Pinneberg

Moderner und größer – Die Regio Kliniken investieren in moderne Räumlichkeiten Regio Klinikum Pinneberg feiert Eröffnung von neuem OP-Trakt und Notaufnahmebereich

Dr. Eefje Barber (OP-Managerin und Leiterin der zentralen OP-Organisation), Dr. Stefan Sudmann (Chefarzt des Zentrums für Notfall- und Akutmedizin), Amelie Germann (standortübergreifende Leiterin Patientenaufnahme), Regina Hein (Geschäftsführerin der Regio Kliniken), Stephanie Goldenstein (Pflegerische Leiterin des Zentrums für Notfall- und Akutmedizin), Norbert Spiegiewicz (Leiter OP Pinneberg). Foto: Eike Pawelko

Ausgeklügelte OP-Leuchten, die keinen Schatten werfen. Foto: Christina Clasen

Nach intensiver Planung und vierjähriger Bauzeit, inklusive coronabedingtem Baustopp von März bis Juni 2020, eröffneten die Regio Kliniken jetzt einen futuristisch anmutenden Neubau auf dem Klinikgelände in Pinneberg. Dieser beherbergt im Erdgeschoss zusätzliche Behandlungsräume für Patienten, die einer Notfallversorgung bedürfen. Eine Ebene höher sind sechs hochmoderne Operationssäle untergebracht.

Der neue OP-Bereich mit einer Fläche von 1.275 m2 ist auf dem technisch aktuellen Stand und ermöglicht optimierte Prozesse. Zusätzlich zu den sechs OP-Sälen sind hier das Sterilgutlager, die sogenannte Einleitung, in der die Patienten für die Eingriffe vorbereitet werden, ein Aufenthaltsraum für das Personal sowie Schreibräume und weitere Nebenräume eingerichtet. Alle OP-Säle bieten reichlich Platz für das Personal und die zunehmend komplexere Medizintechnik, mobile Tischsäulen sorgen für eine hohe räumliche Flexibilität. Zudem sind sie generalisiert, d.h. in jedem Saal kann jede Operation durchgeführt werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Allgemein- und Gefäßchirurgie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Adipositas- und Viszeralchirurgie (Eingriffe bei Erkrankungen und Verletzungen an den inneren Organen im Bauchraum). Entgegen der früher üblichen Bauweise wurde beim Neubau auf viel Tageslicht geachtet, wodurch das Arbeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wesentlich angenehmer wird. Innovative Lampen, die auch eine hochauflösende Kamera im Griff aufnehmen können, sorgen für die perfekte Ausleuchtung des OP-Felds, eine Vielzahl kleiner Leuchtdioden verhindert, dass Geräte und die Hände des Operateurs Schatten werfen.

Der bisherige OP-Bereich im Nordflügel des Klinikums wurde ebenfalls umgebaut. Dort befinden sich nun u.a. Umkleiden und Schleusen, das Bettenlager und die Holding. Nach Neu- und Umbau beträgt die der OP-Abteilung zur Verfügung stehende Gesamtfläche jetzt rund 2.500 m2.

Zeitgleich wurde das Zentrum für Notfall- und Akutmedizin (ZNA) im Erdgeschoss um sechs zusätzliche Behandlungsplätze erweitert, darunter ein 33 m2 großer Schockraum mit hochmoderner Ausstattung, in dem zum Beispiel schwer verletzte Unfallpatienten, Patienten mit Schlaganfällen oder nach einer Wiederbelebung versorgt werden können.
In Ergänzung zu den weiterhin genutzten und ebenfalls modernisierten Räumlichkeiten der ZNA, erweitert sich die Fläche um etwa 500 m2 auf nun 1.460 m2. Im Ergebnis können die Fachkräfte auf 28 mit Monitoren ausgestatteten Behandlungsplätzen eine Notfallversorgung auf höchstem Niveau gewährleisten. In der Decision Unit mit acht stationären Plätzen werden Patienten intensiv untersucht, ggf. eine weitere Monitorüberwachung durchgeführt und die Weichen für die weitere Behandlung gestellt. Vier weitere Plätze umfasst die Chest Pain Unit, in der die Ursachen akuter Schmerzen im Brustbereich abgeklärt werden. Isolationsräume mit Schleuse, ein Gipsraum und weitere spezialisierte Plätze vervollständigen das Angebot.
Rund um die Uhr kann hier die Versorgung von Akut- und Notfällen aus den Bereichen Innere Medizin, Unfall- und Allgemeinchirurgie, Anästhesie, Neurologie, Gynäkologie und Kinderheilkunde gewährleistet werden.
Dr. Stefan Sudmann, Chefarzt des Zentrums für Notfall- und Akutmedizin: „Wir freuen uns sehr, dass wir nunmehr die modernen Räumlichkeiten unserer Notaufnahme und unseres neuen OP-Trakts feiern konnten. Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Patientinnen und Patienten für Unterstützung und Verständnis in der Bauphase – es hat sich gelohnt!“

Die Gesamtkosten für dieses Projekt betragen ca. 21,1 Millionen Euro. Davon sind 14,9 Millionen Euro Fördermittel des Landes, 6,2 Millionen Euro investieren die Regio Kliniken aus eigenen Mitteln.
Das stetige Bevölkerungswachstum in der Region und der konstant steigende Anstieg der Patientenzahlen sind zwei der Gründe für die Baumaßnahmen.