Die präoperative Vorbereitung und Risikostratifizierung des Patienten erfolgt hauptsächlich in einer eigens dafür eingerichteten Prämedikationsambulanz. In Bezug auf die Anästhesiologie hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Ergebnisqualität in der operativen Medizin insbesondere bei Patienten mit risikoerhöhenden Begleiterkrankungen (zum Beispiel Koronare Herzerkrankung, arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, obstruktive Lungenerkrankungen, chronische Erkrankungen) nicht allein von den Fähigkeiten des Operateurs, sondern in erheblichem Maße von der Kompetenz des Anästhesiologen bei der Vorbereitung auf den Eingriff, der Qualität des Anästhesieverfahrens, der Überwachung vitaler Organfunktionen sowie der postoperativen Behandlung abhängig ist. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in der Tatsache wider, dass das Risiko an einer Narkose zu versterben in den letzten 50 Jahren in den westlichen Industrieländern von 1:3.000 auf über 1:1.000.000 gesunken ist.
In enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Neuroradiologie und Pädiatrie/Neonatologie betreuen wir im Rahmen der Interventionen auch Neugeborene und Säuglinge mit angeborenen Gefäßmissbildungen des Gehirns. Insbesondere für die sogenannte Vena-Galeni-Malformation sind die Sana Kliniken Duisburg ein europaweit führendes Zentrum in der Behandlung dieser seltenen Erkrankung.
Operationen mit viel Fingerspitzengefühl
In unserem großen neurochirurgischen Zentrum werden – um das bestmögliche Ergebnis zu erlangen – Operationen am Gehirn auch in wachem Zustand durchgeführt. In ausgezeichneter Zusammenarbeit mit den Kollegen betreuen wir unsere Patienten mit der dafür erforderlichen Aufmerksamkeit und Fingerspitzengefühl.
Moderne Anästhesieverfahren
Mit Hilfe neuroaxialer Regionalanästhesieverfahren (zum Beispiel Spinal-, Periduralanästhesie) sind wir in der Lage, die Sicherheit und Zufriedenheit der Patientinnen in der geburtshilflichen Abteilung unseres Hauses (circa 1.750 Geburten in 2022) zu optimieren.
Postoperative Schmerztherapie
Ein wesentliches und äußerst dankbares Arbeitsfeld unseres Fachgebietes ist die postoperative Schmerztherapie. Abgesehen davon, dass eine wirksame Schmerzlinderung das operative Gesamtergebnis positiv beeinflusst, hat der Patient darauf natürlich einen Anspruch. Der operierte Patient kann sich zum Beispiel über eine individuell programmierbare Pumpe per Knopfdruck ein schmerzhemmendes Medikament intravenös verabreichen (on-demand-Analgesie). Eine solche patientenkontrollierte Analgesie (PCA) trägt in idealer Weise dem individuellen Schmerzempfinden Rechnung. Eine selektive Blockade bestimmter Nerven über entsprechend platzierte Katheter erlaubt eine effiziente Schmerzausschaltung, die vor allem nach unfallchirurgischen oder orthopädischen, intrathorakalen und großen abdominellen Eingriffen eine frühzeitige Bewegungstherapie ermöglicht und damit ein optimales Operationsergebnis sichert.
Zu unseren akutschmerztherapeutischen Leistungen zählen unter anderem folgende routinemäßige Katheterverfahren, die durch unseren gut strukturierten Akutschmerzdienst angelegt und betreut werden:
- Interskalinärer Plexuskatheter
- Vertikaler infraklavikulärer Plexuskatheter
- Axillärer Plexuskatheter sowie Nervus Radialis-, Medianus- und Ulnarisblockaden
- Thorakale und lumbale Periduralkatheter
- Nervus Femoraliskatheter
- Verschiedene Ischiadicakatheter
- Fußblöcke
- Peniswurzelblockaden
- Bloodpatches bei postpunktionellem Kopfschmerz, zum Beispiel nach Liquorpunktionen