Häufige FragenFAQs

Was versteht man unter dem Begriff Endoprothetik?

Unter dem medizinischen Fachbegriff Endoprothetik versteht man den operativen Ersatz verletzungs- oder verschleißbedingt zerstörter Gelenke durch künstliche Gelenke. Diese als Endoprothesen bezeichneten Implantate sollen das geschädigte natürliche Gelenk ganz oder teilweise ersetzen und verbleiben in der Regel dauerhaft im Körper.

Was ist ein Endoprothesenpass?

Bei einem Endoprothesenpass handelt es sich um ein wichtiges Dokument, das dokumentiert, dass ein Patient ein künstliches Gelenk hat. Ein Endoprothesenpass enthält neben den persönlichen Daten des Patienten alle relevanten fachlichen Informationen zur implantierten Endoprothese und sollte stets mitgeführt werden.

Wie werden Endoprothesen im körpereigenen Knochen befestigt bzw. verankert?

Bei der Befestigung von künstlichen Gelenken am körpereigenen Knochen wird zwischen einer zementierten und einer zementfreien Verankerung unterschieden. Die zementierte Verankerung erfolgt mit sogenanntem Knochenzement, einem speziellen, besonders schnell aushärtenden Kunststoff. Bei der zementfreien Verankerung werden die Prothesenteile mithilfe eines sogenannten Presssitzes am Knochen fixiert.

Wann kommt eine Endoprothese zum Einsatz?

Die häufigste Indikation für die Implantation eines künstlichen Gelenks stellt die Arthrose, also der Verschleiß des Gelenkknorpels, dar. Lässt sich eine Arthrose mit konservativen und gelenkerhaltenden Therapiemaßnahmen wie Physiotherapie, Krankengymnastik, Muskelaufbautraining und Medikamenten nicht mehr ausreichend behandeln und schränken die anhaltenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen den Patienten erheblich in seiner Lebensqualität ein, wird in der Regel ein künstliches Gelenk implantiert.

Wie lange dauert die Rehabilitation nach der Implantation einer Endoprothese?

An die Implantation eines künstlichen Gelenks schließt sich meist ein ein- bis zweiwöchiger stationärer Krankenhausaufenthalt und danach eine drei- bis vierwöchige stationäre oder ambulante Rehabilitationsmaßnahme an. In der Regel können die Patienten nach der Entlassung aus der Klinik schnell wieder in ihren Alltag zurückkehren und die meisten ihrer früheren Aktivitäten wiederaufnehmen. Eine übermäßige Belastung des künstlichen Gelenks sollte allerdings vermieden werden.

Ist es möglich, nach der Implantation eines künstlichen Gelenks wieder Sport zu treiben?

Regelmäßige Bewegung kräftigt die Muskulatur und stützt und schützt so das operierte Gelenk. Allerdings sollten Patienten nach der Operation abwarten, bis die Heilung und Rehabilitation abgeschlossen ist, ehe sie wieder sportliche Freizeitbetätigungen aufnehmen. Meist sind die künstlichen Gelenke nach drei bis sechs Monaten wieder voll belastbar, so dass Sport wieder empfehlenswert ist.

Wie lange kann eine Endoprothese durchschnittlich im Körper verbleiben?

Ein künstliches Gelenk verbleibt im Normalfall etwa zehn bis 15 Jahre im Körper. Nach dem Ablauf dieses Zeitraums treten in der Regel die ersten Abnutzungserscheinungen und lockerungsbedingten Beschwerden auf, so dass eine Revisionsoperation notwendig wird. Wann genau eine Endoprothese das Ende ihrer Haltbarkeit und Lebensdauer erreicht hat, hängt von verschiedenen individuellen Einflussfaktoren ab. Hierzu gehören unter anderem der Prothesentyp und die Verankerungsart sowie das Lebensalter, das Gewicht und die körperliche Aktivität des Patienten.