23.06.2015, Elmshorn

Die Regio Kliniken unterstützen die bundesweite Kampagne der Gewerkschaft ver.di gegen Personalnotstand

Kampagne gegen Personalnotstand

Die Regio Kliniken unterstützen die bundesweite Kampagne der Gewerkschaft ver.di gegen Personalnotstand. Mitarbeiter, Betriebsrat und Geschäftsführung des Unternehmens werden sich dazu am morgigen Mittwoch, 24. Juni, an der bundesweiten Protestaktion „Jetzt schlägt es 13 – 162.000 für 162.000“ beteiligen.    

Anlass für den Schulterschluss zwischen Arbeitnehmervertretern und Geschäftsführung ist die jüngste Gesetzesnovelle der Bundesregierung zur Reform der Krankenhausversorgung. Sowohl Gewerkschaften als auch Kliniken befürchten durch die Neuregelung eine Verschärfung der Finanzierungssituation und damit Personalabbau an den bundesweit rund 2000 Krankenhäusern.

„Wir brauchen aber mehr, nicht weniger Personal“, sagt die Betriebsratsvorsitzende, Herta Laages. Nach Berechnungen der Gewerkschaft ver.di fehlen bundesweit rund 162.000 Mitarbeiter in den Krankenhäusern, davon alleine 70.000 in der Pflege. „Wir spüren in allen Krankenhäusern den Druck. Schon jetzt gehen die Kolleginnen und Kollegen auf den Stationen für die Patienten an ihre Belastungsgrenze“, sagt Laages und fordert die Einführung einer gesetzlich-finanzierten Personalquote.

„Unsere hochqualifizierten Pflegekräfte leisten mit hohem Engagement eine sehr gute Arbeit“, lobt die Vorsitzende der Regio Kliniken Geschäftsführung, Angela Bartels. „Es kann daher nicht sein, wenn die hohe Patientenorientierung unserer Mitarbeiter durch eine Kürzung der Finanzierung von Pflegestellen bestraft wird. Statt Streichungen brauchen wir verbindliche Regelungen zur Finanzierung unseres Personalbedarfs. Das geplante Gesetz verschärft dagegen in inakzeptabler Weise die seit Jahren bestehende Unterfinanzierung der tariflichen Personalkosten.“

Nach Angaben der Geschäftsführerin würden den Regio Kliniken alleine durch die im Gesetz vorgesehene Streichung des Versorgungszuschlages rund 850.000 Euro im Jahr fehlen. „Damit sichern wir zurzeit rund 15 Pflegestellen finanziell ab“, so Bartels und schätzt, dass durch den Wegfall des Versorgungszuschlages von insgesamt 500 Millionen Euro bundesweit bis zu 10.000 Stellen nicht mehr finanziert werden können.

„Die in dem Gesetz formulierte Qualitätsoffensive begrüßen wir, aber Qualität erfordert auch das entsprechende Personal und die entsprechende Finanzierung““, erklären Laages und Bartels unisono.

Um wesentlichen Änderungen zu erreichen, beteiligen sich Betriebsrat und Geschäftsführung am morgigen Mittwoch, 24. Juni, an der bundesweiten Protestaktion „Jetzt schlägt es 13 – 162.000 für 162.000“ der Gewerkschaft ver.di. Dazu sollen am Mittwoch um 13 Uhr Klinik-Beschäftigte vor die Krankenhäuser ziehen und mit Nummern auf die Zahl der laut Gewerkschaft in ihrem Haus fehlenden Pflegekräfte hinzuweisen. Ver.di hofft 162.000 Mitarbeiter mobilisieren zu können, also die Zahl Mitarbeiter, die nach Berechnungen der Gewerkschaft an deutschen Kliniken fehlt und damit Druck auf die Gesundheitsminister von Bund und Ländern auszuüben. Die Treffen sich am kommenden Mittwoch in Bad Dürkheim, um über die geplante Klinikreform zu beraten.

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Sebastian Kimstädt
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