NeurozentrumNeurochirurgie

Das Prinzip der neurochirurgischen Therapie liegt in dem Schwerpunkt, eine sehr hochwertige Mikrochirurgie anzubieten. Dies ist das oberste Gebot unseres täglichen Tuns.

Technische Neuerungen werden natürlich immer sehr zeitnah integriert, aber immer nach fundierter Prüfung und unter der Prämisse des Erhalts der mikrochirurgischen Qualität.  

Die Neurochirurgie profitiert hier ganz entscheidend von der Kooperation mit den anderen Fächern, also der interdisziplinären Zusammenarbeit. Die Kooperation ist dominiert von Diskussion der Fälle auf Augenhöhe mit sehr kurzen Reaktionszeiten zur Problemlösung. Dies ist auch durch die räumliche Nähe der verschiedenen Fachbereiche gegeben. Zusammen mit der Neuroradiologie und Neurologie werden vaskuläre Erkrankungen des Nervensystems sowohl des Gehirns als auch der Wirbelsäule behandelt. Mit der Onkologie und der Strahlentherapie werden Tumorerkrankungen erfolgreich therapiert.  

In der Tumorchirurgie bietet die Klinik neuroonkologische Versorgung auf höchstem Niveau an. Gliompatienten werden nicht nur mit Neuronavigation operiert, sondern auch unter Zuhilfenahme der ALA-Methode, einer speziellen Fluoreszenztechnik zur Sichtbarmachung von Tumor und auch High End Ultraschallverfahren.  Postoperativ werden diese Patienten entsprechend der Empfehlungen mit postoperativem MRT kontrolliert. Eine entsprechende Spezialambulanz zur Tumorneurochirurgie wurde eingerichtet, um der Vielzahl der Patienten in Zusammenarbeit mit der Klinik für Hämatologie und Onkologie gerecht zu werden.

Ein besonderer Schwerpunkt ist die Kinderneurochirurgie mit der Behandlung von Kraniosynostosen und vaskulären und tumorösen Läsionen des kindlichen Nervensystems.

Weiterhin Fehlbildungen der Wirbelsäule und die Behandlung des Wasserkopf sowohl mit Shuntsystemen und auch der Endoskopie. Hier liegt Erfahrung mit sehr vielen Kindern vor. Die Kinderklinik liegt direkt neben dem Neurofunktionsräumen also der Angiographie und den Operationssälen, was logistisch extrem vorteilhaft ist. Die Kinder werden gemeinsam mit den Kinderärzten betreut, d.h. sie liegen in der Kinderklinik, werden aber immer auch täglich von den behandelnden Neurochirurgen und Neuroradiologen gesehen.        

Ganz wichtige Spezialgebiete der Klinik für Neurochirurgie sind die Orbitachirurgie und die Chirurgie von Prozessen im Bereich der Sehnervenkreuzung und des Chiasma opticum. Hier liegt Erfahrung mit hohen Fallzahlen vor, die es ermöglicht bei Patienten mit entsprechenden Erkrankungen das Augenlicht zu retten. Die Chirurgie der Schädelbasis ist ein besonderes Gebiet und wird falls erforderlich auch in Spezialfällen in enger Kooperation mit der HNO-Klinik des St. Anna Krankenhauses ( Prof. Remmert) und den kieferchirurgischen Kollegen aus Duisburg Homberg ausgeübt. Durch die Möglichkeit im Hause auch mit sehr modernen stereotaktischen Methoden zu bestrahlen, können Schädelbasispatienten der Sana Kliniken Duisburg komplett behandelt werden, was sehr wichtig ist.    

Im Bereich der Wirbelsäulentherapie wird ein sehr ausgefeiltes Stufenkonzept angeboten, welches von der konservativen Therapie in Zusammenhang mit dem Zentrum für Bewegungstherapie, über die computergestützten Injektionstechniken ( Wurzelblockade, Faccettenblockade und Blockade der Ileosacralfuge) bis hin zu mikrochirurgischen Techniken bei Stenose und Bandscheibenvorfall reicht oder auch zu Verschraubungstechniken unter Zuhilfenahme der Neuronavigation und 3D Durchleuchtung mit speziellen Carbonuntensilien und Tischanbauten, um den Strahlengang nicht zu stören.

Bei den stark vaskularisierten Wirbelsäulenmetastasen, z.B. bei Hypernephromen, lassen wir die Tumore vorher embolisieren, um sie dann zu resezieren, falls erforderlich in enger Kooperation mit den unfallchirurgischen oder chirurgischen Kollegen bei großen ventralen Zweihöhleneingriffen.