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Intensivstation I und IIAufgaben und Schwerpunkte

Für ein Krankenhaus mit 102 Planbetten ist die Intensivstation der Lungenfachklinik Stuttgart mit seinen 12 Bettplätzen vergleichsweise groß. Dies ist insbesondere auf die hohe fachliche Spezialisierung auf die Beatmungsentwöhnung (Weaning) bei invasiver Beatmung zurückzuführen. Den Patienten vom Beatmungsgerät individuell zu entwöhnen steht dabei im Vordergrund. Mit atmungstherapeutischer Hilfe erfolgen täglich Phasen der Spontanatmung unter engmaschiger Kontrolle der Vitalparameter. Das Therapeutenteam fördert die vorhandenen motorischen Fähigkeiten und ein eingesetztes Sprechventil ermöglicht wieder eine Kommunikation. Das Krankenhaus vom Roten Kreuz hat ein überregionales Einzugsgebiet und wird darüber hinaus von Schwerpunktkliniken und den Maximalversorgern der Landeshauptstadt regelmäßig beansprucht.

Bereichsleitung Intensiv I und II

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Ramona Viertel

„Pflege ist nicht nur ein Job, Pflege ist Berufung.“ 

Intensivstation I und II

Die Pflege auf der Intensivstation im vierten Stockwerk des Krankenhauses bedeutet in erster Linie die kontinuierliche Überwachung und Versorgung von kritisch kranken Patienten. Die Basis dieser Versorgung ist eine gute, vertrauensvolle und teamorientierte Zusammenarbeit eines multiprofessionellen Teams aus:

Schwerpunkte auf der Intensivstation

Die intensivpflegerische Arbeit erfolgt nach etablierten und evidenzbasierten Pflegestandards. Dabei finden sich folgende pflegerische Schwerpunkte in der täglichen Arbeit auf der Station:

  • die pflegerische Grundversorgung und Intensivpflege unter Beachtung der Patientenressourcen
  • die unterstützte Dokumentation und Planung aller Pflegemaßnahmen
  • die kontinuierliche Überwachung von Kreislauf, Atmung, Bewusstsein, Schmerzen, Motorik und Sensibilität
  • die Überwachung und Fortführung der Beatmungs- und Entwöhnungstherapie
  • die Durchführung und Überwachung der Nierenersatztherapie
  • die Durchführung atmungsunterstützender und mobilisierender Maßnahmen inklusive spezieller Lagerungstechniken gemeinsam mit den Physio- oder Atmungstherapeuten
  • die Durchführung und Überwachung des Ernährungskonzeptes bei Intensivpatienten
  • und manchmal auch die Pflege und Begleitung von sterbenden Patienten und deren Angehörigen.

Selbstverständnis

Das Pflegeverständnis auf der Intensivstation beruht auf einer situativen und wertschätzenden Begleitung in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenskrisen. Es besteht der Anspruch auf eine individuelle, spezialisierte Pflege, die den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten entspricht. Dazu gehört auch die aktive Einbeziehung der Patientinnen und Patienten sowie ihrer Angehörigen mit dem Ziel, sofern möglich, die Selbstpflegefähigkeit zu erhalten und zu fördern. 
 

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Angehörigenfreundliche Intensivstation

Seit Februar 2018 darf sich die Intensivstation des Krankenhauses offiziell mit der Auszeichnung „Angehörige jederzeit willkommen“ präsentieren. „Für uns heißt "Angehörigenfreundliche Intensivstation", dass gerade im intensivmedizinischen Bereich auf eine Beschränkung der Besuchszeiten verzichtet wird. Uns ist zudem besonders wichtig, dass Angehörige - soweit dies möglich ist - in die medizinischen und pflegerischen Versorgungs- und Entscheidungsprozesse mit eingebunden werden“, ergänzt Bernd Poweleit, Pflegedirektor am Krankenhaus.

Mit dem von der Stiftung Pflege e.V. vergebenen Qualitätssiegel „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ verbindet sich der Anspruch, dass nicht nur die Patienten medizinisch und pflegerisch bestens versorgt werden, sondern auch die individuellen Lebensumstände und der Austausch mit den Angehörigen bestmögliche Berücksichtigung finden. Das Zertifikat steht für eine besonders besucherorientierte Atmosphäre und für angehörigenfreundliche Prozesse im gesamten Behandlungsablauf. 

Besuchszeiten

Nachmittags oder nach Absprache

Der persönliche Kontakt zu Ihrem Angehörigen ist wichtig, aus diesem Grund sind Sie stets willkommen. Wir bitten Sie jedoch vor Ihrem Besuch Rücksprache mit unserem ärztlichen Direktor oder unseren Oberärzten zu halten. Ebenfalls empfehlen wir Ihnen, ihren Angehörigen am Nachmittag zu besuchen, da vormittags viele Untersuchungen, Therapien und die Grundpflege stattfinden. Sollte dies nicht möglich sein, können Sie gerne individuelle Besuchszeiten mit dem Pflegepersonal abstimmen.

Durch die Versorgung unserer Patienten, kann es gelegentlich zu Wartezeiten kommen. Hierfür steht Ihnen ein Besucherraum im 4.Obergeschoss oder die Cafeteria im Eingangsbereich des Krankenhauses zur Verfügung.

Wir dürfen Sie ebenfalls bitten, uns bei telefonischen Anfragen vorzugsweise am Nachmittag zu kontaktieren.

Perspektiven für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege

Am Krankenhaus vom Roten Kreuz erwarten Sie als Pflegekraft folgende Voraussetzungen und Perspektiven zur Weiterentwicklung:

  • Eine professionelle und strukturierte Einarbeitung ermöglicht neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen optimalen Start auf der Station.
  • Für die Anfangszeit gibt es ein Begleitheft.
  • Eine Stationssekretärin entlastet das Pflegepersonal auf Station administrativ.
  • Die Weiterbildung zum Fachkrankenpfleger bzw. zur Fachkrankenpflegerin für Intensivpflege und Anästhesie wird ermöglicht.
  • Pflegepersonal kann sich regelmäßig zu verschiedenen Themen in der Pflege intern und extern fortbilden:  Erhaltungs-, Erweiterungs-, Anpassungs- und Aufstiegsfortbildungen.
  • Auch eine Weiterbildung als Praxisanleiter oder Praxisanleiterin ist möglich.

Alle Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie weitere umfangreiche Arbeitgeberleistungen von Einspringprämie über Zuschüsse zum Nahverkehr oder Kinderbetreuung können Sie in unserer Broschüre nachlesen: