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                    <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 15:13:26 +0200</pubDate>
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                        <title>Wechseljahre: Mit Stärke und Gelassenheit durch die Veränderungen</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/wechseljahre-mit-staerke-und-gelassenheit-durch-die-veraenderungen/</guid><pp:caseid>674980</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Die Wechseljahre, medizinisch als Klimakterium bezeichnet, sind eine natürliche Phase im Leben jeder Frau. Sie markieren das Ende der fruchtbaren Lebensjahre und gehen mit hormonellen Veränderungen einher, die Körper und Psyche beeinflussen. Für viele Frauen kann diese Zeit körperlich und emotional herausfordernd sein. Doch mit dem richtigen Wissen und einem bewussten Umgang lassen sich die Wechseljahre auch als Chance für eine Neuorientierung und mehr Gelassenheit betrachten.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/18983e8c-4310-4a37-9bae-e499516dd493/1920_eva-mariarobel.jpg?58118"><p><span>Die Wechseljahre beginnen meist im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. In dieser Zeit stellt der Körper die Produktion von Östrogen und Progesteron, den weiblichen Geschlechtshormonen, schrittweise ein. Diese hormonellen Veränderungen führen dazu, dass der Eisprung unregelmäßiger stattfindet und schließlich ganz aufhört. Die gesamte Zeit der hormonellen Umstellung vor und nach der letzten Regelblutung nennen Mediziner Perimenopause oder auch Klimakterium. Sobald eine Frau zwölf Monate lang keine Menstruation mehr hatte, spricht man von der Menopause. „Allerdings ist das Wort Pause etwas irreführend“, erklärt Dr. Eva-Maria Robel, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in der Frauenarztpraxis im MVZ Polikum in Markleeberg. „Denn danach kann eine Frau nicht mehr schwanger werden.“</span></p><p><span>Viele Frauen seien dann zwar froh, Verhütungssorgen und Menstruationsbeschwerden nun vergessen zu können. Dennoch kann der Gedanke, nicht mehr fruchtbar zu sein, auch einen Einschnitt bedeuten, mit dem Frauen lernen müssen umzugehen. Zudem fallen in dieser Lebensphase die Wechseljahre oft mit anderen einschneidenden Veränderungen im Leben zusammen. Ein bekanntes Phänomen ist das Empty-Nest-Syndrom, das mit Einsamkeit und Trauer einhergehen kann, wenn die Kinder das Elternaus verlassen. Eva-Maria Robel: „Nicht wenige verbinden die Wechseljahre vor allem mit dem Älterwerden, und auch damit gehen Frauen ja sehr individuell um. Wir beobachten aber, dass es generell für viele Frauen normaler wird, darüber zu sprechen und aus den Veränderungen auch Kraft zu schöpfen.“</span></p><h2><span>Typisch Wechseljahre</span></h2><p><span>Der veränderte Hormonhaushalt der Frauen wirkt sich vor allem auf Knochen, Haut und Schleimhäute sowie das Gewebe im Bereich der Geschlechtsorgane (Vulva und Scheide) aus. Zudem führt ein sinkender Östrogenspiegel auch zu Schwankungen in der Wärmeregulation des Körpers. Ob und wie stark Beschwerden auftreten, ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich.</span></p><p><span>Zu den typischen Beschwerden der Wechseljahre gehören:</span></p><ul><li><span>Hitzewallungen und Schweißausbrüche: Ein plötzliches Hitzegefühl, das meist im Gesicht und Oberkörper beginnt und von starkem Schwitzen begleitet wird. Diese Hitzewellen können mehrmals täglich auftreten und sind oft besonders nachts störend.</span></li><li><span>Veränderung der Scheidenschleimhaut: Nach und nach werden die Schleimhäute der Scheide trockener. Das macht den Genitalbereich anfälliger für Infektionen und das Risiko für Blasenentzündungen steigt. Manche Frauen haben dadurch auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch die Augen und die Haut sind häufig trockener.</span></li><li><span>Schlafstörungen: Viele Frauen leiden in den Wechseljahren unter Ein- und Durchschlafproblemen, was wiederum zu Müdigkeit und Reizbarkeit führen kann.</span></li><li><span>Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit sind ebenfalls mögliche Begleiterscheinungen.</span></li><li><span>Gewichtszunahme: Durch die hormonellen Veränderungen verändert sich der Stoffwechsel, was oft zu einer Gewichtszunahme führt, besonders im Bauchbereich.</span></li><li><span>Sexuelle Unlust: Bedingt durch trockene Schleimhäute und die Hormonumstellung kann auch die Libido nachlassen.</span></li></ul><h2><span>Möglichkeiten zur Linderung und Therapie</span></h2><p><span>Die Frauenärztin erklärt: „Frauen, die mit Wechseljahresbeschwerden zu mir kommen, erleben diese sehr unterschiedlich.“ Circa ein Drittel der Frauen leiden unter starken Beeinträchtigungen während ihrer Wechseljahre. Wenn die Symptome zu belastend werden, gibt es Möglichkeiten, Erleichterung zu schaffen und die Lebensqualität zu verbessern.</span></p><h3><span>Hormonersatztherapie</span></h3><p><span>Eine Hormonersatztherapie (engl. Hormone Replacement Therapy, HRT) kann helfen, den durcheinandergeratenen Östrogen- und Progesteronspiegel auszugleichen und so die Symptome zu lindern. Sie wird bei starken Beschwerden und hohem Leidensdruck empfohlen.</span></p><p><span>Auch Frauen, die frühzeitig in die Wechseljahre kommen (vor dem 45. Lebensjahr), profitieren in der Regel von der Behandlung, um das Risiko für Osteoporose und Herzkrankheiten zu senken. Eine HRT ist jedoch nicht ohne Nebenwirkungen. So kann sie bei einigen Frauen das Risiko für Thrombosen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten erhöhen. Frauen, die ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs, Thrombosen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, sollten auf eine HRT verzichten. „Man sollte die Vor- und Nachteile sehr gut gegeneinander abwägen“, so Eva-Maria Robel. „Ich erlebe aber viele Frauen, die sagen, dass sie durch die Hormonersatztherapie sehr an Lebensqualität gewonnen haben.“ &nbsp;Außerdem könne man auch über die Art der Einnahme Risikofaktoren beeinflussen. Appliziere man das Estrogen als Gel oder Spray über die Haut, das heißt transdermal, haben die Frauen zum Beispiel kein erhöhtes Thromboserisiko, so die Frauenärztin.</span></p><h3><span>Natürliche Alternativen und pflanzliche Präparate</span></h3><p><span>Für Frauen, die unter Menopausensymptomen leiden, aber keine Hormone einnehmen möchten, gibt es pflanzliche Präparate wie Traubensilberkerze, Rotklee oder Soja-Isoflavone, die den Hormonhaushalt sanft unterstützen können. „Aber auch bei der Anwendung natürlicher Präparate sollten die Frauen Rücksprache mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt halten“, empfiehlt die Gynäkologin.&nbsp;</span></p><h3><span>Gesunde Ernährung</span></h3><p><span>Eine ausgewogene Ernährung ist in den Wechseljahren besonders wichtig, um den Körper mit allen nötigen Nährstoffen zu versorgen und den Stoffwechsel zu unterstützen. Lebensmittel, die reich an Kalzium und Vitamin D sind, wie Milchprodukte, grünes Gemüse und Fisch, helfen, das Risiko für Osteoporose zu senken. Eine ballaststoffreiche Ernährung und der Verzicht auf zuckerreiche und fettreiche Lebensmittel unterstützen bei der Vorbeugung einer Gewichtszunahme.</span></p><h3><span>Bewegung und Sport</span></h3><p><span>Regelmäßige Bewegung ist nicht nur gut für das Gewicht, sondern auch für die Knochen, das Herz-Kreislauf-System und die Stimmung. Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen können die Hitzewallungen mildern, während Krafttraining hilft, Muskelmasse zu erhalten. Auch Yoga und Pilates fördern das Wohlbefinden, verbessern die Beweglichkeit und reduzieren Stress.</span></p><h3><span>Entspannungstechniken</span></h3><p><span>Stress verschlimmert oft die Symptome der Wechseljahre. Entspannungstechniken wie Meditation, Atemübungen, progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitstraining können helfen, den Geist zu beruhigen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.</span></p><h2><span>Auswirkungen der Wechseljahre auf andere Bereiche</span></h2><p><span>Fällt mit den Wechseljahren das Östrogen ab, sinkt auch der natürlich weibliche Gesundheitsschutz. Das hat Auswirkungen auf verschiedene Bereiche, die nun mit besonderer Sorgfalt beachtet werden sollten.</span></p><h3><span>Gefäßgesundheit</span></h3><p><span>Östrogen schützt das Herz-Kreislauf-System, da es die Gefäße elastisch hält und den Cholesterinspiegel günstig beeinflusst. Mit Absinken des Östrogenspiegels in den Wechseljahren erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herzinfarkt. Daher ist es in dieser Phase besonders wichtig, auf eine herzgesunde Lebensweise zu achten. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, der Verzicht auf Rauchen und Alkohol sowie eine ausgewogene Ernährung, die reich an gesunden Fetten wie Omega-3-Fettsäuren (aus Fisch, Nüssen oder Leinöl) und ballaststoffreichen Lebensmitteln ist, die den Cholesterinspiegel senken können. „Frauen sollten hier durchaus auch regelmäßige Gesundheitschecks im Blick behalten, in denen Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker kontrolliert werden“, sagt die Frauenärztin.</span></p><h3><span>Osteoporose</span></h3><p><span>Das abnehmende Östrogen führt auch zu einem beschleunigten Abbau der Knochendichte, wodurch das Risiko für Osteoporose – also einer erhöhten Brüchigkeit der Knochen – deutlich steigt. Besonders betroffen sind Hüfte, Wirbelsäule und Handgelenke. Um Osteoporose vorzubeugen, ist es wichtig, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen.</span></p><ul><li><span>Kalziumreiche Ernährung: Lebensmittel wie Milchprodukte, grünes Blattgemüse (Brokkoli, Grünkohl), Mandeln und Sesam liefern viel Kalzium, das für die Knochengesundheit unerlässlich ist.</span></li><li><span>Vitamin-D-Aufnahme: Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme im Körper. Neben Sonnenlicht sind auch fetter Fisch, Eigelb und angereicherte Lebensmittel gute Quellen.</span></li><li><span>Krafttraining und Bewegung: Sportarten wie Krafttraining, Wandern oder Tanzen fördern den Knochenaufbau und helfen, die Knochendichte zu erhalten.</span></li></ul><h3><span>Verringerter Kalorienbedarf im Alter</span></h3><p><span>Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper. Die Muskelmasse geht zurück, dafür vergrößern sich die Fettspeicher und der Körper verbraucht weniger Energie. Obwohl ein leichter Anstieg des Körpergewichts im höheren Alter aus gesundheitlicher Sicht durchaus akzeptabel ist, sollte ein allzu starker Gewichtszuwachs vermieden werden. Experten raten Frauen in den Wechseljahren daher, ihre Ernährung anzupassen. Der Kalorienbedarf sinkt durchschnittlich pro Lebensjahrzehnt um etwa 2 bis 5 Prozent. Das bedeutet, dass eine Frau in ihren 50ern etwa 200 bis 400 Kalorien weniger pro Tag benötigt als in ihren 30ern.</span></p><h2><span>Der Lack ist ab? Von wegen!</span></h2><p><span>„Die Wechseljahre bedeuten für die meisten Frauen einen Wendepunkt – keine Frage“, so Eva-Maria Robel.&nbsp;„Sie sind das Ende einer Lebensphase, die oft von Verpflichtungen und Herausforderungen geprägt ist. Gerade deshalb bietet diese Zeit aber auch die Chance, sich neu zu orientieren und Prioritäten zu überdenken.“ Für viele Frauen, die sich bis dahin vorwiegend um Beruf, Kinder und die Partnerschaft gekümmert haben, ist es genau der richtige Moment, über ihren Lebensstil nachzudenken und vielleicht doch eine bewusstere und gesündere Lebensweise anzugehen. Nun ist die Zeit, sich wieder stärker auf sich und seine Bedürfnisse zu konzentrieren. Frei von der Fruchtbarkeit und den hormonellen Zyklen kann diese Zeit als eine Phase der inneren Stärkung und Neuorientierung genutzt werden. Wichtig ist, dass jede Frau ihren eigenen Weg findet und diese Zeit als Chance nutzt, ihren Körper und Geist neu auszubalancieren, um gestärkt in die nächste Lebensphase zu starten.</span></p><p><span>Weitere Informationen finden Sie auch </span><a href="https://www.gesundleben-leipzigerland.de/artikel/wechseljahre-und-menopause/" target="_blank"><span>hier</span></a><span>.&nbsp;</span></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,wechseljahre,Borna,Gynaekologie]]></category>
            <pubDate>Tue, 07 Jan 2025 08:09:32 +0100</pubDate>
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