Medizinische Schwerpunkte

Unser umfangreiches Leistungsspektrum

Onkologische Chirurgie (Chirurgie bei bösartigen Tumoren)

Die onkologische Chirurgie beschäftigt sich mit der operativen Entfernung von Krebserkrankungen z.B. im Bauchraum, im Brustkorb. Es handelt sich um einen wichtigen Teil des großen Fachgebietes der Chirurgie, wobei die Chirurgie wegen bösartiger Erkrankungen aufgrund des demografischen Wandels ein zunehmend wichtigeres Gebiet wird.

Die Chirurgie ist bei vielen Tumoren die Therapie der Wahl, wobei die Chirurgie selbst häufig nur einen Teil einer komplexen Behandlung darstellt. Somit ist der onkologische Chirurg in ein Netz verschiedener Krebstherapeuten eingebunden. Dazu gehören z.B. der Anästhesist, der Pathologe, der Strahlentherapeut, der Onkologe, aber auch der niedergelassene Haus- und Facharzt.

Zur Festlegung der Therapieplanung treffen sich wöchentlich die Spezialisten verschiedener Fachdisziplinen und beraten über die bestmögliche individuelle Therapie des Patienten.

Unsere Spezialisten beraten wöchentlich in den spezifischen Tumorkonferenzen über die bestmögliche individuelle Therapie von Patienten.

Die Frage, wann der onkologische Chirurg operiert, kann grundsätzlich dahingehend beantwortet werden, dass dies bei allen soliden Karzinomen der Fall ist, also nicht z.B. bei bösartigen Erkrankungen der Lymphbahnen. Darüber hinaus wird der onkologische Chirurg operieren, wenn ein Erfolg auf Heilung besteht, das heißt, wenn der Tumor komplett entfernt werden kann. Ein weiterer Grund liegt in den Symptomen des Patienten, z.B. bei eingeschränkter Nahrungsaufnahme, bei einem drohenden Darmverschluss oder aber bei medikamentös kaum zu beeinflussenden Schmerzen. Des Weiteren wird der onkologische Chirurg tätig, wenn Metastasen auftreten, die grundsätzlich entfernbar sind. Der onkologische Chirurg wird nie unüberlegt operieren, sondern immer erst nach einer sorgfältigen Abwägung des Für und Wider und einer Abwägung der potenziellen Risiken des Eingriffes gegenüber den Chancen. Die Operation erfolgt nach sorgfältiger Abstimmung im ärztlichen Behandlungsteam und nach eventueller Vor- und Mitbehandlung von relevanten Begleiterkrankungen. Entscheidend ist aber ganz sicher auch der Patientenwunsch.

Das Grundprinzip besteht in einer Entfernung des Primärtumors sowie der ihn umgebenden Lymphknoten. Viele Eingriffe in der Bauchchirurgie können sowohl offen als auch minimalinvasiv/laparoskopisch durchgeführt werden. Die weiteren Grundprinzipien bestehen in einer anatomischen Präparation, die natürliche Strukturen beachtet, darüber hinaus wird blutsparend unter Verwendung von Hilfsmitteln operiert. Zur onkologischen Chirurgie in der Bauchchirurgie gehört nicht nur Chirurgie von Tumoren des Verdauungstraktes, sondern auch die operative Behandlung von Tumoren der Schilddrüse. Darüber hinaus werden sogenannte Portimplantationen z.B. zur Durchführung einer systemischen Chemotherapie oder zur Schmerzbehandlung durchgeführt.

Hernienchirurgie

In der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie der Sana Kliniken Duisburg versorgen wir Brüche der Bauchwand (Hernien) und des Zwerchfells nach den neuesten Standards. Dabei legen wir für jeden Patienten eine individuelle, maßgeschneiderte Therapie nach internationalen Leitlinien fest. Um die langfristige Wirkung unserer Operationsergebnisse sicherzustellen und eine optimale Nachsorge zu gewährleisten, arbeiten wir eng mit den ambulanten Kooperationspartnern zusammen. Wir nehmen an der Qualitätssicherung Herniamed der Deutschen Herniengesellschaft teil, die uns als Zeichen der hohen Qualität unserer Behandlung das Siegel für Qualitätsgesicherte Hernien-Chirurgie verliehen hat.

Leistungsspektrum

  • Leistenhernie/Schenkelhernie: Laparoskopisch: TEP, TAPP; konventionell: Lichtenstein, Shouldice
  • Nabelhernie: Laparoskopisch: IPOM; videoendoskopisch: Netzplastiken (Sublay, inverse TEP), konventionell: Netzplastiken, Nahtplastiken
  • Epigastrische Hernie: Laparoskopisch: IPOM; videoendoskopisch: Netzplastiken (Sublay, inverse TEP), konventionell: Netzplastiken, Nahtplastiken
  • Narbenhernie: Laparoskopisch: IPOM; videoendoskopisch: Netzplastiken (Sublay, inverse TEP), konventionell: Netzplastiken (Sublay), Komponentenseparation (Ramirez, Rosen)
  • Parastomalhernie: Laparoskopisch: IPOM (IPST); konventionell: Netzplastiken
  • Hiatushernie (Zwerchfellbruch): Laparoskopisch: Nahtplastiken und Netzplastiken (mit und ohne Fundoplicatio)

Behandlung

  • Bauchwandhernien-OP
  • Leistenbruch-OP
  • Minimalinvasive Hernienchirurgie
  • Nabelbruch-OP
  • Narbenbruch-OP
  • Schenkelhernien-OP
  • TAPP / Transabdominale präperitoneale Netzimplantation
  • Zwerchfellbruch-OP

Operationsverfahren

  • Reparation von Leistenbrüchen
  • TEP - Totale Extraperitoneale Plastik
    Dabei wird ein Schnitt am Unterrand des Bauchnabels gemacht und von hier ein Netz hinter die Bauchmuskulatur implantiert. Je nach Lokalisation der Hernie sind ein bis zwei zusätzliche kleine Schnitte im Unterbauch erforderlich. Das implantierte Netz verstärkt den Leistenkanal und kann so das erneute Auftreten eines Leistenbruches verhindern.
  • TAPP - Transabdominelle Präperitoneale Plastik
  • Dabei wird ebenfalls über zwei bis drei kleine Schnitte ein Kunststoffnetz implantiert. Im Gegenteil zur TEP wird dabei der Leistenbruch vom Bauchraum aus repariert. Dazu wird das Bauchfell teilweise abgelöst und das Netz direkt über die Bruchpforten implantiert. Abschließend wird das Netz mit dem Bauchfell wieder abgedeckt.
  • Reparation von Nabel- oder Narbenbrüchen
  • Laparoskopisches Intraperitoneales Onlay Mesh (IPOM)
    Dabei wird ähnlich der TAPP die Hernie vom Bauchraum aus operiert. Über mehrere kleine Schnitte kann so ein Kunststoffnetz von innen an der Bauchwand angebracht werden um so die Bruchlücke zu verschließen und die Bauchwand zu verstärken

Endokrine Chirurgie (Chirurgie der Drüsen)

Diese Seite dient der Information von Patienten und niedergelassenen Kollegen. Sie soll eine Übersicht und eine Darstellung der endokrinen Erkrankungen aus der Sicht der Chirurgie bieten. Diese Kurzinformation ersetzt selbstverständlich nicht das persönliche Gespräch des Patienten mit seinem behandelnden Arzt. Zur Beantwortung von Fragen stehen Ihnen jederzeit die Mitarbeiter unserer Klinik zur Verfügung.

Erkrankungen und Chirurgie der Schilddrüse

Aufgabe der Schilddrüse ist die Freisetzung von Hormonen. Durch die Schilddrüsenhormone werden zahlreiche Stoffwechselprozesse gefördert und beeinflußt. Sowohl die übermäßige (Hyperthyreose), als auch die verminderte Produktion von Schilddrüsenhormonen (Hypothyreose) verursachen charakteristische Symptome und Folgekrankheiten in verschiedenen Organsystemen.

Die Schilddrüse wiegt normalerweise ca. 15 bis 20 g, sie besteht aus zwei Schilddrüsenlappen und besitzt ein Volumen von ca. 15 bis 20 ml. Das Organ ist sehr gut durchblutet. Für die Synthese der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) benötigt die Schilddrüse Jod. Die Schilddrüsenhormone haben direkten Einfluss auf den Stoffwechselumsatz (Grundumsatz) des Körpers, auf die Herzfrequenz und auf weitere Stoffwechselvorgänge.

  • Anatomie der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen
  • Diagnostik bei Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse
  • Gutartige Erkrankungen der Schilddrüse
  • Bösartige Erkrankungen der Schilddrüse

Erkrankungen und Chirurgie der Nebenschilddrüsen

  • Hyperparathyreoidismus
  • Sekundärer Hyperparathyreoidismus
  • Nebenschilddrüsenkarzinom

Erkrankungen und Chirurgie der Nebennieren

  • Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie
  • Cushing Syndrom
  • Conn-Syndrom
  • Adrenogenitales Syndrom (AGS)
  • Phäochromozytom
  • Nicht-Hormon-produzierende Nebennierentumoren
  • Operationsverfahren und postoperative Medikation

Endokrine Erkrankungen und Chirurgie des Pankreas

Die hormonaktiven Pankreastumore sind solitäre oder multiple Geschwülste des endokrinen Pankreas mit unkontrollierter Hormonproduktion. An hormonaktiven Tumoren werden unterschieden, das Insulinom (Beta-Zell-Tumor) und die Non-Beta-Zell-Tumoren, zu denen gezählt werden:

  • Zollinger-Ellison-Syndrom
  • Verner-Morrison-Syndrom (Synonym: WDHA[H]-Syndrom: Watery Diarrhea, Hypokalemia, Achlorhydria/Hypochlorhydria, evtl. Erhöhung von Sekretin, GIP, VIP)
  • Glukagonom

Darüber hinaus sind die Multiplen Endokrinen Neoplasien (MEN I und MEN II) abzugrenzen. Hierbei kommt es zum simultanen Auftreten mehrerer endokrin aktiver Tumoren, die klinisch asymptomatisch sein können.

Das Vorliegen eines MEN-Syndroms erfordert eine spezielle Reihenfolge des chirurgischen Vorgehens (z. B. Phäochromozytom vor C-Zellkarzinom).

Ein MEN-Syndrom sollte daher stets präoperativ ausgeschlossen werden.

  • Insulinom (Organischer Hyperinsulinismus)
  • Zollinger-Ellison-Syndrom (Gastrinom)
  • Verner-Morrison-Syndrom
  • Glukagonom
  • Karzinoide/Neuroendokrine Tumoren
  • MEN-Syndrome - Pathogenese

 

Minimal-invasive Chirurgie MIC (Schlüsselloch-Chirurgie)

Unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Stefan Hosch werden operative Eingriffe überwiegend minimal invasiv durchgeführt. Die dabei eingesetzten Instrumente sind so dünn wie Kugelschreiberminen und machen deshalb ihrem Namen alle Ehre: So genannte „minimal invasive“ Instrumente ermöglichen sehr schonende Eingriffe. Eine winzige Kamera überträgt dabei alle Details der Operation aus dem Körperinneren auf einen HD-Bildschirm. Dies bringt für den Patienten enorme Vorteile: weniger Schmerzen, kürzere Liegezeiten und keine sichtbaren Schnitte.

So ist die minimal-invasive Operation des Dickdarms und Enddarms in unserer Klinik das Standardverfahren. Ob dieses Verfahren zur Anwendung kommen kann, hängt natürlich unter anderem von den Vorerkrankungen oder Voroperationen des Patienten ab. Sprechen Sie in unserer Ambulanz mit Ihrem aufnehmenden Arzt über die Möglichkeit einer solchen minimal invasiven Chirurgie in Ihrem speziellen Fall.

Minimalinvasives Spektrum (MIC)

  • Versorgung von Bauchwandbrüchen mittels innerer Netzeinlage (Laparoskopische IPOM-Versorgung abdomineller Hernien)
  • Behandlung von Leistenbrüchen
  • Gallenblasenentfernungen
  • Eingriffe an Schilddrüse und Nebenschilddrüse
  • Dickdarmteilentfernungen
  • Entfernung von Speiseröhrenanteilen
  • Entfernung von Lungentumoren
  • Eingriffe bei Pneumothorax (Lungenkollaps)
  • Entfernung von Leberzysten und Leberbiopsien
  • Entfernungen des Thymus
  • Eingriffe bei Hyperhidrosis (vermehrte Schweißbildung)
  • Milzentfernungen
  • Eingriffe zur Reduktion der Adipositas (krankhaftes Übergewicht)
  • Appendektomien u. a.
  • Eingriffe bei Refluxerkrankung (Fundoplikatio)
  • Entfernung von Magenanteilen bei gutartigen Erkrankungen

 

Thoraxchirurgie (Lungen-, Speiseröhren-, Mittelfell- und Brustkorb-Chirurgie, VATS)

Kolorektale Chirurgie und chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Kolorektales Karzinom

 Die Therapie der Patienten erfolgt interdisziplinär, wobei bei Krebserkrankungen generell das Behandlungskonzept im Rahmen eines Tumorboards festgelegt wird.

Durch die hohe Expertise im interventionell endoskopischen Bereich der Gastroenterologie und im chirurgischen Bereich kann der Patient entsprechend seines Tumorstadiums adäquat mit allen derzeit verfügbaren Operationsverfahren behandelt werden (von der lokalen endoskopischen Resektion mittels transanaler endoskopischer Operation bis hin zu multiviszeralen Operationen). Ein spezieller Fokus liegt auf der Rektumchirurgie und hier speziell auf der Sphinktererhaltung bei sehr tiefsitzenden Rektumkarzinomen.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Ein besonderes Interessensgebiet der Klinik liegt in der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und weiteren komplexen Darmerkrankungen (Obstruktionssyndrome/ Entleerungsstörungen etc.). Hier gilt es besonders zunächst die Therapie mit Medikamenten optimal auszuschöpfen und in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Hausärzten und Gastroenterologen den richtigen Zeitpunkt für eine Operation festzulegen. In der chirurgischen Ambulanz gibt es entsprechend auch eine wöchentliche Sprechstunde für CED und andere komplexe Darmerkrankungen (zum Beispiel Rektumprolaps Photo, chronische Obstipation, Sphinkterinsuffizienz), in der der Chefarzt und die Oberärzte jeden Patienten persönlich sehen.

Vor der Operation:

Oft ist die Grundlage für die Planung einer Operation am Dickdarm die Darmspiegelung. Wenn Sie bei einer Routineuntersuchung im Rahmen der Krebsvorsorge waren oder wenn diese wegen bestimmter Beschwerden durchgeführt wurde, bringen Sie bitte den Befund zur Vorstellung an unserer Klinik mit.

Eine Darmspülung, wie vor der Spiegelung, ist vor der Operation dann nicht mehr notwendig. Sie erhalten lediglich ein mildes Abführmittel und einen kleinen Einlauf zur OP-Vorbereitung.


Nach der Operation:

Muss ein Teil des Dickdarmes entfernt werden, wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, ob in Ihrem Fall eine minimalinvasive oder eine herkömmliche offene Operation angezeigt ist. Das Prinzip ist immer dasselbe: Der erkrankte Darmabschnitt wird entfernt und die Schnittenden werden durch eine Naht wieder miteinander verbunden. Diese Nähte können von Hand, also mit Nadel und Faden, oder mit speziellen Nahtgeräten durchgeführt werden.

Ist es nicht möglich die Darmenden direkt wieder zusammen zu führen, kann es sein, dass zumindest vorübergehend ein künstlicher Darmausgang notwendig ist. Bei schweren Entzündungen, wenn schon eine Perforation stattgefunden hat oder bei Operationen am Enddarm in der Nähe des Afters kann es sinnvoll sein, die Naht vor der ständigen mechanischen Reizung durch Stuhl zu schützen. Fragen Sie Ihren Arzt im Vorgespräch nach den Details.

Je nach Länge des entfernten Darmabschnittes und entsprechend der Grunderkrankung ist mit einem Krankenhausaufenthalt von zwischen fünf und 14 Tagen zu rechnen.

Proktologie (Hämorrhoiden, Fisteln, Schließmuskelrekonstruktion, Inkontinenz)

Hämorrhoiden

Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden sind natürliche Schleimhautpolster aus Venengeflechten, Bindegewebe und Muskelfasern im untersten Teil des Mastdarms, die neben dem eigentlichen Schließmuskel für den Feinverschluss des Enddarms verantwortlich sind. Bei starkem Pressen infolge ständiger Verstopfung, Übergewicht, vorwiegend sitzender Tätigkeit oder Schwangerschaft kann es zur Vergrößerung der Hämorrhoiden und zu damit verbundenen Beschwerden kommen. Man spricht dann vom sogenannten „Hämorrhoidalleiden“.

  • Welche Symptome können auftreten?

  • Welche Untersuchungen müssen durchgeführt werden?

  • Welche Stadien des Hämorrhoidalleidens können unterschieden werden?

  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Analfistel und Analabszess

Was ist eine Analfistel/ein Analabszess?

Im After liegen im Bereich des Schließmuskels innenseitig die sogenannten „Duftdrüsen“, im Fachjargon Proktodealdrüsen genannt. Diese Drüsen können sich entzünden, z.B. aufgrund einer Verstopfung durch Stuhlpartikel. Als Folge kommt es zu einem Anschwellen der Drüsen mit Ausbildung einer Eiteransammlung (= Analabszess). Ein Abszess entsteht meist akut innerhalb weniger Tage und bedarf einer chirurgischen Behandlung.

Kommt es zu einer chronischen Entzündung der Proktodealdrüsen, so kann sich eine Analfistel bilden. Hierbei handelt es sich um eine gangartige Verbindung zwischen dem Analkanal und der äußeren Haut. Je nach Lage der Fistel in Bezug auf den inneren und äußeren Schließmuskel werden verschiedene Fistelverläufe unterschieden. Der Fistelverlauf ist entscheidend für die weitere operative Therapie.

  • Welche Symptome können auftreten?

  • Welche Untersuchungen müssen durchgeführt werden?

  • Welche Lokalisationen werden unterschieden?

Hepatobiliäre Chirurgie (Leber- und Gallenwegschirurgie)

Diese Seite dient der Information von Patienten und niedergelassenen Kollegen. Sie soll eine Übersicht und eine Darstellung der hepatobiliären Erkrankungen aus der Sicht der Chirurgie bieten. Diese Kurzinformation ersetzt selbstverständlich nicht das persönliche Gespräch des Patienten mit seinem behandelnden Arzt. Zur Beantwortung von Fragen stehen Ihnen jederzeit die Mitarbeiter unserer Klinik zur Verfügung.

Operationen an der Leber werden vor allem bei bösartigen (malignen) Lebertumoren durchgeführt. Die häufigsten bösartigen Tumore der Leber sind Lebermetastasen, gefolgt von den primären Leberzelltumoren (Hepatozelluläres Karzinom und Cholangiozelluläres Karzinom). Nur in seltenen Fällen kann eine Teilentfernung der Leber auch bei gutartigen Tumoren (Leberzysten, Hämangiome, Leberzelladenom) notwendig werden.

Die chirurgischen Techniken mit medizintechnischen Entwicklungen, sowie multimodale Therapiekonzepte haben in den letzten Jahren die chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten für Lebertumoren deutlich erweitert.

Je nach Lage und Größe der Lebertumoren erfolgen kleinere Segment- oder Keilresektionen, die vollständige Entfernung einer Leberhälfte oder auch erweiterte Leberteilresektionen. All diese Verfahren werden bei uns angeboten.

Die Möglichkeiten der Chirurgie sind oft durch die Größe oder Lage der Tumore, durch eine kritische präoperative Leberfunktion oder durch den Allgemeinzustand des Patienten limitiert. Es wurden daher verschiedene, primär nicht operative Behandlungsstrategien entwickelt, um den Tumor zu verkleinern (neoadjuvante Chemotherapie) oder den verbleibenden, gesunden Leberrest zu vergrößern (Pfortaderembolisation). In vielen Fällen kann so in einem zweiten Schritt doch noch die Operabilität erreicht werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, das Tumorgewebe durch Einspritzen von Chemotherapeutika (Chemoembolisation) oder die Einwirkung von Hitze (Thermoablation) zu zerstören.

Bösartige Lebertumoren
Bei allen bösartigen Tumoren der Leber bietet die Operation die bestmögliche Therapiechance. Alternativ finden sich konservative (nicht-chirurgische) oder onkologische (Chemotherapie, Strahlentherapie u.a.) Behandlungsmethoden, welche die operative Therapie ergänzen können bzw. ersetzen, falls eine Resektion nicht möglich ist.

Gutartige Lebertumoren
Es gibt eine Reihe von gutartigen Tumoren der Leber. Sie sind in der Regel harmlose und nicht therapiebedürftige Zufallsbefunde. Allerdings können auch gutartige Lebertumore stark an Größe zunehmen und so bei den Patienten Oberbauchschmerzen oder Völlegefühl verursachen. In seltenen Ausnahmefällen werden daher auch gutartige Lebertumoren operativ behandelt, insbesondere wenn diese verdrängend wachsen und zu Beschwerden führen.

Leberzysten
Leberzysten sind angeborene gutartige, flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Lebergewebe. Sie können einzeln oder mehrfach vorkommen. Werden Leberzysten so groß, dass sie zu Beschwerden führen, können sie üblicherweise minimalinvasiv chirurgisch behandelt werden. Im Rahmen einer solchen laparoskopischen Operation wird ein großer Teil der Zystenwand mit dem Ultraschallmesser abgetragen, so dass die Zyste im Weiteren in den Bauchraum drainiert.

Hämangiom
Das Leberhämangiom (Blutschwamm) ist der häufigste gutartige Tumor der Leber. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer. Während der Schwangerschaft und unter Einnahme von östrogen- und progesteronhaltigen Präparaten (z.B. „Pille“) können sie Wachstumstendenz zeigen. Die überwiegende Zahl der Leberhämangiome sind harmlose Zufallsbefunde ohne Krankheitswert. Größenbedingte Beschwerden sind selten, können aber ähnlich wie bei den Leberzysten eine operative Entfernung notwendig machen.

Fokal-noduläre Hyperplasie
Die fokal-noduläre Hyperplasie (FNH) ist ein gutartiger Lebertumor. Betroffen sind vor allem Frauen zwischen 20 und 50 Jahren. In der Regel sind es einzelne Knoten von einem Durchmesser unter 5 cm. Nur bei sehr großen Knoten leiden die Betroffenen gelegentlich an Oberbauchbeschwerden.

Leberzelladenom
Adenome sind gutartige Tumoren der Leber und sehr selten. Sie sind meist wenige Millimeter bis einige Zentimeter groß und finden sich insbesondere bei Frauen im gebärfähigen Alter. Eine Entartung eines zunächst gutartigen Adenoms zu einem bösartigen Leberkrebs ist möglich und tritt in ca. 10 Prozent der Fälle auf. Im Gegensatz zu den anderen gutartigen Lebertumoren sollte daher ein Leberzelladenom immer chirurgisch entfernt werden.

Kompetente Betreuung bei Gallengangsproblemen
Dies betrifft vor allem tumoröse oder entzündliche Veränderungen der Gallenwege. Diese können eine isolierte Teilentfernung des Gallenganges notwendig machen. Bei tumorösen Prozessen des Gallenganges oder der Gallenblase müssen jedoch häufig  aufgrund der anatomische Nähe entweder Anteile der Leber oder der Bauchspeicheldrüse mit entfernt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Gallengangschirurgie ist die Korrektur von Verletzungen des Gallenganges.

Pankreas-Chirurgie (Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie)

Diese Seite dient der Information von Patienten und niedergelassenen Kollegen. Sie soll eine Übersicht und eine Darstellung der wesentlichen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse aus der Sicht der Chirurgie bieten. Diese Kurzinformation ersetzt selbstverständlich nicht das persönliche Gespräch des Patienten mit seinem behandelnden Arzt. Zur Beantwortung von Fragen stehen Ihnen jederzeit die Mitarbeiter unserer Klinik zur Verfügung.

Die Chirurgische Klinik bietet das komplette Spektrum der Pankreaschirurgie an. Mit hoher Frequenz und entsprechender Erfahrung werden hier Operationen sowohl an malignen Tumoren des Pankreas als auch an benignen Tumoren und chronisch entzündlichen Läsionen durchgeführt.

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse werden oft erst spät diagnostiziert, da das Organ tief im hinteren Bauchraum liegt und Beschwerden oft zu lange nicht mit der Bauchspeicheldrüse in Verbindung gebracht werden.

Im Wesentlichen können zwei große Krankheitsbilder an der Bauchspeicheldrüse auftreten: der Bauchspeicheldrüsenkrebs und die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Pankreaskarzinom
Das Pankreaskarzinom steht bei den durch Krebs verursachten Todesfällen weltweit an vierter bis fünfter Stelle.

Trotz des Einsatzes der modernen Medizin hat das Pankreaskarzinom eine schlechte Prognose. Ursachen hierfür sind die unzureichenden Möglichkeiten der Früherkennung und das Fehlen wirksamer konservativer Behandlungsmöglichkeiten. Ein anderer Grund ist die frühzeitige Metastasierung, die ein wesentliches klinisches Charakteristikum des Pankreaskarzinoms darstellt.

Aufgrund der anatomischen Lage der Bauchspeicheldrüse tief im Abdomen treten klinische Symptome oft erst dann auf, wenn der Tumor bereits in benachbarte Organstrukturen eingewachsen ist. Zum Zeitpunkt der Diagnose sind die meisten Tumoren lokal fortgeschritten und nicht mehr resektabel oder haben bereits metastasiert.

Die chirurgische Therapie des Pankreaskarzinoms stellt die einzige potentiell heilende Behandlungsmöglichkeit dar, wobei trotz aller diagnostischer Bemühungen auch heutzutage eine komplette Entfernung (Resektion) des Tumors nur bei 30 bis 40 Prozent der betroffenen Patienten erfolgen kann. Dies liegt zum einen daran, dass die klinische Symptomatik lange Zeit nur gering ausgeprägt und sehr uncharakteristisch ist, zum anderen an den engen anatomischen Beziehungen zu benachbarten Organen und Blutgefäßen und dem aggressiven Tumorwachstum mit rascher Überschreitung der Organgrenzen und Infiltration der Nachbarorgane.

Ist im Falle eines Pankreaskopftumors der Gallengang in das Tumorgeschehen mit einbezogen, führt der resultierende Verschlussikterus (Gelbsucht) als erstes wegweisendes klinisches Zeichen oftmals zur schnelleren diagnostischen Abklärung. Bei Tumoren des Pankreaskorpus und des Pankreasschwanzes ist die Latenzzeit bis zum Auftreten deutlicher Symptome oft so, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist bzw. ausgedehnte Resektionen unter Mitnahme von benachbarten Organen (multiviszerale Resektion) notwendig sind.

Generell handelt es sich bei Eingriffen an der Bauchspeicheldrüse um große Operationen. Durch Verbesserung sowohl der operativen Technik als auch der anästhesiologischen und intensivmedizinischen Expertise können diese Eingriffe an entsprechend erfahrenen Zentren inzwischen aber mit großer Sicherheit und einer sehr niedrigen Mortalität durchgeführt werden.

Operationsverfahren beim Pankreaskarzinom
Eine chirurgische Behandlung des Bauchspeicheldrüsenkrebses ist dann sinnvoll, wenn der Tumor voraussichtlich komplett entfernt werden kann und keine Fernmetastasen vorhanden sind. In Einzelfällen kann aber nur die chirurgische Exploration zeigen, ob eine Resektion möglich ist. Für die radikale Entfernung des Pankreaskarzinoms stehen mehrere Operationsverfahren zur Auswahl. Zu den wichtigsten zählen:

• Klassische partielle Duodenopankreatektomie (Kausch-Whipple’sche Operation): Die partielle Duodenopankreatektomie, wie sie von Kausch erstmals beschrieben und von Whipple weiterentwickelt wurde, stellt nach wie vor eine Standardoperation beim Pankreaskopfkarzinom dar. Die Resektion des Magens ist aber meist aus onkologischen Gründen nicht notwendig, so dass diese Operation nur noch selten zu Anwendung kommt.

• Pyloruserhaltende partielle Duodenopankreatektomie (Pyloruserhaltende Whipple´sche Operation): Dies ist eine neue und die Lebensqualität weniger einschränkende Alternative zur klassischen Kausch-Whipple-Operation. Der wesentliche Vorteil dieser Methode ist, dass sich die Patienten nach der Operation weitgehend normal ernähren können.

• Pankreaslinksresektion: Die Pankreaslinksresektion ist bei Tumoren des Pankreaskorpus und -schwanzes indiziert.

Medikamentöse Therapie des Pankreaskarzinoms
Trotz aller Bemühungen, die chirurgische Therapie des Pankreaskarzinoms zu verbessern, kommt es häufig auch bei kompletter Tumorentfernung zu lokalen Rezidiven und Fernmetastasen. Immuntherapien und antihormonelle Behandlungen haben sich entgegen ursprünglich hoffnungsvoller Erwartungen als kaum wirksam erwiesen. So stellen konventionelle Chemotherapiestrategien derzeit weiterhin die Basistherapie dar. Zwar ist auch damit eine wesentliche Verlängerung des Überlebens wohl nicht zu erreichen, die Lebensqualität der Patienten ist aber nachweisbar deutlich verbessert. Entsprechende Strategien chemotherapeutischer Behandlung werden in engem Kontakt mit den Kliniken für Gastroenterologie und Onkologie und in der Diskussion im interdisziplinären Tumorboard festgelegt.

Chronische Pankreatitis
Die chronische Pankreatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Häufigste Ursachen der Erkrankung sind regelmäßiger Alkoholgenuss und Gallensteine. Durch chronisch entzündlichen Umbau der Drüse in fibrotisches Gewebe kommt es zunächst zu einem Fehlen von Verdauungsenzymen im Dünndarm mit Durchfall und sogenannten Gär- und Fettstühlen. In fortgeschrittenem Zustand kommt es zum Auftreten einer Zuckerkrankheit in Folge fehlender Insulinproduktion (Diabetes mellitus). Neben dem Funktionsverlust der Drüse führt die Erkrankung zu mechanischen Komplikationen wie der Bildung von pankreatischen Pseudozysten, Einengung des Magenausgangs und Gelbsucht. Leitsymptom der Erkrankung ist aber das medikamentös nur schwer beherrschbare chronische Schmerzsyndrom, auf Grund dessen etwa 50 Prozent der Patienten im Laufe ihres Lebens eine chirurgische Therapie benötigen

Chirurgische Therapie der chronischen Pankreatitis
Prinzipiell werden drainierende und resezierende Verfahren unterschieden, wobei die drainierenden Verfahren zwischenzeitlich nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Eine genaue Diagnostik ist für die Therapieentscheidung von größter Bedeutung.

Drainierende Verfahren
Das klassische drainierende Verfahren an der Bauchspeicheldrüse ist die Operation nach Partington-Rochelle bei der ein aufgeweiteter Bauchspeicheldrüsenhauptgang mit einer seit-zu-seit aufgenähten Dünndarmschlinge verbunden wird. Diese vor Jahren sehr populäre Operation spielt zwischenzeitlich aber nur noch eine sehr untergeordnete Rolle, da die Effizienz bezüglich der Schmerzreduktion nur sehr gering ist.

Resezierende Verfahren

Duodenumerhaltende Pankreaskopfresektion
Mit dieser Technik wird der entzündliche Tumor des Pankreaskopfes als Schrittmacher der Erkrankung ohne weiteres Organopfer selektiv entfernt. Die Beschränkung der Resektion auf den entzündlichen Kopftumor führt zu weniger Komplikationen und einer besseren Lebensqualität der Patienten. Zwischenzeitlich sind unterschiedliche Varianten dieser Operationstechnik beschrieben (Frey´sche OP, Berner Variation). Wesentlich ist, dass die verschiedenen Techniken der duodenumerhaltenden Pankreaskopfresektion den radikaleren resezierenden Verfahren in allen relevanten Aspekten zumindestens gleichwertig sind oder sie sogar übertreffen.
 

Ausgewählte Adressen & Links

Chirurgie der Sarkome (Chirurgie der Weich-Eingriffe)

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Allgemeine Informationen
Weichteilsarkome sind bösartige Tumoren des Weich- und Stützgewebes. Sie können an den Extremitäten (50 %), an Rumpf und Retroperitoneum (40 %) sowie am Kopf und Hals (10 %) entstehen.

So geht beispielsweise das Liposarkom von Fettzellen aus, das Leiomyosarkom von Muskelzellen, das Angiosarkom von Gefäßen und das Fibrosarkom vom Bindegewebe. Gemeinsam ist allen Sarkomen, dass sie sehr früh in bzw. über die Blutbahn metastasieren. Sie können im Bereich des gesamten Körpers auftreten, etwa im Bereich der Extremitäten, der Brustwand und des Bauchraums.

In seltenen Fällen kommen sie auch im Magen-Darm-Trakt vor. Sie werden hier als gastrointestinale Stroma-Tumoren (GIST) bezeichnet.

Die Variabilität der Erkrankung und die besondere Herausforderung an Diagnostik und Therapie erfordern eine unabdingbare hohe Interdisziplinarität.

Diagnose
Um histopathologisch sicher die Diagnose eines Weichteilsarkoms stellen zu können ist eine ausreichende Menge an Gewebe zur pathologischen Begutachtung notwendig. Daher ist eine Inzision- oder Exzisionsbiopsie häufig zur Gewinnung dieser Gewebeprobe sinnvoll. Hierfür ist eine genaue Planung notwendig, um im Falle einer Bestätigung der Malignität die Radikalität der definitiven Tumoroperation nicht zu kompromittieren.

Die Therapieplanung und -durchführung von Weichteilsarkomen sollte in Zentren erfolgen, bei denen ein interdisziplinäres Team von Chirurgen, Onkologen, Pathologen, Radiologen und Strahlentherapeuten zur Verfügung steht, da vor/ bzw. nach der radikalen Resektion des Tumors ggf. notwendige multimodale Therapieoption zum Einsatz kommen können, wenn dadurch die Therapieergebnisse verbessern können.

Therapie
Die Therapieform ist abhängig vom Differenzierungsgrad der Tumoren. So werden gut differenzierte Tumore (G1) in der Regel durch eine alleinige Operation behandelt. Bei niedrig differenzierten Tumoren (G3) wird in der Regel eine multimodale Therapie mit Strahlentherapie und Operation durchgeführt. Der Stellenwert der Chemotherapie ist noch nicht eindeutig geklärt.

Bei der Resektion ist der ausreichende lokale Sicherheitsabstand von größter Bedeutung. Tumoren an den Extremitäten sollten nach Möglichkeit ggf. mit neoadjuvanter Therapie Extremitäten-erhaltend operiert werden.

Bei den Sarkomen des Rumpfes und des Kopfes wird bei schlecht-differenzierten Tumoren zumeist eine lokale Resektion vorgenommen, die im Einzelfall mit der Strahlentherapie, ggf. auch mit der Chemotherapie, kombiniert wird.

Retroperitoneale Weichteilsarkome werden, wenn eine vollständige Resektion nicht möglich ist, durch eine Entfernung von möglichst viel Tumorgewebe (Tumordebulking) entfernt. Die retroperitonealen Weichteilsarkome sind zumeist groß, da durch fehlende Symptomatik der Tumor häufig erst spät diagnostiziert wird.

Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) werden durch die radikale chirurgische Entfernung behandelt. Durch die Anwendung eines Tyrosin-Kinase Inhibitors, scheint bei Tumoren, welche nicht vollständig zu entfernen sind, wenn multiple Metastasen vorliegen oder die Zellteilungsrate des Tumors hoch ist eine deutliche Verbesserung des Krankheitsverlaufs möglich. Ob durch Doxorubizin-haltige Chemotherapien im Anschluß an eine Operation eine Verbesserung der Prognose erzielt werden kann ist noch nicht abschließend geklärt.

Auch bei Fernmetastasen (insbesondere Lungenmetastasen) kann eine operative Entfernung des Tumors (in der Regel minimalinvasiv) mit kurativer Intention bei ausgewählten Patienten durchgeführt werden.

Prognose
Die Prognose ist von mehreren Faktoren wie zum Beispiel der initialen Tumorgröße, dem Tumorstadium, der Lokalisation und dem Alter des Patienten abhängig. Schlecht differenzierte Tumore haben in der Regel eine schlechtere Prognose als gut differenzierte Tumore (G1, 5-Jahres-Überlebensrate von 80 bis 90%). Bei spät diagnostizierten retroperitonealen Sarkomen besteht eine schlechtere Prognose als bei Tumoren an anderen Lokalisationen, die früher erkannt werden.

Bei 10 bis 20% kann es nach einer Resektion zu einem Lokalrezidiv des Tumors kommen. In solchen Fällen ist meist eine erneute Resektion möglich und notwendig. Um nach einer erfolgreichen Resektion eine Tumorfreiheit zu gewährleisten, sind regelmäßige Nachsorgen erforderlich.