Medizinische SchwerpunkteUnser umfangreiches Leistungsspektrum

In der Klinik für Hämatologie und Onkologie werden alle Erkrankungen des blutbildenden Systems sowie alle soliden Tumorerkrankungen behandelt. Ebenfalls im Behandlungsspektrum beinhaltet sind seltene Autoimmunerkrankungen, wie autoimmunhämolytische Anämien, die idiopathische thrombozytische Purpura (ITP), thrombotisch thrombozytopene Purpura (TTP oder Morbus Moschkovitz), sowie die Sarkoidose, Kollagenosen und Störungen des Eisenstoffwechsels oder der Hämoglobin-Synthese (Thalassämie). Auch Patienten mit anderen Gerinnungsstörungen (DIC etc) werden bei uns behandelt, Patienten mit Hämophilien A und B dagegen werden in Lübeck traditionell am UKSH, Campus Lübeck betreut.

Kolorektale Karzinome

Ein wesentlicher Anteil der Patienten der Klinik für Hämatologie und Onkologie leiden unter bösartigen Erkrankungen des Darmtraktes (etwa 20 %). Aus diesem Grund stellt die Therapie dieser häufigen Erkrankung auch einen Schwerpunkt der klinischen Arbeit dar. Die wichtigsten Aspekte bei der Betreuung von Patienten mit diesem Krankheitsbild sind:

  • Differenzierte präoperative Diagnostik zur optimalen Planung einer kombinierten oder auch rein chirurgischen Therapie.
  • Differenzierte Diagnostik bei Metastasierung zum optimalen Behandlungplanung unter Nutzung aller therapeutischer Optionen (Chemotherapie, Operation, Strahlentherapie, Antikörpertherapie, supportive Therapie)
  • Planung einer neoadjuvanten Chemotherapie/Strahlen-Chemotherapie.
  • Planung einer adjuvanten postoperativen Chemotherapie/Strahlen-Chemotherapie.
  • Planung einer palliativen Chemotherapie/Strahlen-Chemotherapie.
  • Planung einer palliativen interdisziplinären Therapie unter Einbeziehung von Chirurgie, Strahlentherapie und Chemotherapie.
  • Zusätzliche Anwendung von neueren therapeutischen Substanzen wie Antikörpern.

Mammakarzinom

Auch bösartige Erkrankung der Brustdrüse werden in unserer Klinik behandelt wobei der Schwerpunkt bei der Therapie der metastasierten Erkrankung liegt. Es gelten letztlich die gleichen Schwerpunkte und Besonderheiten wie oben unter "kolorektale Karzinome" beschrieben.

Bronchialkarzinom

Bösartige Erkrankung der Bronchien sowie des Rippenfells und der Atemwege werden immer häufiger. Durch das Vorhandensein einer thoraxchirurgischen Klinik im Hause kommt es hier nicht nur zu Entscheidungen im palliativen Kontext, sondern auch zu multimodalen Therapieplanungen im präoperativen oder postoperativen Bereich. Für die differenzierte Behandlung des einzelnen Patienten gelten auch hier die Schwerpunkte und Besonderheiten wie oben unter "kolorektale Karzinome" beschrieben.

Weitere solide Tumoren

In unserer Klinik werden alle, auch seltenen Formen solider Tumoren behandelt:

  • Kolonkarzinom
  • Mammakarzinom 
  • Bronchialkarzinom
  • Magenkarzinom
  • Pankreaskarzinom
  • Ösophaguskarzinom
  • Gallengangskarzinom
  • GIST-Tumoren
  • Uteruskarzinome
  • Sarkome
  • Karzinom mit unbekanntem Primärtumor
  • Analkarzinom
  • Prostatakarzinom
  • Urothelkarzinom
  • Karzinoid/neuroendokrine Tumoren
  • Hodentumoren
  • Weitere Diagnosen

Hämatologische Erkrankungen

Ein traditioneller Schwerpunkt der Klinik seit der Tätigkeit des ersten Leiters der Klinik (Prof. Heiner Bartels) ist die Behandlung gutartiger und bösartiger Erkrankungen des blutbildenden Systems (sogenannte hämatologische Systemerkrankungen).

Dabei werden unter anderem die folgenden Krankheitsbilder behandelt:

  • Morbus Hodgkin
  • Non-Hodgkin-Lymphome
  • Akute myeloische Leukämie
  • Plasmozytom
  • Chronisch lymphatische Leukämie
  • Aplastische Anämie
  • Myelodysplasie
  • Osteomyelofibrose
  • Chronisch myeloische Leukämie
  • Essentielle Thrombozytämie
  • Immunozytom
  • Polycythaemia Vera
  • ITP
  • TTP
  • Weitere Krankheiten

Die Therapie dieser Erkrankungen erfolgt grundsätzlich im Rahmen der jeweils etablierten deutschlandweiten Behandlungsstudien. Dabei erfolgt die Kooperation besonders mit folgenden Studiengruppen:

  • Deutsche Hodgkin-Studiengruppe in Köln.
  • Deutsche Studiengruppe der hochmalignen NHL in Homburg/Saar.
  • Deutsche Studiengruppe der niedrigmalignen NHL in München.
  • Deutsche Studiengruppe zur Therapie der AML in Dresden.
  • Studiengruppe zur Therapie des Plasmozytoms in Heidelberg.

Einen besonderen und inzwischen schon traditionellen Schwerpunkt der klinischen Tätigkeit stellt die Therapie der akuten myeloischen Leukämie (AML) sowie die Therapie des Plasmozytoms dar.