Medizinische Schwerpunkte

Devicetherapie

Herzschrittmacher

Wenn das Herz zu langsam wird

Ein Herzschrittmacher kann notwendig werden, wenn das Herz zu langsam schlägt oder zwischendrin aussetzt. Die hieraus entstehenden Beschwerden können Schwindel, allgemeine Schwäche, Luftnot, schwarz werden vor den Augen und/oder Bewusstlosigkeit sein. Die Implantation ist ein Routineeingriff, der unter lokaler Betäubung erfolgt.
Ein Herzschrittmacher dient somit zur Behandlung von Beschwerden, die durch einen zu langsamen Herzschlag verursacht werden (bradykarde Herzrhythmusstörungen). Der kleine elektrische Taktgeber überwacht den Herzrhythmus und beschleunigt ihn bei Bedarf. Der Herzschrittmacher wird in der Regel im Brustbereich unterhalb des Schlüsselbeines eingesetzt. Der kleine Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung während eines kurzen stationären Aufenthaltes.


So funktioniert ein Herzschrittmacher

Zwei dünne Drähte (Elektroden) verbinden den Herzschrittmacher mit dem Herzen, wo sie die Aktivität des Herzmuskels messen. Ist der Rhythmus zu langsam, gibt ein Impulsgenerator im Innern des Geräts elektrische Impulse ab. Über die Elektroden werden die elektrischen Signale zum Herzen geleitet, damit es schneller schlagen kann. Komplikationen im Rahmen der Operation sind sehr selten und meist gut behandelbar.

Was ist zu beachten nach der OP?

Damit die Elektroden (Drähte) in den Herzmuskel einwachsen, können ist es wichtig, mindestens in den ersten sechs Wochen, und um ganz sicher zu gehen, in den ersten drei Monaten den Arm auf der Schrittmacherseite zu schonen. Hier sollten vor allem Bewegungen über Kopf vermieden werden, um Dislokationen (Lageänderungen) zu vermeiden.

Zur Vorbeugung von Wundinfektionen nehmen Sie gemäß Verordnung noch Antibiotika für drei Tage nach der OP ein.

Fäden müssen bei uns in der Regel nicht gezogen werden, da wir eine besondere Nahttechnik anwenden. Für 14 Tage jedoch sollten Sie regelmäßig vom Hausarzt die Wunde begutachten lassen und das Pflaster alle drei Tage wechseln.

Die erste Kontrolle findet in etwa 6 bis 8 Wochen nach der Operation in unserer Herzschrittmacher-Ambulanz statt. Bitte beachten Sie den Termin im Brief und Befund.

Wie lebt es sich mit einem Herzschrittmacher?

Die meisten Patienten nehmen den Herzschrittmacher nach einiger Zeit gar nicht mehr wahr. Beruf und Freizeitaktivitäten können in der Regel schon bald wieder aufgenommen werden.

Alle sechs Monate sollten Sie eine ambulante Kontrolle bei einem niedergelassenen Kardiologen durchführen lassen. Patienten mit einer Privatversicherung können Ihre Kontrollen auch gerne in unserer Herzschrittmacher-Ambulanz durchführen lassen.

Denken Sie daran Ihren Herzschrittmacher-Ausweis immer bei sich zu tragen. In Notfällen und bei Kontrollen liefert dieser wichtige Informationen.

Achtung bei Magneten und Induktionskochfeldern

Da wir hochwertige Systeme einsetzen, sind unsere Herzschrittmacher überwiegend MRT-fähig. Vor einer MRT Untersuchung sollten Sie jedoch den Herzschrittmacher in den entsprechenden Modus durch einen Kardiologen umprogrammieren lassen. Nach der MRT-Untersuchung muss der Herzschrittmacher wieder in den normalen Gerätemodus umprogrammiert werden.

Bitte achten Sie im Alltag auf Magneten und elektromagnetische Felder (wie zum Beispiel Kettensägen und Schweißgeräte), die die Wahrnehmung und Funktion des Herzschrittmachers beeinflussen können. Wenn Sie jedoch mindestens 30 Zentimeter Abstand halten, kann Ihnen nichts passieren. Bei Induktionskochfeldern sollten Sie 60 Zentimeter Abstand halten.