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06.02.2019, Bad Wildbad

Erste Ergebnisse zur Wirksamkeit der Musiktherapie bei MS vielversprechend

Big Bo(o)m macht MS-Patienten Mut

Übergabe der „Big Bom“ im Beisein von Gesellschaftern und Freundeskreis des Quellenhofs: von limks nach rechts Barbara Weinzierl (Musiktherapeutin), Dr. Michael Scholz (Vorstand der AMSEL Stiftung Ursula Späth), Prof. Peter Flachenecker (Chefarzt), Zeno Danner (1. Landesbeamter des Landkreises Calw, Prof. Jost Goller, Thomas Ewald (Geschäftsführer), Klaus Gusowski (Freundeskreis Quellenhof), Rita Raidt (Freundeskreis Quellenhof); vorne: Marianne Goller, Susanne Leinberger (Freundeskreis Quellenhof)

Das Neurologische Rehabilitationszentrum Quellenhof hat eine Schlitztrommel „Big Bom“ vom Freundeskreis Quellenhof erhalten. Erste Ergebnisse zur Wirksamkeit der Musiktherapie bei der Multiplen Sklerose (MS) - mit diesem neuen Instrument - sind vielversprechend.

Mit großem „Tam-Tam“ hat der Freundeskreis Quellenhof e.V. die neue Schlitztrommel „Big Bom“ am Dienstag Morgen übergeben. Rita Raidt, Vorsitzende des Freundeskreises überreichte stellvertretend das Instrument an die Musiktherapieabteilung des Quellenhofs. Prof. Peter Flachenecker leitete durch das Programm, welches durch zwei Klavierstücke seiner Tochter Leila Flachenecker musikalisch untermalt wurde.

Susanne Leinberger, die erst kürzlich mit der AMSEL-Ehrennadel ausgezeichnet und seit 2016 als beratendendes Mitglied in den Vorstand des Freundeskreis gewählte wurde, drückte ihren Dank aus. Die 44-Jährige aus Bad Boll bedankte sich bei Prof. Jost Goller und seiner Ehefrau: Aus Liebe zur Musik und ihren Kampf gegen MS verzichteten der Kuratoriumsvorsitzende der Sobek-Stiftung und seine Frau Marianne auf Geschenke zu ihrer Goldenen Hochzeit und riefen zu Spenden für die Musiktherapie auf. Dabei kamen 2.600 € zusammen, die der Musiktherapie des Neurologischen Rehazentrums zu Gute kam. Mit diesem Geld wurde unter anderem das neuen Instrument angeschaftt, das Musiktherapeutin Barbara Weinzierl und Psyhotherapeutin Ann-Christin Weiland vorstellten.

„Das Schlaginstrument „Big Bom“ macht - wie der Name schon impliziert – ein großes Gebrumm. Auf diesem Schlagwerk können nicht nur sitzend, sondern auch liegend Töne bzw. Vibrationen gespielt und wahrgenommen werden. Das Sub-Bass-Intrument kann mit insgesamt 8 tiefen und dumpfen Tönen zum Klingen gebracht werden und wurde speziell für die Musiktherapie zur fühlbaren Schwingungsübertragung entwickelt. Das wummernde Musikintrument wird gezielt im Rhamen der therapeutischen Beziehung zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit im Quellenhof eingesetzt.“

Erste wissenschaftliche Therapiebeobachtungen mit der Big Bom im Quellenhof sind vielversprechend: So gibt es erste Hinweise darauf, dass konkrete Verbesserungen im Bereich der Stand- und Gangsicherheit, der körperlichen Aufrichtung, Rumpf- und Beinstabiltiät und einer erhöhten Spannung führen. Die musikalische Intervention mit der Big Bom könnte eine Ergänzung bei der Behandlung von MS-Patienten darstellen, legt eine kleine Beobachtung von 9 MS-Patienten im Quellenhof nahe. Eine kontrollierte, randomisierte Studie mit etwa 60 Patienten, welche im September 2019 startet, soll den wissenschaftlichen Beweis zur Wirksamkeit der Musiktherapie mit der Big Bom bringen.

Kontakt

Moritz Tzschenscher
Referent der Unternehmnskommunikation, Pressesprecher

Sana-Kliniken Bad Wildbad
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