Gesunder Schlaf

Es ist Zeit für ...Gesunden Schlaf

Grund für schlechten Schlaf sind oft nächtliche Atempausen, die den Schlafrhythmus unterbrechen. Zuweilen ist es auch der Lebensgefährte oder die Lebensgefährtin, die von nächtlichen Atempausen berichten und zur Abklärung drängen.

Wenn Sie schnarchen, übergewichtig sind und über eine auffällige Tagesmüdigkeit klagen, sollten Sie im Rahmen Ihrer Vorsorge unser Screening auf nächtliche Atempausen durchführen lassen.

Wie entstehen die nächtlichen Atempausen?

Ursache der Atempausen beim OSAS (Obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom) ist ein wiederkehrender Kollaps der oberen Atemwege im Rachen- und Kehlkopfbereich. Zu diesem Kollaps kommt es im Liegen durch eine Erschlaffung dieser Strukturen. Die Einatmung gelingt dann nicht mehr. In der Folge steigt das Kohlendioxid im Blut und die Sauerstoffsättigung im Blut fällt ab.

Das Gehirn gibt schließlich den Notfallimpuls, aufzuwachen. Diese Meldung im Körper ist mit erheblichem Stress verbunden und es kommt zu Blutdruckkrisen, Pulsanstieg und einem Anstieg der Stresshormone. Erholsamer Schlaf gelingt nicht mehr bei einer Häufung solcher "Beinahe-Tod-Ereignisse", die bei manchen Patienten mehrmals in der Stunde auftreten. Bluthochdruck ist die häufigste Folgeerkrankung, die unbehandelt das Herzinfarktrisiko wiederum deutlich erhöht.

Wie läuft das Screening auf ein obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom ab?

Eine erste Einschätzung für das Vorliegen eines obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms kann man ohne großen Aufwand im Rahmen eines ambulanten Screenings erhalten. Hierfür werden über eine Nacht mit einem  Brustgurt die Atembewegungen registriert. Zusätzlich wird über einen Sensor an der Hand kontinuierlich die Sauerstoffsättigung gemessen. Wenn Sie uns vorab rechtzeitig informieren, können wir dieses Screening gerne in den Check-up integrieren. Manchmal ist es auch sinnvoll, mehrere Nächte aufzuzeichnen – darüber sprechen wir gerne mit Ihnen.

Ist ein Aufenthalt im Schlaflabor für die Diagnose notwendig?

Zeigen sich beim ambulanten Screening auffällige Befunde, kommt als Folgeuntersuchung eine Nacht im Schlaflabor in Frage (sog. Polysomnographie). Hier werden dann neben der kontinuierlichen Bestimmung der Sauerstoffsättigung auch Blutdruck und Herzfrequenz aufgezeichnet. Über die Hirnströme und Körperbewegungen wird zusätzlich die Schlafarchitektur dargestellt.

Wie sieht die Therapie eines Schlaf-Apnoe-Syndroms aus?

Bei bestätigtem Schlaf-Apnoe-Syndrom besteht die Therapie zunächst einmal in nächtlicher Beatmung mit kontinuierlichem positivem Druck. Dadurch wird ein Kollaps der Atemwege verhindert. Diese Aussicht verschreckt viele Patienten derart, dass sie das Screening bereits verweigern. Es muss deshalb erwähnt werden, dass eine erholsame Nachtruhe und das sofortige Verschwinden der lähmenden Tagesmüdigkeit unter der nächtlichen Atemhilfe so viel mehr an Lebensqualität liefern, dass diese Maßnahme am Ende absolut dankend angenommen wird.

Auch bei der ursächlichen Behandlung der nächtlichen Schlaf-Apnoe unterstützen wir Sie gerne! Die entscheidenden Themen sind dabei Gewichtsreduzierung und Verbesserung der Atemmechanik durch Sport und Ernährungsumstellung. Je erfolgreicher Sie hier sind, desto größer die Chance, vielleicht auch mal wieder ohne Atemhilfe erholsamen Nachtschlaf zu genießen.

Was Sie selbst tun können, um Ihren Schlaf zu verbessern, haben wir für Sie zusammengefasst:

9 Tipps für besseren Schlaf