Über 15 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Kopf- und Rückenschmerzen, Tendenz steigend. Bleiben die Schmerzen unbehandelt, erleidet der Patient einen enormen Verlust an Lebensqualität. Da chronische Schmerzen anders behandelt werden müssen als Akutschmerzen, steht vor allem die Schmerzmedizin vor einer großen Herausforderung. Neue Ansätze in der Diagnostik und der Therapie chronischer Schmerzen stehen daher im Fokus des 12. Stuttgarter Schmerztages des Regionalen Schmerzzentrums am Samstag, den 19. November 2011 von 8.45 bis 13.15 Uhr im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses.
Akuter Schmerz, bei den alten Griechen als "bellender Wachhund der Gesundheit" bekannt, ist ein lebenswichtiges Warnsignal in gefährlichen Situationen. Durch Behandlung der Ursache des Schmerzes, wie eine Entzündung oder eine Verbrennung, können akute Schmerzen jedoch vollständig behoben werden.
Hält ein Schmerz länger als sechs Monate an, wird hingegen von einem "Chronischen Schmerz" gesprochen. „Anhaltende Schmerzen können zu einer eigenen Schmerzkrankheit führen, die zur langfristigen Linderung im Rahmen einer Schmerztherapie behandelt werden muss“, erklärt Thomas Manz, Oberarzt und Schmerzmediziner in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Karl-Olga-Krankenhauses Stuttgart. Die ursprüngliche nützliche Warnfunktion des Schmerzes besteht hier nicht mehr. Chronische Schmerzen beeinflussen und belasten vielmehr die Patienten körperlich und psychisch in erheblichem Maße und führen somit oft zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität: die normalen körperlichen Aktivitäten werden eingeschränkt, es kommt zu mangelndem Schlaf, auch psychische Symptome, wie Verstimmtheit, Energielosigkeit, erhöhte Reizbarkeit treten auf. Häufig werden diese Symptome als ausschließlich psychosomatische Ursache des Schmerzes fehl gedeutet und dadurch unzureichend therapiert.
Der Schmerz gehört zu den ältesten Symptomen, für die Menschen Behand-lungsmöglichkeiten suchten. Heute erfolgt die komplexe Behandlung von chronischen Schmerzen interdisziplinär durch Einbeziehung von Ärzten verschiedener Fachrichtungen. Die moderne Schmerzforschung liefert hierzu viele neue Erkenntnisse, welche die Behandlung und die Prävention chronischer Schmerzen vorantreiben. Neben verschiedenen Medikamenten kommen heute auch psychologische Behandlungsformen, wie Stress- und Schmerzbe-wältigungstraining, Bewegungstherapie und Akupunktur hinzu.
Der 12. Stuttgarter Schmerztag am 19. November 2011 unter der Schirmherr-schaft der Landeshauptstadt Stuttgart ist eine Veranstaltung des regionalen Schmerzzentrums Stuttgart, welchem Schmerztherapeuten des Karl-Olga-Krankenhauses, des Diakonie-Klinikums, des Klinikums Stuttgart, des Marienhospitals und des Robert-Bosch-Krankenhauses sowie der Kliniken Löwenstein und Markgröningen angehören.
In insgesamt vier Fachvorträgen stellen sowohl regionale als auch überregionale Referenten neue Therapien und Diagnoseverfahren vor. Die Themen werden jeweils in Diskussionsrunden vertieft. Die Veranstaltung richtet sich an ärztliche und nicht-ärztliche Fachvertreter aller medizinischen Disziplinen, die sich bei der ambulanten und stationären Patientenversorgung mit schmerztherapeutischen Fragestellungen beschäftigen.
Über Sana:
43 Krankenhäuser, 1.334.000 Patienten, knapp 22.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein breites medizinisches Spektrum - das ist die Sana Kliniken AG. Die Sana Kliniken AG ist einer der führenden Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen in Deutschland. Die 43 Krankenhäuser sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Neben dem Kerngeschäft der Akutmedizin setzt die Gruppe Leis-tungsschwerpunkte mit Fachkliniken in den zukunftsträchtigen Indikationen Herz/Kreislauf, Orthopädie und Neurologie. Rehabilitationskliniken und Seniorenheime runden das Versorgungsangebot ab.Als Tochterunternehmen der privaten Krankenversicherer ist die Sana Kliniken AG ein stabiler Eckpfeiler in der Gesundheitswirtschaft und ein vertrauenswürdiger Partner für Patienten, Ärzte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Krankenkassen und Politik.
Über das Karl-Olga-Krankenhaus Stuttgart:
Das Karl-Olga-Krankenhaus entwickelte sich in den 110 Jahren seines Bestehens zu einem erstklas-sigen Medizin- und Gesundheitszentrum in der Region Stuttgart. Seit 1985 ist die private Sana Kliniken AG Hauptträger des diakonisch geprägten Krankenhauses. Den Patienten steht nicht nur ein hochrangiger, sondern auch ein umfassender Leistungskatalog mit spezialisierter medizinischer Be-handlung zur Verfügung: Elf Kliniken, sechs Zentren und elf ans Haus angegliederte Arztsitze, unter-stützt durch kompetentes Pflege- und Therapiefachpersonal, sorgen für eine hochwertige, auf modernen und wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Diagnostik und Therapie. Das KOK ist zudem Aka-demisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm.
Ihr Pressekontakt
Karl-Olga-Krankenhaus
Anna Buck
PR-Referentin
Hackstraße 61
70190 Stuttgart
Telefon: 0711 2639-2254
Telefax: 0711 2639-2497
E-Mail: <link>anna.buck@karl-olga-krankenhaus.de
