Rummelsberg

Spezielles 3D-Röntgengerät ermöglicht Diagnostik von Fuß bis Hüfte – Deutschlandweit erst drei Geräte im Einsatz – Kostenpunkt: 340.000 Euro Hightech für Klinik: Rummelsberg erneut Vorreiter

Hat etwas von Science-Fiction: das neue HiRise-Röntgengerät. Seit 18. März 2022 im Einsatz am Krankenhaus Rummelsberg. (Foto: Uwe Niklas)

Rummelsberg. Das Krankenhaus Rummelsberg untermauert seine Vorreiterrolle im Bereich der Orthopädie und nimmt bundesweit als dritte Klinik ein sogenanntes HiRise ans Netz. Mit Hilfe des futuristisch anmutenden Gerätes ist es möglich, eine 3D-Bildgebung unter Belastung von Fuß bis Hüfte zu erstellen. Und das innerhalb weniger Sekunden. Für Geschäftsführer Frank Stauch „ein neues Level in Sachen Diagnostik orthopädischer Patienten.“

Bereits 2013 machte die Fachklinik Schlagzeilen als im ersten Zentrum der Maximalversorgung für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie das erste, sogenannte PedCAT europaweit installiert wurde – und die bisherige Diagnostik revolutionierte. Bis dato war eine dreidimensionale Darstellung von Knochen und Weichteilen an Fuß und Sprunggelenk mit Belastung nicht möglich. Das PedCAT schloss die diagnostische Lücke und erlaubte via digitaler Volumentomographie (DVT) eine dreidimensionale Darstellung unter Belastung. Vorher war entweder eine zweidimensionale Darstellung mittels konventionellem Röntgen mit Belastung oder eine dreidimensionale Darstellung ohne Belastung mittels CT im Liegen möglich. Seit 2013 ist das PedCAT aus Rummelsberg nicht mehr wegzudenken: über 18.000 Scans wurden bislang bei stationären und ambulanten Patienten durchgeführt. Innerhalb 60 Sekunden können beide Füße komplett geröntgt werden.

3D-Bilgebung innerhalb von 26 Sekunden

Was das PedCAT kann, kann auch das erstmals 2019 auf dem RSNA in Chicago vorgestellte HiRise. „Allerdings kann es noch mehr“, erklärt Prof. Dr. Richard Stangl, ärztlicher Direktor am Krankenhaus Rummelsberg. „Es ist nämlich nicht nur die Bildgebung an Fuß und Sprunggelenk möglich, sondern alle Extremitäten wie Hüfte, Knie, Ellenbogen oder Hand können innerhalb kürzester Zeit visualisiert werden. Neben 3D-Ganzbeinuntersuchungen am stehenden Patienten können auch Hände und Ellenbogen dreidimensional untersucht werden.“ Exakt dauert der 3D-Scan nur 34 Sekunden. Die Strahlung entspricht etwa zwei bis fünf Röntgenuntersuchungen. Allerdings wird hier eine dreidimensionale Darstellung ermöglicht, da die Einheit 360 Grad um den Patienten fährt und immer in der exakt gleichen Position die Röntgenaufnahmen durchführt. „Das bisherige CT mit höherer Strahlenbelastung wird für diese Körperregionen somit seltener notwendig. Mit dem HiRise können wir schneller eine Diagnostik erstellen, es ist strahlungsärmer und die Bildgebung kann sowohl mit als auch ohne Belastung erfolgen. Die Befundung durch die Ärzte kann direkt im Anschluss starten. Mit einem Scan erhalten wir Mediziner 720 Bilder“, so Prof. Stangl. Ein zusätzlicher Vorteil – aufgrund der exakt gleich einstellbaren Position – ist die Vergleichbarkeit der Untersuchungen – zum Beispiel vor und nach einem operativen Eingriff besser gegeben.

Pionier innerhalb der Sana Kliniken AG

340.000 Euro kostete der Klinik diese Investition, auf welche Geschäftsführer Frank Stauch schon lange einen Blick geworfen hatte. Profitieren werden neben den Patienten der Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie (Prof. Dr. Martinus Richter) vor allem die Hüft- und Kniepatienten von Prof. Dr. Dr. Wolf Drescher, sowie die Patienten im Bereich der kniegelenkserhaltenden Eingriffe von Prof. Dr. Richard Stangl. Auch für Kinder- und Jugendliche kann die Technik bedenkenlos eingesetzt und mittels sitzender Vorrichtung können 3D-Röntgenbilder ebenfalls erstellt werden. „Gerade für unsere Querschnittpatienten ergibt sich dadurch eine neue Option“, sagt Stauch. „Aber auch Patienten mit Ellenbogen- und Handgelenksbeschwerden werden von der umfassenden Diagnostik profitieren“, ist sich Stauch sicher. Gerne hätte der Geschäftsführer die Technik schon länger nach Rummelsberg geholt. Dies war aber aufgrund von Verzögerungen und Schwierigkeiten bei den Lieferketten erst jetzt möglich. Aktuell verfügen nun drei Kliniken in Deutschland über ein solches Gerät. „Innerhalb der Kliniken des Sana-Konzern sind wir Pionier, was das anbelangt. Wir freuen uns auf ein neues Level in Sachen Diagnostik bei unseren orthopädischen Patienten“, so Stauch.

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