Elmshorn

Ab sofort bieten die psychiatrischen Abteilungen der Regio Kliniken gemeinsam mit weiteren Trägern eine telefonische Notfallversorgung Psychosoziale Notfallhotline geht an den Start

Die aktuelle Situation mit Kontaktsperren, Schließung der Kindertagesstätten und Schulen, Sorgen um den Arbeitsplatz, um die Gesundheit oder die Gesundheit Angehöriger und um die Zukunft ist für viele Menschen eine besondere Herausforderung. Die Regio Kliniken bieten ab sofort gemeinsam mit Kooperationspartnern ein telefonisches Unterstützungsangebot.

Binnen kürzester Zeit hat Ralph Kortewille (Foto), Leitung der Traumaambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am Regio Klinikum Elmshorn, gemeinsam mit dem Wendepunkt e.V. ein telefonisches Beratungsangebot ins Leben gerufen, das nun an den Start geht. Es richtet sich an Menschen, die Unterstützung bei großen Sorgen und Nöten suchen, die mit der aktuellen Pandemie in Zusammenhang stehen.

Die Beraterinnen und Berater unterstützen etwa bei Trauerprozessen, Krisen mit dem Partner, den Kindern oder dem weiteren sozialen Umfeld und bei Problemen, die durch Isolation, Quarantäne oder besondere berufliche Belastungen entstehen. Nicht beantwortet werden können Fragen zu Abstrichen zur Corona-Diagnostik, medizinische Fragen sowie organisatorische Fragen, die beispielsweise durch das Bürgertelefon des Kreises beantwortet werden können. „Unser Angebot richtet sich sowohl an psychisch Gesunde als auch an Menschen mit psychischen Vorerkrankungen in akuten psychischen Krisen. Einen besonderen Fokus legen wir auf Mitarbeiter sowie Angehörige von Patienten der Regio Kliniken, generell Fachkräfte im Gesundheitswesen, in sozialen Berufen und Ämtern. Eine Ausweitung des Angebots planen wir gerade auch für Personen ohne Deutschkenntnisse“, so Kortewille. „Sofort mit an Bord waren Kolleginnen und Kollegen der Regio-Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, die Notfallseelsorge des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Hamburg- West/Südholstein, das Rote Kreuz und der Kreis Pinneberg. Die Geschäftsführung hat von Beginn an auch die psychischen Auswirkungen der Krise auf die Menschen im Kreis im Blick gehabt und das Projekt vorbehaltlos, unter anderem mit der erforderlichen Infrastruktur, unterstützt. Dafür herzlichen Dank. Der Dank geht auch besonders an die technischen Abteilungen, die die Umsetzung vorangebracht haben.“

Alle Beraterinnen und Berater werden online geschult. Sämtliche Planungskonferenzen und Schulungen finden virtuell und kontaktlos statt. Auch die Schulungsmaterialien stehen den Mitwirkenden online zur Verfügung.
Die Psychosoziale Notfallhotline ist ein ergänzendes Angebot zu den bestehenden regionalen und bundesweiten seelsorgerischen und psychologischen Hotlines wie der „Nummer gegen Kummer“, dem „Elterntelefon“ und den bereits bestehenden Angeboten der Regio Kliniken der Erwachsenenpsychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Beratungsstellen und Ämter.

Werktäglich von 9:00 bis 12:00 Uhr nehmen die erfahrenen Psychologen und Psychotherapeuten die Anrufe an und leiten die Gespräche nach einer professionellen Beurteilung an die passenden Beraterinnen und Berater weiter. Kortewille: „Ich bin wirklich begeistert, wie schnell es uns mit unserem Kooperationspartner Wendepunkt e.V. und den anderen Beteiligten gelungen ist, dieses Projekt aufzubauen. Gemeinsam mit den zahlreichen Beraterinnen und Beratern freue ich mich, gemeinsam den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis Pinneberg mit Rat und Trost zur Seite zu stehen.“

Psychosoziale Notfallhotline für den Kreis Pinneberg

Telefonnummer: 04121- 798 9000
Erreichbarkeit: werktags, Montag - Freitag 9:00 – 12:00 Uhr 
Erreichbar ab: Donnerstag, 09.04.2020, 9:00 Uhr

Weitere telefonische Kontaktmöglichkeiten

Bürgertelefon des Kreises: 04121 - 4502 5000 
Bürgertelefon des Landes: 0431 - 7970 0001 
KVSH: 116 117