Muttermilch ist die optimale Ernährung für Früh- und Neugeborene und bietet eine einzigartige Zusammensetzung aus Nährstoffen, Antikörpern und bioaktiven Substanzen, die das Wachstum und die Entwicklung unterstützen sowie das Immunsystem stärken. Es gibt jedoch Situationen, in denen Mütter nicht ausreichend oder gar keine Milch produzieren können, um ihre Früh- und Neugeborene zu versorgen. In solchen Fällen wird bei der Versorgung von Frühgeborenen laut führenden Fachorganisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Verwendung von qualitätskontrollierter Frauenmilch von Spenderinnen empfohlen.
Aus diesem Grund haben wir in den Sana Kliniken Duisburg eine eigene Frauenmilchbank, häufig auch „Muttermilchbank“ genannt, etabliert. Dadurch werden Frühgeborene mit gespendeter Frauenmilch versorgt, wenn die eigene Milch der Mutter vorübergehend nicht oder nicht ausreichend verfügbar ist. Die Gewinnung, Aufbereitung und Lagerung der Milch unterliegt strengen Qualitäts- und Hygienestandards – so wird die Spenderinnenmilch beispielsweise vor der Abgabe an Frühgeborene pasteurisiert.
Unsere ausgebildeten Still- und Laktationsberaterinnen unterstützen Mütter bei der Muttermilchgewinnung.
Um Frauenmilch spenden zu können, gelten folgende Richtlinien:
1. Das eigene Kind der möglichen Spenderin muss stationär in den Sana Kliniken Duisburg behandelt werden.
2. Die Mutter produziert deutlich mehr Milch, als ihr eigenes Kind benötigt.
3. Die Mutter ist gesund und wird zusätzlich vorab auf mögliche Krankheiten untersucht.
4. Die gespendete Frauenmilch wird regelmäßig in einem hierauf spezialisierten Labor untersucht.