3. Sana Pflegemanagementkongress in Berlin

„Pflegen kann man nicht alleine“

Teamarbeit stand im Fokus des 3. Sana Pflegemanagementkongresses, der am Dienstag und Mittwoch (8./9. Mai 2018) in Berlin stattfand. Unter dem Motto „Pflegen kann man nicht alleine“ diskutierten rund 500 Pflegekräfte aus den 53 Krankenhäusern der Sana Kliniken AG über die Chancen und Möglichkeiten, die der Pflegeberuf bietet. Neben Vorträgen standen vor allem Workshops und Weiterbildungsangebote im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung.

Teamarbeit stand im Fokus des 3. Sana Pflegemanagementkongresses in Berlin.

Sana beschäftigt in seinen Krankenhäusern insgesamt 10.041 Pflegekräfte. Hinzu kommen 4.285 Mitarbeiter im medizinisch-technischen Dienst und 3.706 Mitarbeiter im Funktionsdienst. Dr. Jens Schick, Mitglied des Vorstandes der Sana Kliniken AG, machte mit Blick auf die zahlenmäßig größte Berufsgruppe im Sana Konzern deutlich: „Pflegekräfte im Krankenhaus müssen heute nicht nur über einen reichhaltigen Erfahrungsschatz verfügen und Fachexpertise mitbringen, sie sollten auch technischen Innovationen aufgeschlossen gegenüber stehen und sich auf dem Gebiet der Verwaltung auskennen. Diese Vielfalt an Skills bietet viele Chancen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege – und in der Teamarbeit liegt der Schlüssel für die individuelle Entwicklung der Pflegekraft einerseits und der bestmöglichen Versorgung der Patienten andererseits.“

Herausforderungen durch gute Teamarbeit bewältigen

Auf die vielfältigen Herausforderungen in der Pflege verwies Martina Henke, die Leiterin der Unternehmensstrategie Pflege der Sana Kliniken AG. Neben dem allgegenwärtigen Thema Personalknappheit seien es vor allem der demographische Wandel und die immer stärker werdende Spezialisierung, die die Pflege bewältigen müsste. „Das steigende Lebensalter in der Gesellschaft bringt für die medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten ganz neue Handlungsschwerpunkte mit sich“, sagt Henke. „Die Zahl der Demenzerkrankten steigt, zudem nehmen multimorbide Krankheitsbilder und chronische Erkrankungen zu. Das hat Auswirkungen auf die Pflege im Krankenhaus, mit denen wir umgehen müssen.“ Mit diesen vielfältigen Arbeitsveränderungen und -verdichtungen gingen zudem auch zunehmend mehr administrativen Tätigkeiten einher, sodass die Belastung der Pflege insgesamt deutlich steige. „Mit einer guten und effektiven Teamarbeit, lassen sich diese Herausforderungen bewältigen. Dabei darf ein Team nicht nur als eine Gruppe von Pflegekräften auf einer Station verstanden werden, sondern sollte idealerweise aus verschiedenen Fachdisziplinen bestehen“, betont Henke.

Vor diesem Hintergrund hat Sana zahlreiche neue Projekte angestoßen. So wurden etwa Demenzlotsen ausgebildet, die Angehörigen und Mitarbeitern gleichermaßen in den Häusern als Ansprechpartner für Fragen rund um die dementiellen Erkrankungen von Patienten beziehungsweise Angehörigen zu Verfügung stehen. Durch die Etablierung eines „Stationscockpits“ ist die Vermittlung von wirtschaftlichen Zielen als auch die Interpretation von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen bereits im Arbeitsumfeld der Pflege implementiert. Und mit der „interprofessionellen Visite“ wird nun ein weiterer wichtiger Baustein zur intensiveren Team-arbeit zwischen Medizin und Pflege implementiert.