40 Jahre Sana

Die Pflegestrategie der Sana

Mit der Gründung des Konzernbereichs „Unternehmensstrategie Pflege“ reagieren die Sana Kliniken auf die steigenden Herausforderungen in der Arbeitswelt Pflege. Ein Gespräch mit Bereichsleiterin Martina Henke.

UNTERNEHMENSSTRATEGIE PFLEGE, DAS HÖRT SICH SPANNEND AN. WAS HABEN WIR DARUNTER ZU VERSTEHEN?

Martina Henke: Ja, das ist auch spannend. Wir möchten keine Strategie am Reißbrett entwerfen, sondern gemeinsam mit den Führungs- und Pflegekräften in den Kliniken die richtige Ausrichtung finden. Für die Entwicklung der neuen Sana Pflegestrategie ist es daher besonders wichtig, über die neue Fachgruppe Pflege die Kolleginnen und Kollegen aus den Kliniken mit im Boot zu haben. Die Fachgruppe besteht aus neun Pflegedirektorinnen. Gemeinsam werden wir die nächsten Schritte zu einer Sana Pflegestrategie erarbeiten.

« Unser Ziel ist es, über einen mitarbeiterorientierten Ansatz die Pflegenden und deren Image nachhaltig zu stärken. »
Martina Henke, Leiterin Unternehmensstrategie Pflege

WAS SIND AUS IHRER SICHT DIE KOMMENDEN HERAUSFORDERUNGEN AN DIE PFLEGE?

Henke: Die Pflege steht, wie auch die Medizin, natürlich vor der demografischen Herausforderung. Wir stehen vor einer prognostizierten „Pflegelücke“, über eine halbe Million Pflegekräfte werden uns in den kommenden Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen. Das bedeutet, uns fehlen die Fachkräfte für eine immer spezieller werdende Aufgabe, denn die Anforderungen in der Patientenversorgung steigen. Wir haben immer mehr hochbetagte Patienten, häufig mit kognitiven Einschränkungen, in allen medizinischen Bereichen zu versorgen. Hier benötigen wir neue Versorgungskonzepte.

DER PFLEGEBERUF HAT JA NICHT UNBEDINGT DEN BESTEN RUF. WIE KANN MAN DEN PFLEGEBERUF ATTRAKTIVER GESTALTEN?

Henke: Aus meiner Sicht war und ist der Pflegeberuf attraktiv. Es gibt wenige Berufe, in denen man so viel zurückbekommt und berufsgruppenübergreifend eng zusammenarbeitet. Man hat den direkten Kontakt zu den Menschen, zeitnahes Feedback und sehr viele spannende Möglichkeiten. In den vergangenen Jahren ist die Spezialisierung stetig größer geworden und es ist Interdisziplinarität gefordert. Früher ging es nach dem Motto „Einmal chirurgische Krankenschwester, immer chirurgische Krankenschwester“. Heute wechseln die Aufgabengebiete aufgrund medizinstrategischer Entscheidungen oder des rasanten medizinischen Fortschritts. Somit gibt es viele horizontale und vertikale Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung. Hier bieten wir als Sana Verbund natürlich Möglichkeiten auch über die eigenen Krankenhausgrenzen hinweg. Gleichzeitig bieten unsere Krankenpflegeschulen deutschlandweit eine innovative Ausbildung.

VIELEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH.