Medizinische Schwerpunkte

Unser umfangreiches Leistungsspektrum

Aufnahme

Die palliative Behandlung am Krankenhaus Bad Kötzting erfolgt als stationärer Aufenthalt.

Daher ist für die Aufnahme eine Einweisung durch den Hausarzt, einen Facharzt oder die Zuweisung aus einem anderen Krankenhaus erforderlich.

Die Kontaktaufnahme ist telefonisch, per Fax oder auch via E-Mail möglich. Hier finden Sie unser Aufnahmeformular. 

Die Entlassung wird rechtzeitig gemeinsam mit dem Patienten, den Angehörigen und den weiterversorgenden Hausärzten besprochen.

Die medizinischen und pflegerische Versorgung der Patienten erfolgt in Zusammenarbeit mit den internistischen Kollegen und bei Bedarf mit unserem Kooperationspartner Palliamo.

Aufnahmekriterien
  • Die Indikation zur stationären Behandlung gemäß §39 SGB V muss gegeben sein.
  • Es liegt eine weit fortgeschrittene, progrediente Erkrankung vor.
  • Es bestehen Symptome, die ambulant nicht ausreichend beherrscht werden können und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, z.B. Schmerzen, Luftnot, Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit, Angst oder depressive Symptome.
  • Es besteht eine realistische Aussicht auf eine Besserung der Symptomatik durch palliativmedizinische Maßnahmen, z.B. invasive Schmerztherapie, differenzierte und kontrollierte Ein- bzw. Umstellung der Medikation sowie gegebenenfalls palliative Eingriffe oder eine palliative Chemotherapie.
  • Es liegen erhebliche psychosoziale Belastungen vor, beispielsweise durch den Zusammenbruch oder das Fehlen eines tragfähigen sozialen Netzwerks (Familie, Freunde, Nachbarn oder andere Bezugspersonen.
Krankheitsbilder

Behandlung folgender Krankheitsbilder:

  • Weit fortgeschrittene onkologische Erkrankungen
  • Terminale Stadien chronischer Organinsuffizienzen, insbesondere der Nieren-, Herz oder Lungenfunktion
  • Fortgeschrittene neurodegenerative Erkrankungen mit progredienter Lähmungssymptomatik (z.B. ALS, Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose)
  • Fortgeschrittene HIV-Erkrankung bzw. AIDS im palliativen Versorgungskontext
  • Ausgeprägte, therapeutisch schwer beherrschbare Unruhe- und Angstsymptomatik
  • Komplexe Schmerzsyndrome sowie akute Verschlechterung chronischer Schmerzzustände
Das Stations-Team

Die Betreuung unserer Patientinnen und Patienten erfolgt durch ein erfahrenes multiprofessionelles Team bestehend aus:

  • Chefarzt/-ärztin für Palliativmedizin
  • Oberarzt/Oberärztin für Palliativmedizin
  • Facharzt/Fachärztin für Palliativmedizin
  • Examinierte Pflegefachkräfte mit palliativmedizi nischer Zusatzqualifikation
  • Psychologischer Dienst 
  • Sozialdienst
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Seelsorge
  • Sekretariate 
  • Patientenkoordination

Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Berufsgruppen gewährleisten wir eine ganzheitliche, individuelle und bedarfsgerechte Versorgung unserer Patientinnen und Patienten sowie die Begleitung ihrer Angehörigen.

Unsere Zimmer

Unsere Palliativstation verfügt über:

  • 12 komfortabel ausgestattete Einzelzimmer mit Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige
  • eine Erweiterung der Kapazität auf insgesamt 16 Betten ist geplant
  • Ein großzügig gestalteter Patientengarten sowie ein einladender Aufenthaltsbereich stehen den Patienten und angehörigen zur Verfügung
  • eine ruhige, naturnahe Umgebung mit hoher Aufenthaltsqualität und erholsamer Atmosphäre
  • Alle Patientenzimmer sind wohnlich und patienten orientiert eingerichtet
  • Jedes Zimmer verfügt über einen separaten, barrierefreien Sanitärbereich, der den besonderen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten gerecht wird
Für die Angehörigen

Neben den bestehenden körperlichen Beschwerden, wie Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Ernährungsproblemen und Atemnot stehen auch die psychosozialen und spirituellen Anliegen der Patienten im Mittelpunkt der Behandlung.

Falls Sie und der Patient es wünschen, wird Ihnen als Angehöriger ein Bett zur Verfügung gestellt, damit sie auch nachts die Möglichkeit haben, dem Patienten beizustehen. Die vertraute Nähe zu den Angehörigen können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und dem Patienten Sicherheit in seiner schwierigen Situation geben.

Zusammenarbeit mit dem Hospizverein

Für die Begleitung unserer Patienten und ihrer Angehörigen vor, während und nach der stationären Behandlung arbeiten wir eng mit den regionalen Hospizvereinen zusammen. Falls gewünscht, stellen wir gerne den Kontakt zu einem Begleiter in Ihrer Nähe her.

Sozialberatung

Stefan Neumeier, Dipl. Sozialpädagoge (FH)

Die Sozialberatung ist ein wesentlicher Teil der Therapie, wenn psychosoziale Faktoren bei der Entstehung oder Bewältigung von Krankheiten eine bedeutsame Rolle spielen. Dabei können Fragen der Integration oder Re-Integration in das „normale Leben“, die Anpassung an eine Lebensform außerhalb der üblichen sozialen Standards (z. B. bei einer Behinderung), die Inanspruchnahme sozialrechtlich garantierter Leistungen, die Verbesserung sozialer und/oder gesundheitlicher Chancengleichheit sowie schwierige persönliche Entscheidungen im Vordergrund stehen.

Unseren Patienten, deren Angehörigen und der ganzen Familie steht unser Mitarbeiter der Sozialberatung gerne zur Verfügung. Er hilft Ihnen, Probleme zu lösen, mit denen Patienten in ihrem Alltag überfordert sind.

Entlassung

Nach Möglichkeit streben wir die Entlassung in das gewohnte häusliche Umfeld an. Falls erforderlich, wird dafür auch ein ambulanter Pflegedienst hinzugezogen oder, wenn dies nicht ausreicht, die Aufnahme in eine geeignete Pflegeeinrichtung organisiert.

Gerne hilft Ihnen dabei die Pflegeüberleitung weiter, melden Sie sich einfach beim Stationspersonal.