk – aber kein Muss&quot;</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/stillen-ist-ein-geschenk--aber-kein-muss/</guid><pp:caseid>738166</pp:caseid><pp:subtitle>Experteninterview zur ersten deutschen Leitlinie zum Stillen mit Dr. Mark Oliver Prange, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Sana Klinikum Coburg</pp:subtitle><description><![CDATA[<ul><li data-list-item-id="eb6a3180d64404d61b339b5c31690502b"><strong>Neue S3-Leitlinie zum Stillen empfiehlt: Sechs Monate ausschließliches Stillen und mindestens 12 Monate Gesamtstilldauer</strong><span>&nbsp;</span>– mit nachweislichen gesundheitlichen Vorteilen für Baby und Mutter</li><li data-list-item-id="e6ab725e20545df0abcb9789553664bd1"><strong>Sana Klinikum Coburg bietet umfassende Stillförderung</strong>: 80 Prozent der Mütter gehen stillend nach Hause dank Stillberatung, kostenloser Infoveranstaltungen und besonderem Eltern-Kind-Zentrum mit Rooming-In auch für überwachungspflichtige Neugeborene</li><li data-list-item-id="eca4b05612beadb70dce244552f000feb"><strong>"Stillen ist ein Geschenk, aber kein Muss"</strong>: Die Leitlinie dient als Orientierung– individuelle Entscheidungen sind zu respektieren</li></ul>]]></description><content:encoded><![CDATA[<p><span><strong>Frage: Erstmals gibt es in Deutschland eine evidenzbasierte S3-Leitlinie zur Stilldauer. Was bedeutet das für werdende und frischgebackene Mütter?</strong></span></p><p><span>Dr. Prange: Die neue Leitlinie ist ein wichtiger Meilenstein. Sie schafft endlich Klarheit in einer Frage, die viele Eltern verunsichert: Wie lange sollte ich mein Baby stillen? Die klare Empfehlung lautet nun: Babys sollten in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich gestillt werden, die Gesamtstilldauer sollte mindestens zwölf Monate betragen. Das ist eine klare, wissenschaftlich fundierte Empfehlung.</span></p><p><span><strong>Frage: Welche gesundheitlichen Vorteile hat das Stillen für das Baby?</strong></span></p><p><span>Dr. Prange: Die Vorteile sind vielfältig und gut belegt. Muttermilch ist perfekt auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt und enthält nicht nur alle wichtigen Nährstoffe, sondern auch Antikörper, die das Immunsystem des Babys stärken. Gestillte Babys haben zudem ein deutlich geringeres Risiko für Mittelohrentzündungen und Magen-Darm-Infekte. Studien zeigen auch langfristige Effekte: darunter ein reduziertes Risiko für Asthma, Allergien und sogar für bestimmte Entwicklungsstörungen. Auch für die Zahn- und Kieferentwicklung ist das Saugen an der Brust positiv.</span></p><p><span><strong>Frage: Hat das Stillen auch Vorteile für die Mütter?</strong></span></p><p><span>Dr. Prange: Absolut, auch Mütter profitieren enorm. Frauen, die insgesamt mindestens zwei Jahre gestillt haben, senken ihr Brustkrebsrisiko um etwa 25 Prozent. Auch das Risiko für Gebärmutter- und Eierstockkrebs sowie für Osteoporose im Alter sinkt. Zudem kann Stillen den Blutdruck langfristig positiv beeinflussen und senkt möglicherweise auch das Risiko für postnatale Depressionen. Das sind bedeutende gesundheitliche Vorteile, die oft unterschätzt werden.</span></p><p><span><strong>Frage: Ab wann empfiehlt die Leitlinie die Einführung von Beikost?</strong></span></p><p><span>Dr. Prange: Nach sechs Monaten ausschließlichem Stillen sollte Beikost eingeführt werden – idealerweise ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat. Das hat gute Gründe: Ab diesem Zeitpunkt brauchen Babys mehr Eisen, als Muttermilch allein liefern kann. Wichtig ist: Auch nach Einführung der Beikost kann und darf weitergestillt werden, solange Mutter und Kind das möchten.</span></p><p><span><strong>Frage: Wie unterstützt das Sana Klinikum Coburg Mütter beim Stillen?</strong></span></p><p><span>Dr. Prange: Stillförderung ist uns sehr wichtig. Unser Team umfasst speziell ausgebildete Stillberaterinnen und Kinderkrankenschwestern, die schon auf unserer Wochenbettstation eng mit den Müttern zusammenarbeiten. Vom ersten Anlegen nach der Geburt bis zur Entlassung begleiten wir die Familien intensiv. Bei Fragen oder Schwierigkeiten – sei es bei der Stillposition, bei Milchstau oder wunden Brustwarzen –unsere Expertinnen unterstützen bei Bedarf.</span></p><p><span>In Kooperation mit der stillfreundlichen Kommune Coburg bieten wir zudem kostenlose Informationsveranstaltungen an, in denen werdende Eltern alles Wichtige rund ums Stillen im Krankenhaus und im Wochenbett erfahren.</span></p><p><span>Diese Vorbereitung macht einen großen Unterschied. Etwa 80 Prozent der Mütter gehen bei uns nach der Geburt stillend nach Hause – das ist ein Erfolg, auf den wir stolz sind. Eine ganz wichtige Ansprechpartnerin ist natürlich die Hebamme, die bereits während der Geburtsvorbereitungskurse zum Stillen informieren kann. Oft treffen werdende Mütter bereits vor der Geburt aktiv die Entscheidung, ob sie ihr Kind später stillen wollen.</span></p><p><span><strong>Frage: Was ist mit Müttern, die nicht stillen können oder wollen?</strong></span></p><p><span>Dr. Prange: Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Die Leitlinie darf nicht als Druck verstanden werden. Es kann auch medizinische Gründe geben, die gegen das Stillen sprechen – etwa bestimmte Medikamente oder Erkrankungen. Und es gibt Frauen, die sich aus persönlichen Gründen gegen das Stillen entscheiden oder bei denen es trotz bester Unterstützung einfach nicht klappt. Auch das ist in Ordnung.</span></p><p><span>Stillen ist ein Geschenk, aber kein Muss. Jede Mutter tut das Beste für ihr Kind – ob mit Muttermilch oder mit der Flasche. Falls das Stillen nicht möglich ist oder nicht gewünscht wird, bieten wir im Klinikum eine hypoallergene Milchnahrung an. Unser Anspruch ist eine individuelle, respektvolle Begleitung von Mutter und Kind.</span></p><p><span><strong>Frage: Am Sana Klinikum Coburg wurde kürzlich ein neues Eltern-Kind-Zentrum eröffnet. Was bedeutet das konkret für die Familien?</strong></span></p><p><span>Dr. Prange: Das Eltern-Kind-Zentrum ist ein besonderes Herzstück unserer Geburtshilfe. Hier arbeiten Frauenklinik und Kinderklinik Hand-in-Hand zusammen – das ermöglicht eine nahtlose Betreuung von Mutter und Kind von der Schwangerschaft über die Geburt bis in die ersten Lebenswochen.</span></p><p><span>Was uns besonders auszeichnet: Auch überwachungspflichtige Neugeborene – etwa Babys, die nach der Geburt medizinische Unterstützung benötigen – können vom Rooming-In profitieren. Das heißt, die Babys bleiben direkt bei ihren Eltern im Zimmer, statt auf einer separaten Kinderstation untergebracht zu werden. Wir haben speziell ausgestattete Zimmer, in denen die notwendige Überwachung und Versorgung des Kindes gewährleistet ist, während Mutter und Kind trotzdem zusammenbleiben können. So Eltern ihr Kind von Anfang an kennenlernen, auch wenn es vielleicht etwas mehr Unterstützung braucht als andere Neugeborene.</span></p><p><span>Ein persönliches Anliegen ist mir auch das Sectio-Bonding, also der Haut-zu-Haut-Kontakt von Mutter und Kind nach einem Kaiserschnitt. Auch diesen versuchen wir – natürlich in Abhängigkeit der individuellen Situation – zu ermöglichen.</span></p><p><span>Beides, die Förderung von Haut-zu-Haut Kontakt nach Geburt und das Room-In sind Gold wert für das Bonding und damit auch für das Stillen. Denn Nähe ist die beste Voraussetzung für eine gelingende Stillbeziehung.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/a8eeff5e-3f77-4f23-a2b0-7091ed6483f3/1920_dr_prange_3646-ok.jpg?51593"><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/a8eeff5e-3f77-4f23-a2b0-7091ed6483f3/dr_prange_3646-ok/" target="_blank">Bild</a>: Dr. med. Mark Oliver Prange, Oberarzt am Sana Klinikum Coburg (Copyright: SKOF)</p>]]></content:encoded><category><![CDATA[Stillen,Geburtshilfe,Geburtsinfoabend,Geburtsvorbereitung,Hebammen,Eltern- &amp; Kind Zentrum,PM,Oberfranken]]></category>
            <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 09:08:05 +0100</pubDate>
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                        <title>Sensible Begleitung für Mama und Baby | Weltstillwoche</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/sensible-begleitung-fuer-mama-und-baby--weltstillwoche/</guid><pp:caseid>595087</pp:caseid><pp:subtitle>Weltstillwoche: Geburtsklinik in Lauchhammer setzt auf sensible und wertfreie Begleitung von Familien</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p><span>• &nbsp;Weltstillwoche vom 2. bis 8. Oktober</span></p><p><span>• &nbsp;Stillen - und was ist, wenn es nicht klappt</span></p><p><span>• &nbsp;Angebote für werdende Eltern und nach der Geburt</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><i>Stillen ist viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Mit der Weltstillwoche, die alljährlich in der 40. Kalenderwoche stattfindet, rückt diese besondere Zeit zwischen Baby und Mama einmal mehr in den Fokus. Für die Geburtsklinik der Sana Kliniken Niederlausitz in Lauchhammer steht das Thema nicht nur vom 2. bis 8. Oktober ganz weit vorn. Das Klinikteam hat in den vergangenen Jahren eine einfühlsame, wertfreie Form der Begleitung entwickelt und steht Familien vor und nach der Geburt zur Seite – auch wenn sie nicht stillen möchten oder können.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</i></p><p>Stillen ist Natur pur und dennoch kein Selbstläufer. „Der Start ins Stillen ist nicht immer einfach“, weiß Beatrice Handschack von der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Lauchhammer aus jahrelanger Erfahrung. Gemeinsam mit dem Klinikteam nutzt die Familienhebamme ein über Jahre umfassendes, etabliertes Angebot, mit dem Schwangere und junge Familien auch bei Fragen rund ums Stillen bestens beraten sind. Schon in den Geburtsvorbereitungskursen in Lauchhammer und Senftenberg gehört mindestens eine Veranstaltung dem Thema Stillen. Nach der Entbindung bekommen Familien dann ebenfalls sensible Begleitung. „Wir geben den Müttern und ihren Begleitpersonen die Basics für die ersten Tage mit und helfen dabei, den hormonellen Kreislauf in Gang zu bringen“, erklärt Beatrice Handschack und fügt hinzu: „Dabei ist schon das erste Anlegen im Kreißsaal wichtig. Auch das Bonding nach der Geburt trägt dazu bei, das Stillen und den Bindungsaufbau zu unterstützen.“ In den folgenden Tagen nach der Geburt steht das Team jederzeit für Stillgespräche zur Seite, gibt Tipps und hat kleine Tricks und Hilfsmittel parat.</p><h3><span><strong>„Ohne Druck und Stress“</strong></span><br>&nbsp;</h3><p>Trotz der intensiven Förderung und Begleitung legen die Familienhebamme und ihre Kolleginnen großen Wert darauf, dass alles möglichst „ohne Druck und Stress“ für Mutter und Kind passiert. „Es gibt Frauen, die das Stillen für sich, aus den unterschiedlichsten Gründen, nicht als Option sehen. Diese Entscheidung respektieren wir. Wir überreden niemanden, sondern akzeptieren diesen Wunsch und unterstützen die Familien auf diesem Weg. Keine Mama sollte sich schlecht oder gedrängt fühlen“, betont Beatrice Handschack. Wer nicht stillen möchte oder nicht stillen kann, der bekommt in der Geburtsklinik in Lauchhammer die Alternative zur Muttermilch aufgezeigt und dazu angeregt, wie Babys trotzdem intensiven Körperkontakt und Nähe bekommen. „Wenn das Stillen nicht geht, unterstützen wir die Mütter ganz individuell, um ihren Wünschen möglichst nahe zu kommen. Denn es gibt viele Möglichkeiten, um eine gute Bindung aufzubauen und das Baby mit allem zu versorgen, was wichtig ist“, sagt die Familienhebamme.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/e609ef5c-90c2-4da2-9c4f-f9ab29b90373/1920_geb-1682.jpg?10000"><p><span>Beatrice Handschack (re) unterstützt Mütter in den Sana Kliniken Niederlausitz während der sensiblen Phase des Stillens.</span></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/e609ef5c-90c2-4da2-9c4f-f9ab29b90373/geb-1682/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><h3><span><strong>Angebote für Schwangere und Familien</strong></span></h3><p style="text-align:justify;"><br><span>In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Lauchhammer unterstützen die Hebammen die werdenden Eltern auch bereits vor der Geburt bei Beschwerden in der Schwangerschaft und verschaffen mit modernen Methoden, wie Akupunktur, Abhilfe. Ein breites Kursangebot vervollständigt die Angebotspalette und unterstreicht, warum werdende Eltern in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe gut aufgehoben sind. Neben dem Thema Stillen erfahren die werdenden Mütter im Geburtsvorbereitungskurs in Lauchhammer und Senftenberg alles Wichtige über Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Babypflege.</span> <span>Das Geburtshilfe-Team legt allen schwangeren Frauen zudem den Kreißsaal-Infoabend ans Herz. Ein Date mit dem Ort, an welchem das Baby sicher und gut betreut geboren werden kann. Eltern haben dabei die Möglichkeit, Antworten auf viele wichtige Fragen zu bekommen und das Team kennenzulernen, welches auch nach der Geburt bei der Versorgung und dem Kennenlernen mit dem Kind zur Seite steht. An beiden Krankenhausstandorten ist Rückbildungsgymnastik im Angebot, mit deren Hilfe die Muskulatur nach der Schwangerschaft und Geburt wieder gestärkt werden soll. Und auch nach der Geburt und der ersten Kennenlernphase übernehmen die Sana Kliniken Niederlausitz Verantwortung für Familien. Das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder steht mit den ehrenamtlichen Familienpaten mit Rat und Tat zur Seite. Eine Anmeldung zur Netzwerkfamilie ist kostenfrei und an keine Bedingungen geknüpft.</span></p><p style="text-align:justify;">&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[PM,Niederlausitz,Stillen,Geburtshilfe,Geburt,Weltstillwoche]]></category>
            <pubDate>Wed, 04 Oct 2023 16:03:01 +0200</pubDate>
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