Sana vor 25 Jahren

Sanfte Revolution

Anfang der 1990er Jahre scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. In Deutschland hallt die Euphorie der Wiedervereinigung nach. Doch auf Bauboom, Konsumlust und Lohnangleichungen im Osten folgen bald Ernüchterung und Krisenstimmung.

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Eine weitere visionäre Idee trägt Sana auch durch diese schwierigen Zeiten. Einige Jahre zuvor hatte sich Dr. Herbert Weissenböck zwei entscheidende Fragen gestellt: Warum sollte das Unternehmen Sana sein einzigartiges Managementwissen nicht auch an Krankenhäuser weitergeben, die vorerst keine Übernahme möchten? Und warum sollten diese Häuser nicht auch an den Dienstleistungsangeboten interessiert sein, die Sana schon aufgebaut hat oder plant - vom medizintechnischen Service über den zentralen Einkauf und die Krankenhausreinigung bis hin zur Speisenversorgung. Einige Krankenhäuser hatten in den 1980er Jahren ohnehin schon begonnen, sich aus Kostengründen von ihren eigenen Wäschereien und Küchen zu trennen. Und fundiertes Know-how in Sachen Management sollte angesichts der immer komplexeren Aufgabe, ein Krankenhaus zu führen, begehrter sein denn je. Damit war die Idee des Managementvertrags geboren - eine Sana Idee, die in der Folge vielfach kopiert wird und sich zu einer beständigen Option im deutschen Krankenhausmanagement entwickeln sollte.

Das Prinzip ist so einfach wie überzeugend: Sana stellt einen Manager als Geschäftsführer eines Krankenhauses, das dessen Leistung erfolgsabhängig vergütet. Außerdem kann der Krankenhausträger Dienstleistungen von Sana zukaufen. Der Träger gibt also die Funktion der Krankenhausleitung ab, bleibt aber Eigentümer seines Hauses. Auch die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter ändern sich nicht.

 
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