Remscheid

Das Sana-Klinikum Remscheid ist mit der zertifizierten Schwerpunktklinik für Herzinsuffizienz auf die steigende Zahl entsprechend erkrankter Menschen eingestellt. Spezialisierung für eine wachsende Patientengruppe

Auf dem Remscheider Ärztetag stellten Prof. Dr. med. Burkhard Sievers, Pflegedirektorin Jasmin Shmalia (2.v.r.) und Geschäftsführerin Svenja Ehlers (rechts) die beiden Heart Failure Nurses Janina Edelmeier (2.v.l.) und Sumea Sinani (Mitte) vor. (Foto: Stefan Mülders)

Aktuellen Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zufolge ist Herzinsuffizienz der häufigste Krankheitsgrund für einen Krankenhausaufenthalt in Deutschland. Über 450.000 Patienten mit Herzschwäche werden jährlich in deutschen Kliniken betreut. Das Sana-Klinikum Remscheid ist gut für diese wachsende Patientengruppe – zwischen 1995 und 2017 lag die Steigerungsrate laut DKG-Analysen bei 101,5 Prozent – gerüstet: Die Fachabteilung für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin wurde bereits 2017 mit dem Titel „Schwerpunktklinik für Herzinsuffizienz“ akkreditiert und hat seither das Fachpersonal entsprechend weiterqualifiziert. So konnten unter anderem Chefarzt Prof. Dr. Burkhard Sievers und der Leitende Oberarzt Dr. Christian Schnickmann die „Zusatzqualifikation Herzinsuffizienz“ erwerben und mit Sumea Sinani und Janina Edelmeier haben die ersten beiden „Heart Failure Nurses“ (Gesundheits- und Krankenpflegerin mit Spezialisierung für Herzinsuffizienz) ihre Fortbildungen erfolgreich abgeschlossen.

„Die Vorgangsnummer 001 auf unserem Zertifikat zeigt, dass wir die erste Schwerpunktklinik für Herzinsuffizienz von heute 33 in Deutschland sind“, sagt Professor Sievers. „Seither kommen wir den damit verbundenen Qualitäts- und Weiterentwicklungskriterien akribisch nach und dazu gehören auch die entsprechenden Programme für unser Personal.“ Während des Remscheider Ärztetages Anfang Januar stellte er in diesem Zusammenhang die beiden Heart Failure Nurses vor. Sumea Sinani schloss ihre Weiterbildung bereits im Herbst 2018 ab, Janina Edelmeier folgte ein Jahr später. „Ich möchte mich weiter entwickeln und habe dieses tolle Angebot dazu sehr gerne angenommen“, sagt Sumea Sinani. Janina Edelmeier hatte durch ihre Kollegin ebenfalls Interesse an der Fortbildung gefunden und ihre Chance 2019 ergriffen: „Wir haben jetzt gegenüber unseren Kolleginnen und Kollegen auf der Station einen speziellen Wissensvorsprung, der uns einen besonderen Blick auf betroffene Patienten ermöglicht. Daher kümmern wir uns, obwohl wir ganz normal unseren Dienst auf den Stationen erfüllen, bewusster als die anderen Pflegekräfte um diese besondere Patientengruppe.“ Unterstützung bekommen nicht nur sie von der Pflegedirektorin. „Wir freuen uns, dass wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier am Sana-Klinikum die Möglichkeit bieten können, derartige Weiterbildungen mit hoher Qualität und Spezialisierung zu besuchen“, sagt Jasmin Shmalia. Auch Geschäftsführerin Svenja Ehlers hebt das hohe Engagement der Pflegekräfte hervor: „Beide stehen nun gemeinsam mit Chefarzt Professor Sievers und Oberarzt Schnickmann als Leiter der „Heart Failure Unit“ und der internistischen Intensivstation symbolisch für die hochqualitative Versorgung herzinsuffizienter Patienten am Sana-Klinikum Remscheid.“

Die Heart Failure Unit muss rund um die Uhr eine optimale Behandlung der Patienten sicherstellen können. Die Kardiologie im Sana-Klinikum Remscheid bildet dies durch eine gute Apparate- und Personalstruktur ab. „Wir bieten ein breites bildgebendes, intensivmedizinisches und interventionelles Spektrum“, erklärt Professor Sievers. Außerdem arbeite man allgemein an einer Verbesserung der Schnittstelle zwischen dem stationären und ambulanten Bereich. „Unser Ziel ist es, den nächsten Krankenhausaufenthalt der Patienten zu verhindern oder zumindest länger hinauszuzögern. Dazu benötigen wir motivierte Mitarbeiter im ärztlichen und pflegerischen Bereich, die sich in unterschiedlichen Disziplinen spezialisieren und hier auch Verantwortung übernehmen wollen.“

 

Herzinsuffizienzen nehmen zu

Patienten mit Herzinsuffizienz haben ein schwaches Herz mit einer eingeschränkten Pumpleistung. Die Ursachen sind vielfältig und umfassen Durchblutungsstörungen des Herzens, Entzündungen, Herzklappenfehler oder Herzrhythmusstörungen. Teilweise sind diese auch vererbt oder angeboren.

Typische Symptome sind Luftnot, eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit sowie Wasseransammlungen in der Lunge und in den Beinen, einhergehend mit Gewichtszunahme.

Herzinsuffizienz ist eine zunehmend häufiger auftretende Erkrankung, die spät oder nicht ausreichend behandelt schnell zum Tod führen kann.

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Stefan Mülders
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