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Nierenerkrankungen können primär vorrangig die Nieren betreffen wie die Glomerulonephritis oder die interstitielle Nephritis (griech. Nephros = Niere und -itis = Entzündung), oder im Rahmen von anderen Erkrankungen wie zum Beispiel Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder Einnahme bestimmter Medikamente zu einer Schädigung beider Nieren führen.

Die häufigsten Ursachen für die Einschränkung der Nierenfunktion und ein endgültiges Nierenversagen sind derzeit die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und der Bluthochdruck mit Gefäßverkalkung (Hypertonie und Arteriosklerose). Diese Erkrankungen nehmen mit steigendem Lebensalter der Bevölkerung in den vergangenen Jahren in erheblichem Ausmaß zu. Bei der Diagnostik kommt neben Laboruntersuchungen des Blutes sowie Spezialuntersuchungen des Urins, dem Ultraschall eine besondere Bedeutung zu.

Diagnostik per Ultraschall 

In der Abteilung werden verschiedene Ultraschallmethoden, wie die Dopplersonographie, Farbkodierte Duplexsonographie und die Kontrastmittelsonographie zur Untersuchung bei speziellen Fragestellungen eingesetzt. So können häufig spezielle Fragestellungen bei verengten Nierengefäßen, Durchblutungsstörungen der Nieren, Abstoßungen von Nierentransplantaten aber auch bei operativ geschaffenen Dialysegefäßanschlüssen (arteriovenöser Shunt) abgeklärt werden, ohne das zusätzliche Röntgenuntersuchungen erforderlich sind. Weiterhin besteht die Möglichkeit der ultraschallgestützten Punktion der Niere. Bei speziellen Erkrankungen des Knochenstoffwechsels können auch Knochenpunktionen durchgeführt werden.

Kooperation mit dem Nierenzentrum

In enger Kooperation mit dem auf dem Gelände befindlichen KfH- Nierenzentrum Wismar können sämtliche Formen der Nierenersatztherapie wie Hämodialyse (Blutwäsche) bei akutem oder chronischem Nierenversagen, Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) sowie spezielle Entgiftungsverfahren wie Plasmapherese (Plasmaaustauschbehandlung) oder Immunadsorption u.a. durchgeführt werden. Bei Notwendigkeit finden diese Behandlungen auch in Kooperation mit der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin auf der Intensivstation oder Wachstation des Klinikum statt.

Es besteht ein 24-h- Notfallbereitschaftsdienst zur Behandlung von Nierenversagen und Vergiftungen. Falls erforderlich können Katheter zur Akutdialyse oder Plasmapherese (Shaldon-Katheter) angelegt und in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Gefäßchirurgie permanente Dialysekatheter (Demers-Katheter) implantiert werden.