Hameln, 03.06.2016. Im Rahmen des „Aktionstages gegen den Schmerz“ informiert Dr. Schwerdtfeger und sein Team zum Thema „Schmerzen“ am Dienstag, 07. Juni 2016 von 10 bis 14 Uhr Interessierte und Patienten an einem Informationsstand in der Eingangshalle des Sana Klinikums. Um 17.30 Uhr Uhr erfolgt im Rahmen der Sana Patientenakademie ein Vortrag zum Thema „Keine Schmerzen nach der OP.“ Weiter wird durch die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. eine kostenlose Patientenhotline von 9.00 – 18.00 Uhr unter 0800-18 18 120 angeboten.
Das Thema Schmerzmanagement ist im Umbruch. Wenn auch das „schmerzfreie Krankenhaus“ leider vorerst eine Illusion bleiben wird, so ist die Vision eines schmerzarmen Klinikaufenthaltes längst Programm im Sana Klinikum Hameln-Pyrmont. Mit Einführung des Akutschmerzdienstes (ASD) begegnet das Sana Klinikum mit einem speziell ausgebildeten Team wirksam dem Auftreten von postoperativen Schmerzen. Nur zirka zwölf Prozent aller deutschen Kliniken verfügen über einen zertifizierten Akutschmerzdienst. Damit gehört das Sana Klinikum zu den wenigen deutschen Kliniken, die einen Akutschmerzdienst eingerichtet haben und auf dem Weg zur Zertifizierung sind. Die Behandlung durch den Akutschmerzdienst geht dabei weit über das in Kliniken gewöhnlich vorhandene Schmerzmanagement hinaus. Hierrüber informiert das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont anlässlich des bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. An diesem Tag macht die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. mit Unterstützung von vielen weiteren Schmerzorganisationen auf die lückenhafte Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen aufmerksam.
„Mittlerweile gibt es sehr gute ganzheitliche Therapiekonzepte, die helfen können, Schmerzen zu lindern. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass gerade Patienten mit chronischen Schmerzen dennoch leider lange im Dschungel des Gesundheitswesens umherirren, bevor sie den Weg zu einem Spezialisten finden“, so Dr. Schwerdtfeger, Leitender Arzt der Akutschmerztherapie im Sana Klinikum Hameln-Pyrmont. „Der Schmerz dient als wichtiger Warnhinweis des Körpers und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sich sonst die Gefahr einer Schmerzchronifizierung erhöht und es so zu weiteren Problemen kommen kann“. Um eine Schmerzchronifizierung nach einer Operation zu verhindern, werden bereits während eines stationären Aufenthaltes gezielt Maßnahmen unternommen. „Unsere stationären Patienten werden mehrfach täglich nach Ihrem Schmerzempfinden gezielt befragt und je nach Schmerzangabe suffizient und unter Berücksichtigung von Vorerkrankungen, patientenindividuell behandelt. So versuchen wird den Schmerz frühzeitig zu bekämpfen und eine Schmerzchronifizierung zu verhindern“, betont Schwester Kerstin Heinzel, Pain Nurse im Sana Klinikum Hameln-Pyrmont.
Seit Mai 2015 wurde unter der Leitung von Dr. Ben Schwerdtfeger, Oberarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin ein „Akutschmerzdienst (ASD)“ etabliert. Das Team kümmert sich speziell um akute oder nach einer OP aufgetretene Schmerzen. Zusätzlich wird mittels verschiedener Schmerztherapiekonzepte und Schmerzkatheterverfahren versucht den Schmerz bereits vor dem Auftreten zu unterbinden. Die Erfahrungen zeigen, dass eine frühzeitig und gezielt eingeleitete postoperative Schmerztherapie zu einer früheren Mobilisation, zeitigen festen Nahrungsaufnahme und zur Verringerung von Komplikationen, wie das Entstehen von Thrombosen oder Schmerzchronifizierungen, führen.