Medizinische SchwerpunkteVerletzungen der Wirbelsäule

Die Ursachen für Läsionen der Wirbelsäule sind vielgestaltig. Verkehrs-, Arbeits-, Sport- und Freizeitunfälle haben in den letzten Jahren zugenommen und können Verletzungen der Wirbelsäule nach sich ziehen. Hochenergetische Unfälle (z.B. Verkehrsunfall oder Sturz aus größerer Höhe) führen nicht selten zu Brüchen (Frakturen) der Rumpfwirbelsäule oder Verrenkungen (Luxationen) der Halswirbelsäule, die je nach Stabilität konservativ bzw. operativ behandelt werden. Bei älteren Menschen mit verminderter Knochendichte (Osteopenie/Osteoporose) können Wirbelbrüche bereits durch einen einfachen Sturz oder spontan auftreten.

In den Kliniken Leipziger Land stehen modernste diagnostische und therapeutische Methoden zur Verfügung, um alle Verletzungen der Wirbelsäule erkennen und optimal therapieren zu können – auch bei Vorliegen von neurologischen Ausfällen bis hin zur Querschnittlähmung. Bei notwendigen Operationen nutzen wir wenn möglich schonende minimalinvasive und endoskopisch assistierte Verfahren (Schlüsselloch- oder Knopfloch-Chirurgie) als auch den Einsatz der Navigation. Auch alte, in Fehlstellung und Abknickung verheilte Brüche können unter Einsatz dieser Techniken korrigiert werden.

Die nachfolgenden exemplarischen Beispiele zeigen verschiedene Verletzungsformen und die durchgeführte operative Versorgung.

Verletzungen der Halswirbelsäule

Wiedereinrichten (Reposition) u. Stabilisierung einer Densfraktur des 2. Halswirbels mit kanülierten Schrauben

Reposition und kombiniert dorsoventrale Stabilisierung bei HWK 5/6 Verrenkungsbruch.

Verletzungen der Brustwirbelsäule

Navigationsgestützte Reposition und Stabilisierung einer instabilen BWK 6-Fraktur mit Fixateur interne

Minimalinvasiv, thorakoskopisch assistierte dorsoventrale Stabilisierung eines dislozierten instabilen BWK 12-Bruches (Rechts: Nach erfolgter Entfernung des Fixateur interne)

Verletzungen der Lendenwirbelsäule

Minimalinvasive dorsale Stabilisierung mit perkutanem Fixateur interne und thorakoskopisch assistiertem Wirbelkörperteilersatz bei inkomplettem Berstungsbruch des 1. LWK.

 

 

Abschlussbilder nach Ausheilung und Entfernung des Fixateur interne zur Freigabe des unteren Bewegungssegmentes.

Minimalinvasive dorsale Stabilisierung mit perkutanem Fixateur interne und thorakoskopisch assistiertem Wirbelkörperersatz bei komplettem Berstungsbruch des 1. LWK.

Frakturversorgung bei Osteoporose

Perkutane Kyphoplastie bei schmerzhaftem osteoporotischem Wirbelkörperbruch BWK 9

Perkutane, zementaugmentierte Wiederaufrichtung und Stabilisierung einer instabilen LWK 1-Fraktur bei Osteoporose