Meister des perfekten Schlafs

Anästhesie

Das Team der Anästhesiologie im Cottbuser Herzzentrum sorgt dafür, dass Patienten die Eingriffe am Herzen sicher verschlafen und schmerzfrei überstehen. Modernes Schmerzmanagement ist in der Herzmedizin unverzichtbar.

Mit der Weiterentwicklung der Verfahren in den medizinischen Disziplinen und mit dem Voranschreiten minimalinvasiver Methoden haben sich auch die Anforderungen an die Kardioanästhesie gewandelt. Die Narkosearten sind anspruchsvoller geworden. Das Team der Anästhesiologie im Sana-Herzzentrum Cottbus ist mit hochspezialisierten und erfahrenen Profis bestens für die Herausforderungen der Hochleistungsmedizin rund um den Lebensmotor aufgestellt. Hand in Hand mit Kolleginnen und Kollegen verschiedener Fachbereiche begleiten sie Patienten in der Klinik für Anästhesiologie und Interdisziplinäre Intensivmedizin des Hauses souverän durch die lebensrettenden Eingriffe.

Das außerordentliche Leistungsvermögen des Anästhesie-Teams liegt auch in der besonderen Führungskonstellation: Chefarzt Prof. Dr. Andreas Koster, Senior Chair Dr. Andreas Smechowski und der Leitenden Oberärztin Nora Porite bringen Seite an Seite ihre Expertise ein – immer mit Blick auf das Wohl der Patienten, die oft hochbetagt und schwer krank sind.

Mit Prof. Dr. Andreas Koster hat Anfang 2024 ein versierter Experte die Leitung der Abteilung übernommen. Der Facharzt für Anästhesie gilt als Verfechter einer modernen, patientenbezogenen Kardioanästhesie und Koryphäe im Patient-Blood-Management, bei dem es darum geht, im Sinne der Patientensicherheit möglichst komplett auf Bluttransfusionen zu verzichten. Das Außergewöhnliche ist nicht nur seine hohe fachliche Kompetenz, sondern auch die langjährige Freundschaft, die ihn mit seinem Vorgänger Dr. Andreas Smechowski verbindet. „Wir kennen uns seit Mitte der 90er-Jahre aus dem Deutschen Herzzentrum Berlin. Das war damals zu der Zeit als das Herzzentrum Cottbus gegründet wurde und wir haben die Entwicklung mitverfolgt und zum Teil auch schon hier ausgeholfen in der Anfangszeit“, erzählt der heutige Chefarzt.

Das Herzzentrum ist für mich ein Glücksgriff und die Chance, außerhalb dieser großen universitären Herzzentren das umzusetzen, was ich mir vorstelle und immer von einem Chef gewünscht habe. Die Grundlagen hier waren extrem gut vorbereitet durch meinen Vorgänger und Freund Andreas Smechowski.

Der ehemalige Chefarzt hat in den 23 Jahren, in denen er die Anästhesie in der Spezialklinik verantwortet hat, Maßstäbe gesetzt. „Ich habe hier 2002 im Rahmen einer Kooperation mit dem Sana-Herzzentrum Cottbus und dem Deutschen Herzzentrum Berlin angefangen. Wir hatten damals nur drei OP-Säle mit nur drei bis fünf Prozeduren am Tag. Das hat sich im Laufe der Zeit drastisch verändert. Wir machen zurzeit am Tag sechs große chirurgische Eingriffe. 2010 sind die kardiologischen Prozeduren noch dazu gekommen. Jetzt sind wir täglich bei ungefähr zehn großen Eingriffen“, erklärt der Facharzt für Anästhesiologie, der im Laufe seines Berufslebens zehntausende Patienten sicher durch die Eingriffe begleitet hat. Trotz des Wechsels auf dem Chefarzt-Posten bleibt der Experte dem Herzzentrum mit seinem Wissen und seiner Erfahrung erhalten. Als Senior Chair ist er weiterhin im OP-Saal präsent und steht der Klinik darüber hinaus in strategischen Entscheidungen beratend zur Seite. Ein echter Gewinn für alle Seiten. Denn gerade in der Herzmedizin ist höchste Kompetenz gefragt. Die Kardioanästhesie gilt als Königsdisziplin des Fachbereichs, denn erst durch sie wird Intensivmedizin auf Spitzenniveau möglich. Die Anästhesisten begleiten die Patienten von der Einleitung der Narkose über die oft mehrstündige Operation bis auf die Intensivstation. Sie wachen darüber, dass die Vitalwerte im Lot bleiben, dass die Organe weiterfunktionieren, auch wenn der Patient beispielsweise während einer Operation am stehenden Herzen an eine Herz-Lungen- Maschine angeschlossen ist. Und sie sorgen dafür, dass Patienten keinen Schmerz empfinden, wenn bei hochmodernen kathetergestützten Eingriffen nur eine lokale Betäubung für den winzigen Schnitt an der Leiste erhalten. Eine tragende Säule, die die Arbeit auf höchstem Niveau ermöglicht, ist das Patientendatenmanagementsystem, dass im OP und auf der Intensivstation eingeführt wurde und die Vital- und Behandlungsdaten eines jeden Patienten präzise und sekundengenau erfasst. Zudem baut das Anästhesie-Team auf modernste medizinische Verfahren wie Echokardiographie vor, während und nach der Operation, Neuromonitoring zur Überwachung des Narkosetiefs und ein hämodynamisches Monitoring, das kontinuierlich wichtige Vitalparameter wie Herzzeitvolumen, Herzindex und Sättigung erfasst. Unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Koster ist auch das ERAS-C-Konzept (Enhanced Recovery after Surgery – Cardiac) weiter etabliert worden. Das multimodale Programm fördert die schnelle Genesung von Patienten nach einem herzchirurgischen Eingriff. Anästhesiologische Spitzenleistungen, bei denen stets die Sicherheit der Patienten an erster Stelle steht. Dr. Andreas Smechowski ist überzeugt: „Es lohnt sich, das Haus weiterzuentwickeln, weil davon zum einen die Patienten profitieren - wir sind das einzige Herzzentrum im Süden Brandenburgs und leben Teamarbeit auf Augenhöhe“, sagt der Senior Chair mit Blick auf kurze Wege, flache Hierarchien und den familiären Umgang miteinander. Ein Herzzentrum voller Herzlichkeit – unter den Mitarbeitenden und gegenüber jedem einzelnen Patienten.