Gynäkologische Vorsorge

Zeit für ...Frauengesundheit

Diese gynäkologische Vorsorgeuntersuchung ist allen Frauen gut bekannt und wird in der Regel durch eine „Fachärztin des Vertrauens“ durchgeführt. Eine gynäkologische Vorsorgeuntersuchung besteht aus einer Gesprächs- und einer Untersuchungskomponente. Je nach Alter können Themen wie Verhütung, Kinderwunsch, Wechseljahre oder Krebsvorsorge im Vordergrund stehen.

Neben der körperlichen Untersuchung von Unterleibsorganen und Brust wird ein PAP-Abstrich zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung vorgenommen. Eine vaginale Ultraschalluntersuchung ermöglicht die Beurteilung von Gebärmutter und Eierstöcken.

Sofern gewünscht, kann auch eine molekulare Diagnostik des Gebärmutterhalses auf HPV-Viren (Humane Papillomaviren) erfolgen. Dies erfolgt vor allem dann, wenn sich ein auffälliger PAP-Befund ergibt. Aber auch als Krebsvorsorgediagnostik ist diese Untersuchung hilfreich – ein negativer HPV-Status reduziert das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken erheblich! Deshalb wird seit einigen Jahren empfohlen, Jugendliche (Mädchen und Jungen!)  spätestens bis zum 18. Lebensjahr bzw. vor dem ersten sexuellen Kontakt  gegen die gefährlichsten dieser Viren zu impfen. Aktuell erfolgt dies mit einem Impfstoff, der 9 Virustypen enthält und 2-3 mal geimpft wird – auch darüber sprechen wir gerne mit Ihnen.

Was Sie wissen solltenBrustkrebs-Vorsorge

Da Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen darstellt, gibt es eine eindeutige Vorsorge-Strategie für Frauen, die nicht erblich diesbezüglich vorbelastet sind.

  1. Selbstuntersuchung der Brust einmal monatlich nach einem festen Schema kurz nach der Regelblutung – bedenken Sie, dass 80 Prozent der Brustkrebsfälle durch diese Untersuchung festgestellt werden – die Routine lohnt sich also besonders und schafft Sicherheit!
  2. Untersuchung der Brust durch die Gynäkologin im Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchung.
  3. Ultraschall der Brust und Mammographie (Röntgen der Brust) alle 2 Jahre vom 50.-69. Lebensjahr.

Frauen mit einem erhöhten erblichen Brustkrebsrisiko haben eine andere, früher beginnende, intensive Vorsorgestrategie und sollten dies zur besseren Verlaufsbeurteilung auch in den Händen der bereits bekannten Ärzte lassen.

Die beste Vorsorge für jeden Tag besteht allerdings für Frauen darin, sich regelmäßig zu bewegen und über eine gesunde Ernährung Übergewicht zu vermeiden. Auch ein vorsichtiger Umgang mit Alkohol und der Verzicht auf Zigaretten sind wesentliche Maßnahmen, um Krebs erst gar nicht entstehen zu lassen. Schaffen Sie selbst damit Sicherheit!

Mehr Informationen zum Krankheitsbild Brustkrebs sowie der Therapie lesen Sie hier in unserer Medizinwelt Gynäkologie!