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    Bronchoskopie

    Der Blick in die Atemwege

    Die Tracheobronchoskopie (Atemwegsspiegelung) ist eine Untersuchungsmethode zur Betrachtung von Atemwegen (Luftröhre und Bronchien ) mit medizinischen Instrumenten. 

    Die Bronchoskopie wurde erstmals 1897 von dem HNO-Arzt Gustav Kilian in Freiburg bei einem Sägewerker aus dem Schwarzwald durchgeführt. Dabei wurden über ein durch den Mund, Rachen und Kehlkopf in die Luftröhre eingebrachtes Stahlrohr die Atemwege mit einer Stirnlampe ausgeleuchtet und eingesehen. 

    Stahlrohre oder lumenstarre PVC Tuben (enthalten in der Wand eine Stahlspiralfeder zur Offenhaltung der Lichtung) sind auch heute noch häufig benutzte starre Instrumente für den Zugang zu den Atemwegen bei der Tracheobronchoskopie. 

    Während 1897 die Atemwegsspiegelung über das starre Instrument nach einer örtlichen Betäubung der Atemwegsschleimhaut erfolgte, wird heute das Einbringen dieser rohrartigen Zugangswege zu den Atemwegen im Tiefschlaf (Narkose oder tiefe Sedierung) am beatmeten Patienten oder in Beatmungsbereitschaft durchgeführt.

    Die Möglichkeiten der Bronchoskopie wurden durch die Entwicklung von flexiblen Bronchoskopen in der Zeit seit 1961 erweitert. Flexible Bronchoskope sind 3-6 mm durchmessende schlauchartige Instrumente, die an der Spitze eine Minikamera und eine Lampe haben und in deren Achse ein 2mm durchmessender Arbeitskanal verläuft.  Mit diesen Instrumenten kann auch die Peripherie des Bronchialbaumes eingesehen werden.  

    Am Krankenhaus von Roten Kreuz wird die Bronchoskopie im Regelfall als kombinierte flexible und starre Bronchoskopie durchgeführt. Dabei wird das flexible Bronchoskop am tief schlafenden Patienten durch den starren Atemwegszugang in die Luftröhre eingebracht. Durch den Einsatz der kombinierten starren und flexiblen Bronchoskopie als Standarduntersuchung stehen den Untersuchern alle diagnostischen und therapeutischen Techniken jederzeit zur Verfügung und der Patient kann ohne Beeinträchtigung bei der Untersuchung optimal versorgt werden. So können Gewebeentnahmen aus den Atemwegen und den Lymphknoten, das Einbringen von Atemwegsstützen( Stents) oder von Ventilen und Coils im Rahmen der Lungenemphysembehandlung infolge der Atemwegssicherung mit dem starren Zugang sicher und ohne Beeinträchtigung des Patienten durchgeführt werden.

    Normales Bronchialsystem

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