Medizinische SchwerpunkteEndokrine Chirurgie

Die endokrine Chirurgie umfasst die operative Behandlung der hormonbildenden Drüsen des Körpers. An erster Stelle stehen die Veränderungen der Schilddrüse mit gut- und bösartigen Knoten sowie bestimmte Formen der Überfunktion. Immer häufiger gilt es darüber hinaus, eine Vergrößerung einer oder mehrerer Nebenschilddrüsen durch Operation zu behandeln. Veränderungen der Nebennieren und hormonbildende Tumore der Bauchspeicheldrüse sind im Vergleich weitaus seltener anzutreffen.

Unsere Klinik bietet eine Spezialsprechstunde zu allen Erkrankungen dieser inneren Drüsen an. Ausführlich werden Sie auf der Grundlage vorliegender Befunde und im Bedarfsfall ergänzt durch Zusatzuntersuchungen unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Empfehl-ungen beraten.

Die jeweils erforderliche Operation erfolgt funktionsorientiert und auf den individuellen Fall des Patienten zugeschnitten. Beispielhaft reicht das Spektrum im Fall der Schilddrüsen-veränderungen von der Entfernung eines Einzelknotens über die Entfernung eines Schild-drüsenlappens oder der ganzen Schilddrüse bis hin zur vollständigen Entfernung der Schilddrüse und der zugehörigen Lymphknoten am Hals. Die Operationen an Schild- und Nebenschilddrüse nehmen wir immer über einen sehr kleinen, kosmetisch günstigen, Hautschnitt am unteren Halsbereich vor.

Eine Operation im Bereich der Schilddrüse erfolgt ausschließlich mit einer vergrößernden Lupenbrille, um die empfindlichen Strukturen im Hals sicher erkennen und dadurch schonen zu können. Darüber hinaus werde die Nervenfunktionen während des operativen Eingriffs ständig durch ein so genanntes Neuromonitoring kontrolliert. Durch diese Vorsichtsmaßnahmen liegt das Risiko einer Verletzung des Stimmbandnervs in unserer Klinik unter 0,5 %.

Bei Erkrankungen der Nebennieren und bei hormonbildenden Tumoren der Bauchspeicheldrüse muss zur exakten Planung eines operativen Eingriffs eine spezielle Hormonanalyse und auch eine bildgebende Diagnostik (Computertomographie oder Kernspintomographie) erfolgen. In der Regel können die Eingriffe dann in der schonenden minimal-invasiven Technik vorgenommen werden.

Nach Operationen an den hormonbildenden Drüsen kann eine vorübergehende oder auch dauerhafte Medikamenteneinnahme (z.B. Substitution von Schilddrüsenhormonen) erforderlich sein. Wenn der abschließende feingewebliche Befundbericht des entnommenen Gewebes vorliegt, werden wir bei Ihrer Entlassung aus unserer stationären Behandlung oder in einem ambulanten Kontrolltermin in unserer Leitstelle die genauen Empfehlungen zur weiteren Behandlung und eventuell notwendiger Nachuntersuchungen besprechen.

Ihr Ansprechpartner bei Fragen zur Endokrinen Chirurgie

Oberarzt

Dr. med. Fabian Schön

Dr. med. Fabian Schön

Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Viszeralchirurgie

Tel.: 069 8405-3090
fabian.schoen@sana.de