Medizinische SchwerpunkteUnser umfangreiches Leistungsspektrum

In der Klinik für Neurologie des Sana HANSE-Klinikums Wismar werden Patienten mit dem gesamten Spektrum neurologischer Erkrankungen behandelt. Dazu gehören Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der Nerven und auch der Muskeln. 

Die Neurologische Klinik gliedert sich in eine auf die Schlaganfallbehandlung spezialisierte Monitorüberwachungsstation, unsere DSG-zertifizierte Stroke Unit, sowie die neurologische Station A4.

Wir behandeln im multiprofessionellen Team aus Ärzten, Pflegekräften, technischen Assistenten, Physio-, Ergotherapeuten, Logopäden und Sozialarbeitern. 

Schlaganfall

Unter dem Begriff Schlaganfall werden unterschiedliche Erkrankungen zusammengefasst wie Hirninfarkte (Durchblutungsstörungen des Gehirns), Hirnblutungen, Subarachnoidalblutungen oder Sinusthrombosen (venöser Verschluss im Gehirn). Schlaganfälle stellen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland dar. Der Schlaganfall erfordert eine rasche Diagnostik und sofortige Therapie, eine Lysebehandlung (Auflösung eines Blutgerinsels) oder Thrombektomie ist nur in den ersten Stunden nach Symptombeginn möglich.

DER SCHLAGANFALL IST EIN NOTFALL!

Die Schlaganfallbehandlung erfolgt auf unserer spezialisierten Monitorüberwachungsstation, der Stroke unit. Bei der Schlaganfallbehandlung kooperieren wir eng mit der radiologischen, kardiologischen, neurochirurgischen sowie gefäßchirurgischen Abteilung im Hause, darüber hinaus bei bestimmten Erkrankungen auch mit einer nahegelegenen benachbarten neurochirurgischen Klinik. Im Bedarfsfall wird auf die intensivmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten im Hause zurückgegriffen. 

Bereits auf der Stroke beginnt nach Akutdiagnostik und Therapie der rehabilitative Prozess und wird, falls notwendig, in einer Rehabilitationsklinik fortgeführt. Älteren Patienten kommt die enge Zusammenarbeit mit der geriatrischen Klinik am Haus zugute, so kann häufig eine wohnortnahe Rehabilitation erfolgen.

Morbus Parkinson

Einen Schwerpunkt unserer klinischen Versorgung stellt die Behandlung von Bewegungsstörungen wie der Parkinson-Erkrankung dar.

Eine stationäre Aufnahme erfolgt immer dann, wenn umfangreichere Untersuchungen zur Diagnosesicherung erfolgen müssen oder im weiteren Verlauf der Erkrankung zur individualisierten Therapie unter Symptombeobachtung im Tagesverlauf.

Die medikamentöse Therapie wird unterstützt durch eine intensive physiotherapeutische Behandlung, wenn möglich nach dem LSVT BIG-Konzept, ergotherapeutische und logopädische Betreuung. Im Rahmen der stationären Behandlung bieten wir folgende Leistungen an:

  • Differentialdiagnostik von Bewegungsstörungen
  • medikamentöse individualisierte Einstellung des idiopathischen Parkinson-Syndroms, wenn erforderlich im Rahmen einer Parkinsonkomplextherapie
  • Akutintervention bei akinetischen Krisen
  • Einstellung auf Pumpentherapie (Apomorphin, Duodopa)
  • präoperative Diagnostik und Beratung bezüglich Tiefer Hirnstimulation, bei unzureichendem Effekt oder Nebenwirkungen Anpassung im Verlauf
  • Physiotherapie, wenn möglich nach dem LSVT BIG-Konzept
  • Logopädie nach der LSVT LOUD-Methode
  • Syndrom spezifische Ergotherapie
  • Nordic Walking

Epilepsie

Ursachen einer Epilepsie (Krampfleiden) können eine Vielzahl von Erkrankungen des Gehirns sein. Epileptische Anfälle können aber auch unter bestimmten Umständen wie Schlafmangel, Alkoholentzug oder z. B. Stoffwechselstörungen hervorgerufen werden.

Für die Erkennung und Behandlung von Anfallserkrankungen steht in unserer Abteilung eine drahtlos übertragene Video-EEG-Technik zur Verfügung.

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks. Sie kann sich mit mannigfaltigen Symptomen manifestieren und sehr unterschiedlich verlaufen. In unserer Klinik erfolgt sowohl die Diagnostik der Erkrankung als auch die Therapie von Schüben und die verlaufsmodifizierende Therapie. Diese wird in enger Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen durchgeführt.