Die männliche Brust ist ein sensibles Thema, das oft mit Scham und Unsicherheit verbunden ist. Viele Männer leiden unter einer Vergrößerung der Brustdrüse, der sogenannten Gynäkomastie. Dahinter können hormonelle Ursachen als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten oder idiopathisch bedingt sein. Besonders betroffen sind Männer mit Simon’s Gynäkomastie Grad IIb, bei der es zu einer deutlichen Vergrößerung des Brustgewebes und zusätzlich vorhandenem Hautüberschuss kommt. Eine interdisziplinäre Ursachenabklärung der Gynäkomastie durch Urologie, Endokrinologie, Gynäkologie/Senologie sowie per Sonographie/Mammographie sind obligatorische Voraussetzungen vor einer Operation.
Nicht nur Männer mit Gynäkomastie profitieren von modernen Operationstechniken. Für Männer, die nach massivem Gewichtsverlust unter erschlafftem Brustgewebe leiden, gibt es ebenfalls effektive Lösungen.
Priv.-Doz. Dr. Andreas Wolter, Leitender Arzt Zentrum für Postbariatrische Chirurgie und Liposuktion am Sana Krankenhaus Gerresheim, behandelt nach einer innovativen Methode die Gynäkomastie Grad IIb: Der kombinierte Eingriff, bestehend aus der zirkumareolären Mastektomie, der Anwendung einer interlocking Nahttechnik sowie der Lösung der Brustumschlagsfalte in Kombination mit der Anwendung einer wasserstrahl-assistierten Fettabsaugung, ermöglicht eine präzise Entfernung des überschüssigen Brustgewebes inklusive zirkulärer Straffung des Hautmantels. „Die Ergebnisanalyse zeigt eine sehr geringe Komplikationsrate, eine deutliche Verbesserung der Brustform und eine hohe Patientenzufriedenheit“, so Dr. Wolter. Die Methode stellt eine Innovation in der Behandlung der Gynäkomastie dar und bietet betroffenen Männern eine sichere und effektive Lösung. Sie wurde im international renommierten Aesthetic Surgery Journal (ASJ) frei zugänglich (open access) – veröffentlicht.


