Radevormwald

Trotz Pandemie-Situation konnte das Gelenkersatz-Zentrum im Sana Krankenhaus Radevormwald erneut erfolgreich überprüft werden. Endoprothetikzentrum bestätigt seine Qualität

Chefarzt Dr. Martin Ulatowski und der Leitende Oberarzt Dr. Ralf Pinkernell freuen sich über die erneute Qualitätsbestätigung für das Endoprothetikzentrum. (Foto: Stefan Mülders)

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Qualität trotz der in diesem Winter nicht einfachen Rahmenbedingungen erneut durch die externe Prüfung bestätigt wurde“, sagt Dr. Martin Ulatowski, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie im Sana Krankenhaus Radevormwald. Das Einsetzen von künstlichen Hüft-, Knie- und Schultergelenken war zwar im vergangenen Jahr zeitweise durch die massiven pandemiebedingten Auflagen eingeschränkt, die Qualität hatte darunter aber nicht gelitten. Dementsprechend erfolgreich verlief auch das jährliche externe Audit zur Überprüfung der Zertifizierungskriterien für das Endoprothetikzentrum. „Die eigentliche Zertifizierung findet im Drei-Jahres-Rhythmus statt, einer Überprüfung der Leistungen müssen sich die Zentren aber jedes Jahr unterziehen“, erklärt Dr. Ulatowski. Anfang 2021 unter besonderen Vorzeichen: Die Unterlagen wurden keinem Prüfenden vor Ort vorgelegt, sondern digital übermittelt und gegebenenfalls fernmündlich erläutert.

„Dass die Überprüfungen trotz Pandemie-Situation stattfinden und die Zentren sich in ihrer beständigen Qualität beweisen müssen, zeigt, dass die Kontrollsysteme im Gesundheitswesen uneingeschränkt funktionieren“, sagt Ines P. Grunewald, seit Februar neue Geschäftsführerin im Sana Krankenhaus. „Das ist gut für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten und ebenso gut für unser Haus, das damit seine Leistungsfähigkeit unabhängig geprüft unter Beweis stellt.“ Neben der Qualität von Operateuren und verwendeten Materialien gehören interdisziplinäre Kooperationen innerhalb des Sana Krankenhauses und mit externen Partnern wie Radiologen, Sanitätshäusern, Therapiezentren, Laboren und Pathologen zu wichtigen Kriterien für eine Zertifizierung. „Unsere Implantate werden aus Titan, Keramik und Polyethylen hergestellt und gehören zu den sichersten, die derzeit auf dem Markt sind“, erklärt Dr. Ulatowski. Die hochwertigen Implantate und eine digital unterstützte Diagnostik sorgen dafür, dass bei fast allen Operierten schon wenige Wochen nach dem Eingriff eine deutliche Besserung eintritt. Bei der Diagnostik im Vorfeld der Operation setzen die Ärzte im Sana Krankenhaus Radevormwald ein optokinetisches Gerät ein. „Mit Hilfe von Antennen messen wir computergestützt die genaue Stellung des Beines aus und können die Prothesen so deutlich präziser implantieren“, erklärt Dr. Ralf Pinkernell, Leitender Oberarzt und neben Dr. Ulatowski zweiter Hauptoperateur des Endoprothetikzentrums. „Jedes Bein ist anders und muss individuell korrigiert werden.“ Damit werden negativen Auswirkungen auf die gesamte Körperhaltung und damit neue Schmerzbereiche verhindert. Schon kurz nach dem operativen Eingriff wird noch innerhalb des Krankenhauses mit ersten Rehabilitationsmaßnahmen begonnen werden.

Im kommenden Jahr steht die reguläre dreijährige Re-Zertifizierung des Endoprothetikzentrums an. Auch dafür werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachabteilung wieder ihr Bestes geben, denn die Grundlage dafür ist die hervorragende Behandlung der Patienten und Patienten. Ein Gelenkersatz kann heute auch im hohen Alter noch erfolgen. „Viele Menschen sind auch mit 80 noch aktiv und mobil und lassen sich ein neues Knie oder eine neue Hüfte einsetzen, um weiter leichten sportlichen Aktivitäten nachgehen zu können und nicht ‚einzurosten‘“, sagt Dr. Martin Ulatowski. „So genießen sie dann noch das Mitlaufen in einer Wandergruppe oder ausgedehnte Fahrradtouren.“ Auch Schwimmen, Golfen, Kegeln oder Tauchen sind beliebte Sportarten, die von Menschen mit Gelenkprothesen gerne noch ausgeübt werden. Auf Extremsport und Kontaktsportarten wie Fußball, Handball oder Kampfsport sollte mit künstlichen Gelenken vorsichtshalber verzichtet werden, eine Ausübung ist unter bestimmten Voraussetzungen auch möglich. „Insbesondere Stoßbelastungen sollten vermieden und auf stoßdämpfendes Schuhmaterial geachtet werden“, erklärt Dr. Ulatowski.

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