Der ehemalige Chefarzt hat in den 23 Jahren, in denen er die Anästhesie in der Spezialklinik verantwortet hat, Maßstäbe gesetzt. „Ich habe hier 2002 im Rahmen einer Kooperation mit dem Sana-Herzzentrum Cottbus und dem Deutschen Herzzentrum Berlin angefangen. Wir hatten damals nur drei OP-Säle mit nur drei bis fünf Prozeduren am Tag. Das hat sich im Laufe der Zeit drastisch verändert. Wir machen zurzeit am Tag sechs große chirurgische Eingriffe. 2010 sind die kardiologischen Prozeduren noch dazu gekommen. Jetzt sind wir täglich bei ungefähr zehn großen Eingriffen“, erklärt der Facharzt für Anästhesiologie, der im Laufe seines Berufslebens zehntausende Patienten sicher durch die Eingriffe begleitet hat. Trotz des Wechsels auf dem Chefarzt-Posten bleibt der Experte dem Herzzentrum mit seinem Wissen und seiner Erfahrung erhalten. Als Senior Chair ist er weiterhin im OP-Saal präsent und steht der Klinik darüber hinaus in strategischen Entscheidungen beratend zur Seite. Ein echter Gewinn für alle Seiten. Denn gerade in der Herzmedizin ist höchste Kompetenz gefragt. Die Kardioanästhesie gilt als Königsdisziplin des Fachbereichs, denn erst durch sie wird Intensivmedizin auf Spitzenniveau möglich. Die Anästhesisten begleiten die Patienten von der Einleitung der Narkose über die oft mehrstündige Operation bis auf die Intensivstation. Sie wachen darüber, dass die Vitalwerte im Lot bleiben, dass die Organe weiterfunktionieren, auch wenn der Patient beispielsweise während einer Operation am stehenden Herzen an eine Herz-Lungen- Maschine angeschlossen ist. Und sie sorgen dafür, dass Patienten keinen Schmerz empfinden, wenn bei hochmodernen kathetergestützten Eingriffen nur eine lokale Betäubung für den winzigen Schnitt an der Leiste erhalten. Eine tragende Säule, die die Arbeit auf höchstem Niveau ermöglicht, ist das Patientendatenmanagementsystem, dass im OP und auf der Intensivstation eingeführt wurde und die Vital- und Behandlungsdaten eines jeden Patienten präzise und sekundengenau erfasst. Zudem baut das Anästhesie-Team auf modernste medizinische Verfahren wie Echokardiographie vor, während und nach der Operation, Neuromonitoring zur Überwachung des Narkosetiefs und ein hämodynamisches Monitoring, das kontinuierlich wichtige Vitalparameter wie Herzzeitvolumen, Herzindex und Sättigung erfasst. Unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Koster ist auch das ERAS-C-Konzept (Enhanced Recovery after Surgery – Cardiac) weiter etabliert worden. Das multimodale Programm fördert die schnelle Genesung von Patienten nach einem herzchirurgischen Eingriff. Anästhesiologische Spitzenleistungen, bei denen stets die Sicherheit der Patienten an erster Stelle steht. Dr. Andreas Smechowski ist überzeugt: „Es lohnt sich, das Haus weiterzuentwickeln, weil davon zum einen die Patienten profitieren - wir sind das einzige Herzzentrum im Süden Brandenburgs und leben Teamarbeit auf Augenhöhe“, sagt der Senior Chair mit Blick auf kurze Wege, flache Hierarchien und den familiären Umgang miteinander. Ein Herzzentrum voller Herzlichkeit – unter den Mitarbeitenden und gegenüber jedem einzelnen Patienten.