Medizinische SchwerpunkteUnser umfangreiches Leistungsspektrum

  • Brustsprechstunden mit einem Team spezialisierter Ärztinnen und Ärzte
  • Modernste Diagnostik von Brusterkrankungen: hochauflösender Ultraschall, Mammographie, Kernspintomographie, Multislice-Computertomographie
  • Sprechstunde für Zweitmeinungen (Second opinion)
  • Minimal-invasive Mammadiagnostik: Sonographische High-Jet-Stanzbiopsie, stereotaktische Vakuumbiopsie, alle präoperativen Markierungsformen
  • Alle gängigen brusterhaltenden, onkoplastischen und brustrekonstruktiven Operationsverfahren
  • Wächter-Lymphknoten (Sentinel-Node) Entfernung
  • Plastisch-ästhetische Brustchirurgie
  • Patientinnentumorbank PATH – in Kooperation mit Mamazone e. V.
  • Koordinationszentrum im Rahmen des Disease Management Programms Mammakarzinom in Hessen
  • Strahlentherapie mit den modernsten Techniken und den unterschiedlichsten Strahlentherapiemethoden
  • Lokale (interstitielle) Strahlentherapie, 3-D-Planung
  • Psychoonkologische Betreuung, Kooperation mit Selbsthilfegruppen, soziale Beratung
  • Angehörigensprechstunde
  • Interdisziplinäre, internetbasierte und zertifizierte Tumorkonferenz
  • Prä- und postoperative Fallkonferenzen zur Fest­legung des Vorgehens vor und nach der Brustoperation
  • Teilnahme an nationalen und internationalen Studien
  • Chemotherapie (präoperativ, postoperativ)

Brusterhaltung

Unser Anteil an brusterhaltenden Operationen aller Patientinnen mit Brustkrebs liegt bei über 70 %. Sollte die Brust dennoch entfernt werden müssen, können wir mit Eigen- oder Fremdgewebe die Brust wiederherstellen. Jede Patientin erhält hierzu ausreichende individualisierte Beratungen durch das operative Team des Brustzentrums unter Miteinbeziehung der Kollegen aus der Plastischen Chirurgie.

Wächterlymphknoten: Sentinel-Lymphknoten

Das radioaktive Markieren und Entfernen des sogenannten Wächterlymphknotens in der Achselhöhle ist Routineversorgung in unserer Klinik. Den Patientinnen kann somit häufig eine ausgedehnte Operation der Lymphknoten in der Achselhöhle erspart werden.

Radiologische Diagnostik

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie unseres Hauses ist es möglich, nicht tastbare Veränderungen der Brust ambulant und in lokaler Narkose stereotaktisch zu entfernen und damit eine offene Operation an der Brust zu vermeiden.

Plastische Rekonstruktion mit Eigengewebe oder Implantaten

Sollten ausgedehnte plastische Operationen durchgeführt werden müssen, arbeiten wir mit der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie unseres Klinikums zusammen.
Das eigene pathologische Institut garantiert eine schnelle und kompetente Befundung der Operationspräparate.

Tumorbank PATH

Das Brustzentrum des Klinikums Offenbach verfügt über eine spezielle Gewebebank, in der für unsere Patientinnen kostenlos Gewebe und Blut verwahrt wird. Sollten im Laufe der Jahre neuere Therapieverfahren entwickelt werden, so haben diese Patientinnen damit die wertvolle Möglichkeit,  ihre eingelagerten Gewebeproben einer erneuten Untersuchung zuzuleiten. Das Projekt wird bundesweit nur an 7 Standorten angeboten. In Kooperation mit der bundesweiten Patientinneninitiative Mamazone e. V. und der Stiftung PATH – Patients’ Tumor Bank of Hope.  

Strahlentherapie

Die Bestrahlungen der Brust nach Operation werden durch die modern ausgestattete Strahlenklinik durchgeführt. Es besteht außerdem die Möglichkeit einer intraoperativen Bestrahlung der Brust, das die zumeist 6-wöchige postoperative ambulante Bestrahlung auf 8 Tage begrenzt.

Psychoonkologie

Jeder Patientin im Brustzentrum steht die Psychoonkologin für Gespräch und Informationen zur Verfügung. Sie kann hier Unterstützung in der Krankheitsverarbeitung finden, ihre psychische Stabilität wiedererlangen oder ganz einfach über ihr durch den Brustkrebs verändertes Leben sprechen. Angehörige können an den Beratungsgesprächen teilnehmen. Die Gespräche können auch nach der Entlassung weitergeführt werden.

Psychoonkologische Betreuung

Eine Sonderstellung im Bereich des Brustzentrums Offenbach nimmt die psychologische Betreuung der Patientinnen ein. Eine Krebserkrankung bedeutet immer den „Sturz aus der normalen Wirklichkeit“ und stellt eine besondere Herausforderung für die Patientin, ihre Familie und ihr soziales Umfeld dar. Die „Psychoonkologische Betreuung“ befasst sich mit der Beratung und Begleitung der Patientinnen in dieser Krisensituation sowie im weiteren Krankheitsverlauf.

Frau Ute Petereit-Tjabben bietet den Patientinnen ein an die jeweiligen individuellen Erfordernisse angepasstes Gesprächsangebot während und - auf Wunsch auch- nach der Behandlung an. „Ich nehme die Patientinnen ganzheitlich wahr. Im Mittelpunkt der Psychoonkologie stehen die Wechselwirkungen von Körper, Geist und Seele, deren Verständnis eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist,“ beschreibt Ute Petereit-Tjabben ihr Konzept. Auch Angehörige, die oft sehr stark durch die Erkrankung eines Familienmitgliedes belastet sind, können an den Beratungsgesprächen teilnehmen.

Die Unterstützung konzentriert sich auf die individuelle Lebens- und Krankheitssituation und soll der Patientin - sowie den Angehörigen – helfen, die psychische Stabilität wieder zu erlangen, das verlorene Selbstbewusstsein wieder zu gewinnen und Wege zu finden, sich im veränderten Leben zurechtzufinden. Die Krankheitsverarbeitung wird unterstützt und die Lebensqualität verbessert. Dr. Schneider steht den betroffenen Patientinnen in dieser seelisch stark belastenden Situation zur Seite und hilft, Angst und Krisen zu bewältigen. Ihr Angebot spannt sich von akuter Krisenintervention bis hin zur Unterstützung der Krankheitsbewältigung und Anpassung an die neuen Lebensumstände.

Wenn eine Patientin des Brustzentrums am Klinikum Offenbach dieses Angebot nutzen möchte, informiert zunächst der behandelnde Arzt über die Operation, das Stadium und den Therapieplan. Im persönlichen Gespräch klärt Dr. Schneider dann über grundlegende medizinische Zusammenhänge auf, gemeinsam werden Fragen, Ängste und Probleme besprochen, wie z.B.: Welche Nebenwirkungen kann die geplante Strahlen- oder Chemotherapie eventuell haben, gibt es Möglichkeiten, diese Nebenwirkungen zu reduzieren, oder: Wie können meine Angehörigen, insbesondere meine Kinder mit den Auswirkungen der Krankheit umgehen?

Darüber hinaus vermittelt Frau Petereit-Tjabben Kontakte zu Beratungsstellen, Selbsthilfe- und Sportgruppen. Sie hält Informationsbroschüren zu den unterschiedlichsten Themen, auch z.B. über Komplementärmedizin bereit, die sie den Patientinnen weitergibt. 

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Ute Petereit-Tjabben

Diplom-Pädagogin,
Dipl. Soz. Pädagogin
Psychoonkologin (WPO)

Tel.: 069 8405-7002
Fax: 069 8405-4456
ute.petereit-tjabben@sana.de

Ambulante Systemtherapie

Chemotherapie, endokrine Therapie, Antikörpertherapie: Alle Formen der Systemtherapie, wozu u. a. die Chemotherapie, Hormon- und Antikörpertherapie gehören, stehen den Patientinnen des Brustzentrums in unserem Ambulanten Onkologischen Zentrum (AOZ) in einem interdisziplinären Konzept ambulant zur Verfügung.