Medizinische SchwerpunkteKnieprothesen (Knie-TEP)

Wenn am Knie, ähnlich wie beim Hüftgelenk, ein Verschleiß zu dauernden Schmerzen und Einschränkungen des Alltags führt und mit anderen Maßnahmen nicht mehr behandelt werden kann, wird im allgemeinen zur Operation und zum Einsetzen eines künstlichen Kniegelenkes (Knieprothese, Knie-TEP) geraten. Ursache des Verschleißes können sowohl altersbedingter Verschleiß als auch Folgen von Unfällen oder Knorpelerkankungen sein.

Bevor wir eine Knieprothese implantieren, prüfen wir, ob sich durch eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung), oder andere Maßnahmen (Umstellungsosteotomie, Knorpel-Knochentransplantation) die Prothesen-Implantation hinauszögern oder ganz verhindern lässt.

Medizinische Behandlungsverfahren

Wenn eine Operation notwendig ist, wird bei uns die Computernavigation zur exakten Ausrichtung und Achskorrektur verwendet, um eine größtmögliche Präzision zu gewährleisten. Um eine schnelle Belastung zu ermöglichen, werden bei uns alle Knieprothesen in voll zementierter Technik ausgeführt. Dies bedeutet, dass sowohl die Oberschenkel- als auch die Unterschenkelkomponente mit speziellem Knochenzement verankert werden. Um den individuell unterschiedlichen Achs- und Weichteilverhältnissen gerecht zu werden, haben wir standardmäßig vier Prothesenmodelle zur Auswahl, die sich in der Achsführung und der Verankerungstechnik unterscheiden.

Auch Revisionoperationen bei gelockerten Prothesen oder instabilen Gelenken mit einem Wechsel der Komponenten oder der gesamten Prothese gehören zu unserem Standard. Aufgrund des modernen Instrumentariums mit "minimal-invasiver" Technik können wir den Hautschnitt in den meisten Fällen deutlich kleiner ausführen als in den letzten Jahren. Dies ist kosmetisch und für die Heilung günstig. 

Der stationäre Aufenthalt in unserer Klinik beträgt allgemein 14 Tage. Im Anschluss wird meist noch eine Rehabilitation in einer speziellen Klinik für Rehabilitation durchgeführt. Bei ausreichend mobilen Patienten kann diese Maßnahme aber auch wohnortnah ambulant erfolgen. Unser Sozialdienst plant bereits frühzeitig nach der Operation mit Ihnen zusammen das weitere Vorgehen, um auch Ihre Wünsche nach einer bestimmten Klinik bestmöglich zu berücksichtigen.

Für eine Beratung zur Knie- oder Hüftprothese können sie sich von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr in der Ambulanz der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie vorstellen, ein Termin wird nicht benötigt. Bedingt durch Notfälle kann es aber zu Wartezeiten kommen. Die Ihnen vorliegenden Befunde (z. B. Röntgenbilder) und Informationen über Ihre evtl. anderen Erkrankungen bitten wir Sie dazu mitzubringen. Falls eine Prothese bei Ihnen eingesetzt werden soll, können wir meist innerhalb einer Woche einen OP-Termin vergeben.