SANA KLINIKUM OFFENBACH

Aus Hanoi nach Offenbach

Das Sana Klinikum Offenbach engagiert sich in besonderer Weise in der Pflege – und fördert den internationalen Austausch. So sind junge Pflegekräfte, die ihre viereinhalb jährige Studium zur Krankenschwester in Hanoi abgeschlossen haben, auf den Pflegestationen des Krankenhauses im Einsatz. Hier werden sie intensiv gefördert und auf die Prüfung zur Anerkennung ihres Abschlusses in Deutschland vorbereitet. 

„Da es für die jungen Frauen schwierig ist, in ihrem Heimatland eine Anstellung zu finden, freuen wir uns umso mehr, dass sie künftig bei uns im Sana Klinikum zu arbeiten werden. Bei uns ist der Bedarf an examinierten Pflegekräften, wie in anderen Kliniken Deutschlands auch, sehr hoch“, erläutert Pflegedirektorin Sabine Braun. „Der Einsatz wurde seit Monaten systematisch vorbereitet: .Gleich nach ihrem Examen haben die jungen Pflegekräfte angefangen intensiv Deutsch zu lernen und verfügen jetzt nach acht Monaten bereits über so gute Kenntnisse, dass mit ihnen persönliche und fachliche Gespräche möglich sind.“

Pflegedirektion Sabine Braun (links) ist überrascht wie schnell sich die jungen Vietnamesinnen im Klinikum integriert haben.

SANA KLINIKUM OFFENBACH FÖRDERT INTEGRATION VON ANFANG AN

Die Pflegekräfte aus Vietnam haben in Hanoi ihr Studium vorwiegend in englischer Sprache abgeschlossen, sodass es für sie leichter war eine weitere westeuropäische Sprache zu lernen. Unterstützt hat sie dabei die Firma Capitalent Medical, mit der das Offenbacher Klinikum bereits seit Jahren gute Erfahrung gemacht hat. Im Rahmen ihres Integrationsprogramms vermittelte sie den Pflegekräften schon im Heimatland den deutschen Berufsalltag, „von den Feinheiten des Behördensystems bis zu den praktischen Lebensgewohnheiten“, wie Geschäftsführer Dr. Tilman Frank erläutert.

3.000 PRAXISSTUNDEN IN DER AUSBILDUNG ABSOLVIERT

„Mit ihren 3.000 Praxisstunden verfügen die neuen Kolleginnen über eine exzellente Ausbildung.  Sie werden in unserem Haus den üblichen Anpassungslehrgang absolvieren, um in Deutschland ihre Anerkennung als examinierte Pflegekraft zu bekommen. Gleichzeitig werden sie weiterhin intensiv Deutsch lernen, um am Ende ihres Lehrgangs die vom Regierungspräsidium geforderte Sprachprüfung in B2 oder B1 für Pflege absolvieren zu können“, so Sabine Braun. Außerdem bekommen sie Blockunterricht in Datenschutz, Arbeitsrecht, Hygiene und Diskretion.

GUTE SPRACHKENNTNISSE FÖRDERN DEN AUSTAUSCH

Die  jungen Pflegekräfte leben in drei Wohngemeinschaften und wurden schrittweise mit dem Klinikum und den Unterschieden in der Pflege zwischen Deutschland und Vietnam vertraut gemacht. In Fernost kann es nämlich beispielsweise vorkommen, dass Patienten bei der Zimmerbelegung nicht nach Geschlechtern getrennt werden oder dass sich zwei Patienten ein Bett teilen müssen. Hier ist das freilich ganz anders. Um das zu lernen, tauschen sich die jungen Pflegekräfte aus Hanoi mit ihren Mentoren und den Kollegen intensiv aus. Inzwischen verfügen sie schon über so gute Deutschkenntnisse, dass persönliche  und fachliche Gespräche problemlos möglich sind.