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                    <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 13:03:49 +0200</pubDate>
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                        <title>Lungenfibrose - Wenn die Lunge vernarbt und eine neue Lunge Leben rettet</title>
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Langzeitsauerstoff Linderung verschaffen.</li><li data-list-item-id="e835d62969636da2152bb9bb68ebb961c">Eine Lungentransplantation gilt als streng selektierte Ultima Ratio bei fortschreitender Erkrankung und ausreichender körperlicher Fitness. Aber: Spenderorgane sind selten, die Operation komplex und eine lange Nachsorge in spezialisierten Zentren notwendig.</li><li data-list-item-id="e46d568f90ed3e7b35012bf84dd7c343a">Lungenzentrum und Thoraxchirurgie am Sana Klinikum Coburg bieten ein breites Spektrum (inkl. da-Vinci-Robotik) auf höchstem Niveau und sichern eine wohnortnahe Versorgung für Nordbayern und Südthüringen.</li></ul>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><i><span>Die Nachricht ging um die Welt: Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat eine Lungentransplantation erfolgreich überstanden. Die 52-Jährige litt seit Jahren an einer schweren Lungenfibrose – einer Erkrankung, die vielen Menschen kaum bekannt ist, obwohl sie das Leben der Betroffenen von Grund auf verändert. Der Experte des Lungenzentrums am Sana Klinikum Coburg gibt Antworten auf die Fragen: Was genau ist eine Lungenfibrose? Und wann ist eine Transplantation wirklich der letzte, aber rettende Schritt?</span></i></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Herr Professor Sziklavari, Lungenfibrose ist plötzlich in aller Munde – was passiert da eigentlich in der Lunge?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Stellen Sie sich die Lunge wie einen Schwamm vor, der aus unzähligen kleinen Luftbläschen besteht und sich bei jedem Atemzug ausdehnt und zusammenzieht. Bei der Lungenfibrose vernarbt das feine Stützgerüst dieses Schwammes – ähnlich wie bei einer tiefen Hautwunde, die eine derbe Narbe hinterlässt. Das Gewebe wird zunehmend starr und dick. Die Folge: Der Schwamm kann sich nicht mehr richtig ausdehnen, die Atmung wird flacher, der Sauerstoff gelangt nur noch schwer ins Blut. Das ist ein schleichender, in den meisten Fällen unumkehrbarer Prozess.</span></p><p><span><strong>Frage: Wen trifft diese Erkrankung – und warum wird sie so oft spät erkannt?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Lungenfibrose ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff für über 200 verschiedene Erkrankungen. Die bekannteste Form ist die sogenannte idiopathische pulmonale Fibrose – kurz IPF – bei der wir die genaue Ursache nicht kennen. Sie trifft etwa drei bis neun von 100.000 Menschen, meist im höheren Lebensalter. Es gibt aber auch Formen, bei denen der Auslöser bekannt ist: eingeatmete Schadstoffe wie Asbest, Bestrahlungen im Brustkorb oder rheumatische Erkrankungen.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span>Spät erkannt wird die Lungenfibrose, weil die frühen Warnsignale so unscheinbar sind: ein trockener Husten, Atemnot beim Treppensteigen – das schieben viele auf Alter oder mangelnde Fitness. Meine dringende Empfehlung: Wer länger als sechs Wochen unter hartnäckigem, trockenem Husten oder zunehmender Kurzatmigkeit leidet, sollte das abklären lassen. Beim Abhören der Lunge hören wir oft ein feines Knisterrasseln, das klingt in etwa so, als würde man einen Klettverschluss auseinanderziehen. In der Computertomografie lässt sich die Vernarbung dann meist eindeutig sichtbar machen.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Gibt es eine Behandlung – oder ist man der Erkrankung hilflos ausgeliefert?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Wir sind längst nicht mehr machtlos, auch wenn eine vollständige Heilung der IPF derzeit nicht möglich ist. Seit einigen Jahren stehen uns sogenannte antifibrotische Medikamente zur Verfügung, die das Fortschreiten der Vernarbung deutlich verlangsamen können. Sie sind kein Wundermittel, aber sie bremsen den Prozess – und das verschafft den Patienten oft wertvolle, lebenswerte Jahre. Bei entzündlich bedingten Fibroseformen, etwa durch Rheuma, setzen wir auf immunsuppressive Therapien. Ergänzend sind Atemtherapie, angepasste Bewegung und – bei chronischem Sauerstoffmangel – eine Langzeitsauerstofftherapie wichtige Bausteine. Die Behandlung ist immer individuell und erfordert ein erfahrenes, interdisziplinäres Team.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Wann ist eine Lungentransplantation überhaupt eine Option?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Die Transplantation ist die Ultima Ratio – das letzte therapeutische Mittel, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Sie kommt in Betracht, wenn die Erkrankung trotz optimaler Therapie unaufhaltsam fortschreitet, die Lungenfunktion auf ein kritisches Maß absinkt und die Lebensqualität massiv eingeschränkt ist. Dieser Weg ist jedoch an strenge Bedingungen geknüpft: Der Patient mit maximal eingeschränkter Lungenfunktion muss jedoch körperlich fit genug für diesen sehr großen Eingriff sein – und zugleich bereit und in der Lage, lebenslang Medikamente einzunehmen, die das Immunsystem unterdrücken, um eine Abstoßung der neuen Lunge zu verhindern.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Was macht diese Operation so besonders und auch schwierig?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Die Lungentransplantation ist einer der komplexesten Eingriffe der Thoraxchirurgie bzw. Intensivmedizin überhaupt. Ein oder beide Lungenflügel vollständig zu ersetzen ist eine technisch höchst anspruchsvolle Operation, die zudem eine intensive Nachbetreuung über viele Monate notwendig macht. Hinzu kommt die schicksalhafte Seite: Spenderlungen sind rar. Über einen Eingriff wird deshalb oft sehr kurzfristig entschieden – manchmal innerhalb weniger Stunden, sobald ein geeignetes Organ verfügbar ist. Für die Patienten und ihre Familien bedeutet das häufig eine lange Zeit der Ungewissheit und des Wartens. Lungentransplantationen werden in Deutschland nur an wenigen hochspezialisierten Zentren durchgeführt – das ist medizinisch richtig und notwendig, da dieser Eingriff ein Maß an Erfahrung und Infrastruktur erfordert, das nur Häuser mit sehr hohen Fallzahlen entwickeln können.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Was leistet die Thoraxchirurgie am Sana Klinikum Coburg – und wo sind die Grenzen?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Wir bieten das gesamte operative Spektrum der Thoraxchirurgie auf höchstem Niveau – von minimalinvasiven Eingriffen bei Lungentumoren über Metastasenchirurgie bis hin zu komplexen Resektionen inkl. Empyhsem- und Empyemchirurgie. Seit 2026 setzen wir auch die robotisch-assistierte Chirurgie mit dem daVinci-System ein, die Ergebnisse sind vielversprechend. Mit jährlich rund 500 Eingriffen sind wir eines der größten thoraxchirurgischen Zentren in Oberfranken und das einzige von der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie zertifizierte Kompetenzzentrum in Nordbayern und Südthüringen.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span>Lungentransplantationen – das sage ich offen – führen wir nicht durch. Wir sind aber ein wichtiger Teil der Versorgungskette: Wir begleiten Patienten auf dem Weg zur Transplantation, koordinieren mit den Transplantationszentren, wie beispielsweise mit dem LMU Klinikum Großhadern, und übernehmen die weitere Betreuung in der Region, wenn Patienten nach einer Transplantation nach Hause zurückkehren.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Haben Sie einen Rat für Menschen in der Region, die vielleicht selbst betroffen sind?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Sprechen Sie mit Ihrem Arzt – und zwar frühzeitig. Eine Lungenfibrose, die früh erkannt wird, lässt sich zwar nicht heilen, aber gut behandeln. Die Lebensqualität, die wir Betroffenen heute erhalten können, ist eine andere als noch vor zehn Jahren. Und wenn es einen operativen Schritt braucht – welcher Art auch immer – sind wir da. Als zertifiziertes Kompetenzzentrum, als eingespieltes Team, und als Partner der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in der Region. Wer in Nordbayern oder Südthüringen eine schwere Lungenerkrankung kann durch uns wohnortnah und adäquat versorgt werden.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><i><span>Das Lungenzentrum am Sana Klinikum Coburg bietet spezialisierte Diagnostik und Therapie für alle Formen von Lungenerkrankungen. Termine und Informationen: Telefon 09561 22-34999 | </span></i><a href="http://www.sana.de/oberfranken"><i><span>www.sana.de/oberfranken</span></i></a></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/eee7c060-50e6-43ba-9f31-4f0ca2c2511f/1920_dr.sziklavari_zsolt_0967.jpg?58752"><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/eee7c060-50e6-43ba-9f31-4f0ca2c2511f/dr.sziklavari_zsolt_0967/" target="_blank"><i>Bild</i></a><i>: Chefarzt der Thoraxchirurgie und Leiter des Lungenzentrums Prof. Dr. Zsolt Sziklavari, PhD (Copyright: SKOF)&nbsp;</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-oberfranken/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken Oberfranken</strong></a></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-ag/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong></a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Oberfranken,newsroom,Lunge,lungenzentrum,Transplantation]]></category>
            <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 13:03:49 +0200</pubDate>
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                        <title>Sana-Gesundheitsforum im Juni 2026</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/sana-gesundheitsforum-im-juni-2026/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/sana-gesundheitsforum-im-juni-2026/</guid><pp:caseid>756296</pp:caseid><pp:subtitle>Leitender Oberarzt und Transplantationsbeauftragter Daniel Ecker informiert über die Organspende</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Im Rahmen des „Sana-Gesundheitsforums“ informiert das interdisziplinäre Ärzte- und Expertenteam des </strong></span><a href="https://www.sana.de/biberach" target="_blank"><span><strong>Biberacher Sana Klinikums</strong></span></a><span><strong> regelmäßig über aktuelle medizinische Themen. Am Donnerstag, den 11. Juni 2026, referiert Daniel Ecker, Leitender Oberarzt der </strong></span><a href="https://www.sana.de/biberach/medizin-pflege/neurologie-mit-regionaler-stroke-unit" target="_blank"><span><strong>Klinik für Neurologie</strong></span></a><span><strong> und Transplantationsbeauftragter, ab 18.30 Uhr zum Thema „Organspende – was man wissen sollte“.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span>Das Biberacher Sana Klinikum ist Zentralkrankenhaus für den Landkreis und&nbsp; Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm. Es steht für eine umfassende medizinische, therapeutische und pflegerische Versorgung von der Geburt bis zur Altersmedizin. Mit dem Gesundheitsforum möchten die Veranstalter diese Expertise an Interessierte und Betroffene weitergeben. Im Mittelpunkt der Vorträge stehen aktuelle medizinische Themen, Krankheitsbilder, Präventionsmaßnahmen sowie Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Damit sind die Vorträge für Menschen in allen Lebensphasen interessant: Ob Patient, akut oder chronisch Erkrankter, Angehöriger oder Gesundheitsinteressierte. Im Anschluss an die Vorträge bleibt genügend Zeit für Fragen an die Referenten sowie den Austausch untereinander.</span></p><h2 style="text-align:justify;"><span><strong>Organspende als medizinisch und gesellschaftlich relevantes Thema</strong></span></h2><p style="text-align:justify;"><span>Die Organspende zählt zu den zentralen und zugleich sensibelsten Themen der modernen Medizin. Für viele schwerkranke Menschen ist eine Organtransplantation die einzige lebensrettende Therapieoption. Gleichzeitig warten in Deutschland weiterhin tausende Patientinnen und Patienten auf ein geeignetes Spenderorgan. Bei Nierentransplantationen zeigt sich dieses Ungleichgewicht besonders deutlich: Rund 6.400 Menschen stehen derzeit auf der Warteliste, während jährlich etwa 2.000 Nieren transplantiert werden – ergänzt durch rund 600 Lebendspenden. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt aktuell etwa acht Jahre. Neben der medizinischen Situation bestehen in der Bevölkerung häufig Unsicherheiten hinsichtlich medizinischer Voraussetzungen, rechtlicher Rahmenbedingungen und organisatorischer Abläufe.</span></p><p style="text-align:justify;"><span>Als Transplantationsbeauftragter des Biberacher Klinikums ist Daniel Ecker für die Koordination möglicher Organspendeprozesse vor Ort verantwortlich. In dieser Funktion arbeitet er eng mit der Intensivmedizin, den beteiligten Fachabteilungen sowie der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) zusammen und begleitet die klinischen Abläufe im Falle einer möglichen Organspende. Das Sana Klinikum ist ein sogenanntes Entnahmekrankenhaus im Sinne des Transplantationsgesetzes. Das heißt, sollte ein Patient für eine Organspende in Frage kommen, wird dieser an die Koordinierungsstelle gemeldet. Die Organentnahme wird anschließend vor Ort in Biberach durchgeführt, die Transplantation der Organe erfolgt danach in den jeweiligen Transplantationszentren der bestgeeigneten Empfänger. „Die Organspende ist ein sensibles Thema, das viele Menschen beschäftigt“, erklärt Ecker. „Unser Ziel ist es, medizinische Hintergründe verständlich zu vermitteln und so eine fundierte Entscheidungsfindung zu ermöglichen.“</span></p><h2 style="text-align:justify;"><span><strong>Vortrag im Juni: „Organspende – was man wissen sollte“</strong></span></h2><p style="text-align:justify;"><span>Im Vortrag werden die medizinischen und rechtlichen Grundlagen der Organspende erläutert. Dazu zählen Voraussetzungen, gesetzliche Regelungen in Deutschland sowie Abläufe auf der Intensivstation im Falle einer möglichen Organspende. Ein Schwerpunkt liegt auf der Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls sowie der Einbindung und Entlastung von Angehörigen im Entscheidungsprozess. Darüber hinaus werden häufige Fragen und Unsicherheiten aus der öffentlichen Diskussion aufgegriffen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Bedeutung einer dokumentierten Entscheidung – etwa durch einen Organspendeausweis oder einen Eintrag im bundesweiten Organspende-Register. Liegt keine Entscheidung vor, müssen Angehörige im Ernstfall stellvertretend entscheiden – eine Situation, die häufig mit großer emotionaler Belastung verbunden ist. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und den persönlichen Austausch mit dem Referenten.</span></p><h2 style="text-align:justify;"><span><strong>Veranstaltungsdetails</strong></span></h2><p style="text-align:justify;"><span><strong>Wann: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>Donnerstag, 11. Juni 2026 | 18.30 Uhr</span><br><span><strong>Wo: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>Sana Klinikum Landkreis Biberach</span><br><span>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Veranstaltungsraum 1 (EG)</span><br><span>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Marie-Curie-Straße 4 | 88400 Biberach</span></p><p style="text-align:justify;"><span>Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei; die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Interessierte können sich bis zum Vortag der Veranstaltung <strong>bevorzugt per E-Mail an gesundheitsforum.bc@sana.de</strong> oder telefonisch (Montag bis Freitag) unter 07351 55-9000 anmelden.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/f60b8025-4617-45b4-b73d-bdb4b669b67f/1920_eckerdaniel.jpg?10000"><p><i><span>Leitender Oberarzt und Transplantationsbeauftragter Daniel Ecker informiert am 11. Juni über die Organspende.</span></i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/f60b8025-4617-45b4-b73d-bdb4b669b67f/eckerdaniel/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Über das Sana Klinikum Landkreis Biberach&nbsp;</strong></p><p>Das Sana Klinikum Landkreis Biberach ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm und behandelt jährlich rund 18.500 stationäre Patientinnen und Patienten. Dazu kommen circa 45.900 ambulante Konsultationen. Das Zentralklinikum steht für eine qualifizierte medizinische Behandlung in zertifizierten Zentren und Abteilungen, verfügt über elf Fachabteilungen sowie 370 Betten und beschäftigt rund 1.200 Mitarbeitende. Träger ist zu 74,9 Prozent die Sana Kliniken AG und zu 25,1 Prozent der Landkreis Biberach.</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-ag/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong></a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Biberach,newsroom,Gesundheitsforum,Patientenvortrag,Vortragsreihe,Vortrag,MedizinischerVortrag,Organspende,Transplantation,Informationsabend,informationsveranstaltung,Patienteninformation,Patienteninformationsveranstaltung]]></category>
            <pubDate>Thu, 28 May 2026 09:54:55 +0200</pubDate>
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                        <title>Entscheidung fürs Leben</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/entscheidung-fuers-leben/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/entscheidung-fuers-leben/</guid><pp:caseid>745727</pp:caseid><pp:subtitle>Welt-Organspende-Tag: Organspende verstehen und Entschluss bewusst treffen</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<ul><li class="ck-list-marker-color" style="--ck-content-list-marker-color:#999999;" data-list-item-id="e60ad791355030b86019dcc076fc9af7e"><span style="color:#999999;"><strong>Welt-Organspende-Tag: </strong>Warum es so wichtig ist, eine Entscheidung zu treffen</span></li><li class="ck-list-marker-color" style="--ck-content-list-marker-color:#999999;" data-list-item-id="e6f2010e4426a3a7b69e9e3439e619f96"><span style="color:#999999;"><strong>Verständlich und transparent: </strong>Sana Kliniken Niederlausitz bieten kostenfreie Info-Veranstaltung am 3. Juni im Krankenhaus Senftenberg</span></li><li class="ck-list-marker-color" style="--ck-content-list-marker-color:#999999;" data-list-item-id="e705d63c9a4d0cbdb6ac5820cbc47f865"><span style="color:#999999;"><strong>Der Weg zur Spende: </strong>Thomas Schneider, Intensivmediziner und Transplantationsbeauftragter, informiert über Rechtliches, Medizinisches und Wege, den persönlichen Willen festzuhalten</span></li></ul>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Mehr als 8200 Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Für viele von ihnen ist eine Transplantation lebensrettend, für andere bringt eine Organspende neue Lebensqualität. Anlässlich des bundesweiten Tages der Organspende rücken die Sana Kliniken Niederlausitz das Thema einmal mehr in den Fokus. Bei einer kostenfreien Info-Veranstaltung am 3. Juni im Krankenhaus Senftenberg erklärt Thomas Schneider, Intensivmediziner und Leitender Oberarzt, wie Organspenden wirklich ablaufen und warum es so wichtig ist, selbstbestimmt eine Entscheidung zu treffen.</strong></p><p>Die Liste der Menschen, die auf eine Organspende warten, ist lang – die Anzahl der tatsächlichen Organspenden ist seit Jahren verhältnismäßig gering. Im vergangenen Jahr gab es bundesweit 985 Spender, die insgesamt 3000 Organe gespendet haben – am häufigsten Nieren, gefolgt von Leber und Herz. „Am Ende geht es nicht um die Gesamtzahl, sondern um Einzelschicksale. Es geht um Menschen, die viele Jahre oder Jahrzehnte mit einem Spenderorgan weiterleben können – und um diejenigen, deren Leben abrupt endet, wenn sie dieses Organ nicht erhalten“, sagt Thomas Schneider, Leitender Oberarzt im Zentrum für Interdisziplinäre Intensivmedizin und Anästhesie sowie Transplantationsbeauftragter in den Sana Kliniken Niederlausitz. „Patienten, die eine Organspende benötigen, sind häufig Menschen, die mitten im Leben stehen oder deren Leben noch nicht mal richtig angefangen hat. Für sie ist eine Organspende lebenswichtig“, betont der erfahrene Intensiv- und Notfallmediziner.</p><h2>Große Last für Angehörige</h2><p>Studien zufolge könnten deutlich mehr Patienten gerettet werden, wenn sich mehr Menschen für eine Organspende entscheiden würden. „Grundsätzlich ist die Einstellung in der Bevölkerung zu dem Thema positiv. Allerdings fehlt ganz oft eine verbindliche Entscheidung. Wir erleben im Klinikalltag leider immer wieder das Leid von Angehörigen, die dann eine Entscheidung treffen müssen, ohne den Wunsch des Verstorbenen zu kennen“, berichtet Thomas Schneider. Häufig würden sich Familienmitglieder in einer solchen Situation gegen eine Organspende entscheiden.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/eb0e83b0-2ac6-41f4-9f5e-1bd4c0af89d3/1920_thomasschneider.jpg?10000"><p><i>Angehörigen und Patienten Sicherheit geben, Fragen beantworten, ausführlich und transparent zur Organspende aufklären - Herzensangelegenheit für den Transplantationsbeauftragten der Sana Kliniken Niederlausitz und Leitenden Oberarzt Thomas Schneider.&nbsp;</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/eb0e83b0-2ac6-41f4-9f5e-1bd4c0af89d3/thomasschneider/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><h2>Entscheidung treffen und darüber sprechen</h2><p>„Es geht nicht darum, jemanden zum Organspenden zu überreden, sondern darum, zu Lebzeiten selbstbestimmt eine Entscheidung zu treffen – auch um Angehörige zu entlasten“, betont der Leitende Oberarzt. In Deutschland gibt es inzwischen viele Möglichkeiten seinen persönlichen Willen – also ein klares Ja oder Nein - verbindlich zu dokumentieren: von der Patientenverfügung über einen Organspendeausweis bis hin zur Eintragung im Organspenderegister. Thomas Schneider appelliert: „Jeder in jedem Alter sollte eine Entscheidung für sich treffen und diese Entscheidung auch seinen Angehörigen mitteilen.“</p><h2>Höchste Sicherheit und strenge Richtlinien</h2><p>Durch sein langjähriges Engagement als Transplantationsbeauftragter und die vielen Gespräche mit Patienten und Angehörigen auf der Intensivstation kennt Thomas Schneider die Ängste und Sorgen, die mit dem Thema Organspende verbunden sind. „Viele Menschen haben Angst, dass ihnen ein Organ entnommen wird, obwohl sie vielleicht noch gar nicht tot sein könnten. Hier lege ich die Hand dafür ins Feuer, weil ich weiß, wie wir es hier machen und die gesetzliche Grundlage dafür kenne“, erklärt der Arzt.<span>&nbsp; </span>Wenn es um die Entnahme von Organen geht, müssen strenge Richtlinien und hochstandardisierte Prozesse eingehalten werden – für größte Sicherheit. „Bei der Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalles stehen wir nicht nur am Patientenbett, sondern setzen auch hochmoderne, apparative Technik ein, um die Symptomatik des Todes nachzuweisen“, unterstreicht der Leitende Oberarzt.<span> </span>Nur wenn alle Hirnfunktionen unumkehrbar ausgefallen sind, ist die Grundvoraussetzung für eine Organspende erfüllt. „Dies gleicht der Feststellung des Todes, auch wenn Organfunktionen noch für eine gewisse Zeit durch Maschinen aufrechterhalten werden können. Ohne eine Zustimmung zur Organspende, wird es aber niemals zu einer Organentnahme kommen“, stellt Thomas Schneider klar.</p><h2>Kostenfreie Info-Veranstaltung am 3. Juni</h2><p>Anlässlich des Welt-Organspende-Tages bieten die Sana Kliniken Niederlausitz am <strong>3. Juni </strong>eine <strong>kostenfreie Informationsveranstaltung</strong> für alle, die mehr über das Thema erfahren wollen. Transplantationsbeauftragter Thomas Schneider gibt nicht nur einen Einblick in aktuelle Daten und Fakten, sondern zeigt verständlich, transparent und ausführlich den Weg zur Spende – von den gesetzlichen Grundlagen über medizinische Voraussetzungen, die Feststellung des Hirntodes und medizinische Untersuchungen bis zur Organentnahme und Transplantation beim Empfänger. Dabei geht der Intensiv- und Notfallmediziner auch darauf ein, warum es wichtig ist, eine Entscheidung zu treffen und wie der persönliche Wille für oder gegen eine Organspende sicher dokumentiert werden kann. Die Teilnahme an der Info-Veranstaltung ist <strong>kostenfrei </strong>und <strong>ohne vorherige Anmeldung</strong> möglich. Der Vortrag mit anschließender Fragestunde beginnt um <strong>17 Uhr im Barbara-Foyer im Krankenhaus Senftenberg</strong>.<br>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[PM,Niederlausitz,newsroom,tag der organspende,Organspende,Transplantation,Zentrum für Interdisziplinäre Intensivmedizin und Anästhesie]]></category>
            <pubDate>Thu, 21 May 2026 09:03:52 +0200</pubDate>
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                        <title>Ein neues Herz, ein neues Leben – Ganimete Ahmetis zweite Chance</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/ein-neues-herz-ein-neues-leben--ganimete-ahmetis-zweite-chance/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/ein-neues-herz-ein-neues-leben--ganimete-ahmetis-zweite-chance/</guid><pp:caseid>690921</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Ein neues Herz – für viele Patientinnen und Patienten ist das die letzte Chance weiterzuleben. Doch noch immer übersteigt in Deutschland die Zahl der Menschen, die auf eine Herztransplantation warten, die Zahl der Spenderherzen.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p style="margin-left:0cm;"><span>„Die Medizin kann heute viel, aber ohne Spenderherzen sind wir oft machtlos“ erklärt Professor Sems Malte Tugtekin vom Herzzentrum Dresden. Sein Appell: „Jeder von uns kann Leben retten. Mit einem Organspendeausweis setzen Sie ein Zeichen der Solidarität und geben anderen die Möglichkeit auf eine zweite Chance.“ Eine, die diese zweite Chance erhalten hat, ist Ganimete Ahmeti. Heute kann die 47-Jährige wieder lächeln und hat neuen Lebensmut. Ihr wurde ein zweites Leben geschenkt, als ihr Ende 2024 im Herzzentrum Dresden ein neues Herz transplantiert wurde. „Ich kann nun zwei Mal im Jahr Geburtstag feiern“, sagt sie. Doch hinter ihr und ihrer Familie liegt ein schmerzhafter Weg.</span></p><h2><span>Plötzlich herzkrank nach der Geburt</span></h2><p><span>Ahmeti stammt aus dem Kosovo und lebt seit 17 Jahren in Deutschland. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie in Zittau ein kleines Restaurant. Die 47-Jährige hat bereits einen erwachsenen Sohn, als sie 2022 ein kleines Mädchen zur Welt bringt. Alles schien in Ordnung – bis sie plötzlich unter Atemnot litt, Wassereinlagerungen bekam und kaum noch belastbar war. Sie konsultierte mehrere Ärzte, die ihr schnell bescheinigten – das Herz ist zu schwach. Es folgte Klinikaufenthalt auf Klinikaufenthalt, ohne dass eine Besserung eintrat. „Es war schrecklich“, erinnert sie sich. „Ich hatte keine Kraft und konnte mich nicht mal um meine kleine Tochter kümmern.“</span></p><h2><span>Letzte Chance: Ein Spenderherz</span></h2><p><span>„Das, was Frau Ahmeti passiert ist, nennt man postpartale Kardiomyopathie“, erklärt Sems Malte Tugtekin, Oberarzt an der Klinik für Herzchirurgie am Herzzentrum Dresden. „Dabei kann es bis zu sechs Monate nach einer Geburt zu einer akuten Herzschwäche kommen. Glücklicherweise kommt das nur sehr selten vor und bildet sich oft von allein wieder zurück.“ Leider war das bei der 47-Jährigen nicht der Fall – ganz im Gegenteil. Sie wurde immer schwächer. „Ich erinnere mich noch, wie Frau Ahmeti im Mai 2024 das erste Mal bei uns im Herzzentrum vorstellig wurde“, erzählt Professor Tugtekin. „Da war im Prinzip schon klar, dass das Herz zu schwach war, um sich zu erholen. Es gab keine Alternative. Wir mussten sie auf die Warteliste für ein Spenderherz setzen.“ Seitdem war die Mutter Dauerpatientin im Herzzentrum Dresden. „Ich erinnere mich, wie sehr ich gegen die Diagnose gekämpft habe“, sagt Ganimete Ahmeti. „Ich habe an den Ärzten gezweifelt, war wütend und habe viel geweint“, erinnert sie sich. „Aber das Team hier hat mich nie aufgegeben. Es wurde meine zweite Familie.“</span></p><p><span>Leider wurde Ahmetis Herz immer schwächer, und ihr Zustand verschlechterte sich rapide, so dass sie im September 2024 auf die höchste Dringlichkeitsstufe für eine Herztransplantation gesetzt werden musste. „Ich weiß noch, dass ich mir vorkam wie im Koma“, so Ahmeti. „Ich konnte kaum mit meinem Mann telefonieren, weil ich keine Luft bekam. Meine Tochter durfte ich nicht sehen, da das Risiko einer Ansteckung mit Keimen für mich zu groß war.“ Eine zähe und leidvolle Zeit.</span></p><h2><span>Der erlösende Anruf</span></h2><p><span>Im Durchschnitt müssen hochdringlich eingestufte Patientinnen und Patienten fünf bis sechs Monate auf ein Spenderherz warten. Bei Ganimete Ahmeti hat es zum Glück nur vier Monate gedauert. Am 28. Dezember 2024 kam die erlösende Nachricht – es gibt ein passendes Spenderherz. „Ab dann musste es schnell gehen“, erklärt Professor Tugtekin. „Ein Herz ist nicht ewig haltbar und zwischen der Entnahme und der Transplantation sollten nicht mehr als vier bis sechs Stunden liegen.“</span></p><p><span>„Ich habe ihr selbst die Nachricht überbracht“, erzählt der Herzchirurg weiter. „Wenn man die Patienten von Anfang an betreut, ist es wichtig, auch in diesen Momenten da zu sein, Zuversicht und Optimismus zu vermitteln. So eine Operation ist ein wahnsinniger emotionaler und physischer Kraftaufwand für alle Beteiligten.“&nbsp;</span></p><p><span>Die Patientin erinnert sich noch gut an den Moment: „Als ich die Nachricht bekam, war ich ruhig und voller Vertrauen, dass alles gut gehen wird.“ Als ihr Mann weinte, während sie zur Operation abgeholt wurde, hatte sie sogar die Kraft, ihn aufzumuntern „Wenn wir uns das nächste Mal sehen, dann lächeln wir.“</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/02341386-c2b1-4312-a14e-302f6683e588/1920_hzdpatientinahmeti.jpg?80034"><h2 style="margin-left:0cm;"><span>Ein zweites Leben mit neuen Herausforderungen</span></h2><p><span>Die siebenstündige Operation verlief ohne Komplikationen, und das neue Herz pumpte kräftig und regelmäßig in Ganimete Ahmetis Brust. „Schon bald nach der Operation telefonierte ich mit meinem Mann, ohne Atemnot zu haben – es war wie ein Wunder. Mein zweites Leben hatte begonnen.“</span></p><p><span>Bereits am 10. Januar 2025 wurde die frisch Transplantierte von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt und Ende Januar begann ihre Reha.</span></p><p><span>„Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf“, stellt der Operateur fest.&nbsp; Dennoch liegt ein herausfordernder Weg vor Ganimete Ahmeti: „Ich muss nach der langen Liegezeit nicht nur wieder Muskeln und Kraft aufbauen, sondern auch die Operation physisch und mental verarbeiten.“ Außerdem werde sie ein Leben lang Patientin bleiben, engmaschig medizinisch kontrolliert werden und Medikamente einnehmen müssen, die eine Abstoßung des neuen Herzens verhindern sollen, erklärt der Herzchirurg. Durchschnittlich hält ein transplantiertes Herz 10 bis 15 Jahre, mit etwas Glück sogar 20 Jahre und länger. „Leider passiert es aber auch manchmal, dass das Herz eher abgestoßen wird“, so Sems Malte Tugtekin.</span></p><h2><span>Dankbarer Blick nach vorn</span></h2><p><span>Daran mag Ahmeti im Moment aber nicht denken. Sie ist voller Dankbarkeit für die Chance, ein zweites Leben beginnen zu können und ihre Kinder weiter aufwachsen zu sehen. „Ich danke den Ärztinnen und Ärzten sowie den Pflegekräften in Dresden so sehr, dass sie mich begleitet, aufgefangen und gerettet haben. Ich danke meiner Familie, die stets – auch aus der Ferne – an meiner Seite stand. Ohne sie hätte ich das alles nicht geschafft.“&nbsp;</span></p><p><span>Gleichzeitig sind ihre Gedanken oft beim Spender: „Manchmal möchte ich wissen, wer mir das zweite Leben geschenkt hat. Ich würde mich so gerne bei der Spenderfamilie bedanken.“ Aber dieser direkte Austausch ist zumindest in Deutschland nicht erlaubt. Hier bleiben Organempfängerin und Organempfänger sowie die Angehörigen der spendenden Person stets anonym. Allerdings können die Organempfänger einen anonymen Brief an die Spenderfamilie schreiben, um sich auf diesem Weg zu bedanken. Vielleicht wird auch Ganimete Ahmeti diese Möglichkeit später nutzen. Fürs Erste heißt es aber einen Weg zurück in den Alltag zu finden und das Leben mit Spenderherz neu zu ordnen. Sie ist zuversichtlich: „Ich bin stolz, stark und glücklich.“</span></p><p><a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachsen/mdr-zweites-leben-47-jaehrige-bekommt-spenderherz-in-dresden-100.html" target="_blank"><span>Sachsen: Zweites Leben - 47-Jährige bekommt Spenderherz in Dresden | tagesschau.de</span></a></p><p><a href="https://www.sana.de/herzzentrum-dresden/medizin-pflege/herzchirurgie" target="_blank"><span>Mehr Informationen zur Klinik für Herzchirurgie am Herzzentrum Dresden</span></a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,herz,Transplantation,Dresden,kardiologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 17 Mar 2025 10:08:13 +0100</pubDate>
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                        <title>„Organspendebereitschaft ist eine Entscheidung für das Leben“</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/organspendebereitschaft-ist-eine-entscheidung-fuer-das-leben/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/organspendebereitschaft-ist-eine-entscheidung-fuer-das-leben/</guid><pp:caseid>634585</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>• <strong>Am 1. Juni ist bundesweiter Tag der Organspende.</strong></p><p>• <span><strong>Oberarzt Thomas Schneider vom Zentrum für interdisziplinäre Intensivmedizin und Anästhesie der Sana Kliniken Niederlausitz ist Transplantationsbeauftragter des Gesundheitsversorgers.</strong></span></p><p>• <span><strong>Intensivmediziner erklärt im Interview, was potenzielle Spender wissen sollten, wie man zum Spender werden kann und für welche Organe die Wartelisten besonders lang sind</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Herr Schneider, tausende Menschen in Deutschland benötigen dringend ein Spenderorgan. Wie und wo kann man sich registrieren lassen, wenn man selbst Organspender werden möchte?</strong><br>In Deutschland gilt die sogenannte „Entscheidungslösung“. Alle Menschen sollen sich also nach Möglichkeit selber entscheiden, ob sie nach dem festgestellten Tod spenden möchten oder nicht – und sollten dies auch dokumentieren. Das kann man z.B. mit dem Organspendeausweis, mit einer Registrierung im Organspenderegister, das seit März 2024 freigeschaltet ist,&nbsp;<span> </span>oder zumindest, indem man seinen nächsten Angehörigen den eigenen Wunsch äußert. Im Ausweis und im Register kann man auch sicher dokumentieren, dass man eben nicht spenden möchte. Dieser Wunsch ist verbindlich für die Ärzte.</p><p><strong>Wie wird man zum Organspender?</strong><br>Grundvoraussetzung für eine Organspende ist, dass man zuvor den irreversiblen – also unumkehrbaren - Ausfall aller Hirnfunktionen festgestellt hat. Dies gleicht der Feststellung des Todes, auch wenn Organfunktionen noch für eine gewisse Zeit durch Maschinen aufrechterhalten werden können. Ohne eine Zustimmung zur Organspende, wird es aber niemals zu einer Organentnahme kommen.</p><p><strong>Warum sind Organspenden wichtig?</strong><br>Es gibt in Deutschland weiterhin mehr Menschen, die ein Spenderorgan benötigen als Organe verfügbar sind. Annähernd 10 Prozent aller Wartenden versterben jedes Jahr, nur weil kein Organ für sie gefunden wird. Diejenigen, die weiter warten, haben meist eine deutlich reduzierte Lebensqualität und benötigen z.B. Organersatzverfahren wie die regelmäßige Dialyse (Nierenersatztherapie) oder müssen ein „Kunstherz“ mit sich tragen. Diesen Menschen könnte zeitnah geholfen werden, wenn man für sie rechtzeitig ein Spenderorgan findet.</p><p><strong>Was passiert nachdem Tod, wenn man sich für das&nbsp;</strong><span><strong> </strong></span><strong>Organspenden entschieden hat?</strong><br>Wenn der „irreversible Hirnfunktionsausfall“ sicher diagnostiziert wurde und eine klare Zustimmung zur Organspende vorliegt, dann wird geprüft, ob es wichtige Gründe gegen eine Organspende gibt – z.B. ein aktives Krebsleiden. Das Alter allein ist aber&nbsp;<span> </span>kein Gegengrund. Dann erfolgen einige Untersuchungen zur Funktion der Organe und zu Merkmalen im Blut und Abwehrsystem des Spenders, um spätere Abstoßungsreaktionen beim potenziellen Empfänger von vornherein zu vermeiden. Die Entnahme der Organe erfolgt dann im OP-Saal von spezialisierten Teams, die extra anreisen. Nach der Entnahme wird der Körper gut versorgt, sodass einer normalen Aufbahrung und Beerdigung nichts im Wege steht.</p><p><strong>Wo können sich Interessierte&nbsp;</strong><span><strong> </strong></span><strong>beraten lassen?</strong><br>Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur Beratung. Auch beim Hausarzt ist dies möglich. Wer sich online belesen möchte, dem kann man die Infoseite der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ (organspende-info.de) empfehlen, wo man sich auch Infomaterial für jeden Vorwissensstand zuschicken lassen kann. Die „Deutsche Stiftung Organtransplantation“ (dso.de) bietet auch umfängliche Infos und insbesondere für Interessierte mit Vorwissen tiefgehende Details.</p><p><strong>Wie viele Organtransplantationen gibt es jährlich in Deutschland?</strong><br>Im Jahr 2023 gab es in Deutschland 965 Organspender, die insgesamt 2877 Organe gespendet haben. Mehr als die Hälfte davon sind Nieren, dann folgt die Leber und zu gleichen Anteilen Lunge und Herz (jeweils etwa 300). Die Bauchspeicheldrüse und auch selten Darm werden zu geringen Anteilen gespendet.</p><p><strong>Für welche Organe sind die Wartelisten besonders lang?</strong><br>Die Vergabe der Organe erfolgt nach einem komplexen Ablaufschema -<span>&nbsp; </span>je nach Verfügbarkeit von Spenderorganen, Verträglichkeit der Blutgruppenmerkmale und Dringlichkeit kann es nach wenigen Tagen zur Spende kommen oder bis zu zehn Jahre dauern. Insbesondere Nieren werden wesentlich häufiger benötigt, als sie verfügbar sind. Mit einer Dialyse-Therapie kann man aber viele Jahre überleben. Auch die modernen Kunstherzen ermöglichen eine etwas längere Überbrückungszeit. Den akuten Ausfall der Leber- oder Lungenfunktion kann man nur kurzfristig überbrücken, sodass solche Patienten als sehr dringlich“ („high urgency“) gelistet werden und nach Möglichkeit zeitnah ein Organ erhalten. Aus der Gruppe der Wartenden auf eine Leber oder ein Herz versterben jährlich jedoch 15 bis 20 Prozent.</p><p><strong>Wie viele Organspenden gab es in den Sana Kliniken Niederlausitz in den vergangenen beiden Jahren?</strong><br>In den Jahren 2022 und 2023 gab es jeweils eine Organspende an den Sana Kliniken Niederlausitz. Potenzielle Spender hatten wir deutlich mehr. Bei mehr als fünf Patienten in jedem Jahr konnten wir den „irreversiblen Hirnfunktionsausfall“ diagnostizieren. Eine Spende erfolgte anschließend meistens nicht, weil der Wille des Verstorbenen nicht bekannt war.</p><p><strong>Was raten Sie Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen?&nbsp;</strong><br>Jeder Mensch sollte zu Lebzeiten für sich eine Entscheidung treffen, ob er oder sie Organe nach dem Tod spenden möchte oder nicht und diesen Wunsch auch dokumentieren. Am besten schriftlich (Organspendeausweis, Patientenverfügung, …) oder im Organspenderegister. In jedem Fall sollte man mit seinen nächsten Angehörigen darüber reden. Diese müssen nämlich im Zweifel eine Entscheidung mittragen, was eine enorme Belastung darstellen kann.</p><p><strong>Warum ist eine bewusste Entscheidung aus Ihrer Sicht so wichtig?</strong><br>Eine Entscheidung zu Lebzeiten entlastet die Hinterbliebenen vom Druck, entscheiden zu müssen. Eine bewusste und fundierte Entscheidung gegen eine Spende ist besser als keine Entscheidung getroffen zu haben. Wir reduzieren die Anzahl derjenigen, die spenden würden, aber ihren Willen nicht dokumentiert oder an die Angehörigen weitergegeben haben. Und eines sollte jedem bewusst sein: Organspendebereitschaft ist eine Entscheidung für das Leben.</p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/eb0e83b0-2ac6-41f4-9f5e-1bd4c0af89d3/1920_thomasschneider.jpg?10000"><p><i><span>Oberarzt Thomas Schneider vom Zentrum für interdisziplinäre Intensivmedizin und Anästhesie der Sana Kliniken Niederlausitz ist Transplantationsbeauftragter des Gesundheitsversorgers.</span></i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/eb0e83b0-2ac6-41f4-9f5e-1bd4c0af89d3/thomasschneider/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p style="margin-left:0px;text-align:start;"><span><strong>Über die Sana Kliniken Niederlausitz</strong></span></p><p style="margin-left:0px;text-align:start;">Unter dem Dach der Sana Kliniken Niederlausitz vereinen sich 14 Kliniken und 3 Institute an den Krankenhausstandorten Lauchhammer und Senftenberg. Mit 542 stationären Betten und 74 tagesklinischen Behandlungsplätzen sind die Sana Kliniken Niederlausitz das größte Krankenhaus der Regelversorgung in Südbrandenburg und bieten ein breites Leistungsspektrum. 1.200 Mitarbeitende sichern auf höchstem medizinischem und pflegerischem Niveau die kompetente Versorgung von jährlich mehr als 22.000 stationären und 32.000 ambulanten Patienten. Mit hoher Fachkompetenz, aktuellem Wissen, ausgesprochener Patientenorientierung und modernster Medizintechnik sind unsere Kolleginnen und Kollegen rund um die Uhr für Patienten im Einsatz, die unsere Hilfe benötigen. Die Sana Kliniken Niederlausitz sind akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) und leisten gemeinsam mit der Sana Campusschule Niederlausitz einen wichtigen Anteil an der langfristigen und hochwertigen Ausbildung junger Ärzte und Pflegekräfte.</p><p><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong><br><br>Die Sana Kliniken AG ist führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Neben B2B-Services in Einkauf und Logistik bietet Sana Beratung, Implementierung und Instandhaltung in den Bereichen Medizintechnik und Medizinprodukte sowie Managementleistungen für externe Kliniken an. 2022 erwirtschafteten die rund 34.500 Beschäftigten einen Umsatz von drei Milliarden Euro. Zur Sana Kliniken AG zählen mehr als 120 Gesundheitseinrichtungen, darunter Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 44 Krankenhäuser, in denen jährlich rund zwei Millionen Patientinnen und Patienten behandelt werden, sowie mehr als 50 Sanitätshäuser. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 private Krankenversicherungen. Sitz der Unternehmenszentrale ist Ismaning bei München.</p>]]></description><category><![CDATA[PM,Niederlausitz,intensivmedizin,Operation,Transplantation,Organspende]]></category>
            <pubDate>Thu, 30 May 2024 17:57:04 +0200</pubDate>
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