Drei Jahre „Dröppelminna“: Das Sana-Klinikum Remscheid stellt sich auf die wachsende Anzahl demenzerkrankter Patientinnen und Patienten ein. Auf dem Weg zum demenzsensiblen Krankenhaus

Margarethe Szyszka betreut als Demenzlotsin die Patientinnen und Patienten in der Dröppelminna. | Quelle: Sana-Klinikum Remscheid

Der Klinikalltag spiegelt das gesellschaftliche Leben wider: Zunehmend müssen ältere Patientinnen und Patienten behandelt werden, von denen ein wachsender Anteil an einer Demenz leidet. Die veränderte Umgebung, neue Bezugspersonen sowie notwendige Untersuchungen und Therapien stellen eine große Belastung für die Betroffenen dar.  

Auf diesen sich verändernden Pflege- und Betreuungsbedarf hat sich das Sana-Klinikum Remscheid eingestellt und eine Tagesbetreuung für diese sensible Patientengruppe eingerichtet, die sich mittlerweile etabliert hat und die stetig weiterentwickelt wird. Sichtbar wird dieses spezielle Angebot für kognitiv eingeschränkte Menschen in der „Dröppelminna“. Die altbekannte bergische Kaffeekanne hat diesem liebevoll und detailreich eingerichteten Raum ihren Namen gegeben. Dort findet die Tagesbetreuung durch eine speziell ausgebildete Pflegefachkraft und zertifizierte Demenzlotsin statt. „Am 2. Dezember 2019 haben wir die Dröppelminna eröffnet und blicken somit auf eine dreijährige Erfahrung mit dieser auf die Bedürfnisse unserer Demenzpatienten zugeschnittenen Versorgung zurück, die die Projektphase längst verlassen hat“, sagt Jasmin Shmalia, Pflegedirektorin des Remscheider Sana-Klinikums. Inzwischen wurden dort über 2.000 Patientinnen und Patienten betreut. Durch Gesellschaftsspiele, Vorlesen, gemeinsames Singen und Musizieren, Gedächtnistraining und Bewegungsangebote werden Ressourcen geweckt, der Klinikalltag strukturiert und die Patientenzufriedenheit gestärkt. Die heimelige Wohnzimmeratmosphäre der „Dröppelminna‘“ tut ihr Übriges, damit sich die Menschen wohl- und wertgeschätzt fühlen.

All dies entlastet ganz erheblich ebenso die Pflegenden, denen auf den Stationen kaum Zeit für eine solch intensive und gezielte Betreuung bleibt. Doch auch die Erkrankten, die nicht oder nur eingeschränkt mobil sind, werden nicht vergessen. Sie werden durch die Pflegefachkraft in ihren Patientenzimmern besucht. Zahlreiche weitere Maßnahmen wie etwa die Verbesserung der Patientenorientierung durch auswechselbare Türschilder mit Piktogrammen, die Fortbildung weiterer Demenzlotsinnen und Demenzlotsen im Bereich des Pflegepersonals sowie interne Schulungen für das pflegerische und ärztliche Personal haben das Thema weiter vorangebracht und den Umgang mit dementiell veränderten Patienten im Alltagsgeschehen erheblich verbessert. Eine Vision ist nun, auch an den Wochenenden für entsprechende Betreuungsangebote zu sorgen.

„Auf dieser Grundlage werden wir uns weiterentwickeln und dem Thema weiterhin eine hohe Aufmerksamkeit schenken. Von der Kreativität, die die pflegenden und ärztlichen Kolleginnen und Kollegen in die verschiedenen Projekte bislang eingebracht haben, bin ich begeistert“, erklärt Svenja Ehlers, Geschäftsführerin des Remscheider Sana-Klinikums. 

 

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