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Eisen, Vitamin B12, Folsäure und Bewegung an der frischen LuftBlutarmut

Eine Anämie, auch Blutarmut genannt, bezeichnet einen Mangel an roten Blutkörperchen und/oder rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin). Hämoglobin ist in unserem Körper verantwortlich für den Sauerstoff-Transport von der Lunge zu den Organen und somit lebenswichtig. Beschwerden, die bei einer Anämie auftreten können, sind Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen. Was hinter der Blutarmut steckt, wie sie behandelt wird und was vor ihr schützt, erklärt Dr. Roman Fischer, Facharzt für Innere Medizin, Palliativmedizin, Hämatologie und Internistische Onkologie an den Sana Kliniken Leipziger Land in Borna.

Was verursacht die Blutarmut?
Blutarmut kann Folge von Blutungen sein oder als Begleitsymptom von anderen Erkrankungen wie Nierenschwäche, Rheuma-, Krebs- oder Infektionskrankheiten auftreten. Eine sehr häufige Ursache ist ein Eisenmangel. Schätzungen zufolge ist fast jeder zehnte Mensch auf der Welt davon betroffen.

Warum ist es so wichtig, die Beschwerden ärztlich untersuchen und behandeln zu lassen?
Bei Blutarmut besteht für den Betroffenen die Gefahr, dass die Organe nur ungenügend mit Sauerstoff versorgt werden und somit gesundheitliche Probleme auftreten können. Dazu zählen unter anderem Leistungsverlust, Kollapsneigung, beschleunigter Herzschlag und Atemnot, in deren Folge es zu Gehirnschlag oder Herzinfarkt kommen kann. Zunächst ist es wichtig, die Ursachen der Blutarmut abzuklären. Dazu werden verschiedene Labortest durchgeführt, nach Blutungsquellen und nach noch nicht erkannten Krankheiten gesucht. Beim Eintreten von Symptomen sollte man dringlich die Diagnostik durchführen und wenn möglich die Ursache beseitigen. In unserem Bereich Hämatologie und Internistische Onkologie arbeiten Hämatologen, Onkologen und speziell geschultes Personal zusammen. Gemeinsam mit den anderen Abteilungen bieten wir an den Sana Kliniken Leipziger Land in Borna fast das komplette Spektrum der Diagnostik und Therapie an. Wir beraten auch zur Vorbeugung von Blutarmut.

Apropos Vorbeugen: Was schützt vor Blutarmut?
Es ist wichtig, Eisen und die Vitamine B12 sowie Folsäure mit der Nahrung in ausreichendem Maße zu sich zu nehmen. Diese Stoffe werden für die Bildung des neuen Blutes benötigt. Der tägliche Bedarf wird mit 10 mg Eisen pro Tag für Männer und 15 mg für Frauen angegeben. Eisen ist vor allem in Linsen, Spinat, Fleisch, Thunfisch aber auch Schwarzwurzeln und Haselnüssen enthalten. Auch ausreichende Bewegung an der frischen Luft kann dazu beitragen, die Produktion der roten Blutkörperchen zu beschleunigen.

Kontakt

Dr. med. Roman Fischer

Dr. Roman Fischer

Facharzt für Innere Medizin, Palliativmedizin, Hämatologie und Internistische Onkologie, Sana Kliniken Leipziger Land

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