Nach dem Start der MitraClip-Therapie im März 2025 wurde im Regio Klinikum Elmshorn nun erstmals auch die Trikuspidalklappe mit dem TriClip-System behandelt. Damit erweitert das Herzkatheterlabor sein Angebot in der interventionellen Herzklappentherapie um ein weiteres modernes, kathetergestütztes Verfahren.
Am 1. September 2026 wurde erstmals eine transkatheterale Edge-to-Edge-Reparatur (TEER) der Trikuspidalklappe durchgeführt. Das Verfahren kommt für ausgewählte Patientinnen und Patienten mit einer ausgeprägten Trikuspidalklappeninsuffizienz infrage und ermöglicht eine Behandlung ohne offene Herzoperation.
Minimalinvasive Behandlung der Trikuspidalklappe
Bei der TriClip-Therapie wird der Clip über einen venösen Zugang bis zur Trikuspidalklappe geführt. Dort werden die Klappensegel gezielt miteinander verbunden, um den Rückfluss von Blut in den rechten Vorhof zu reduzieren. Der minimalinvasive Eingriff kann insbesondere für Patientinnen und Patienten eine wichtige Behandlungsoption sein, für die eine konventionelle Operation mit einem erhöhten Risiko verbunden ist.
„Nach dem erfolgreichen Start der MitraClip-Therapie im vergangenen Jahr freuen wir uns sehr, nun auch die Trikuspidalklappe interventionell behandeln zu können. Die erfolgreiche Premiere zeigt, was durch die enge Zusammenarbeit und das große Engagement unseres gesamten Teams möglich ist.“, sagt PD Dr. Ulf Radunski.
Interdisziplinäres Team arbeitet eng zusammen
Der erste Eingriff war das Ergebnis der engen Zusammenarbeit des gesamten interdisziplinären Teams aus Kardiologie, Herzkatheterlabor, Anästhesie und Pflege sowie der begleitenden Experten des Herstellers Abbott. Die sorgfältige Vorbereitung und standardisierte Zusammenarbeit aller Beteiligten sind eine wesentliche Voraussetzung für die sichere Etablierung eines neuen komplexen interventionellen Verfahrens.
Mit der Einführung von TriClip baut die Kardiologie ihre Kompetenz in der interventionellen Herzklappentherapie weiter aus. Patientinnen und Patienten mit strukturellen Herzerkrankungen können damit künftig noch umfassender und individuell abgestimmt behandelt werden.




