Interdisziplinär und professionellSozialmedizinische Nachsorge

Das Sana Klinikum Offenbach bietet Familien mit früh- oder risikogeborenen, chronisch kranken oder schwerstkranken Kindern bis 14 Jahren eine interdisziplinäre und professionelle Sozialmedizinische Nachsorge nach dem Modell „Bunter Kreis Augsburg“ an. Die Nachsorgeleistung basiert auf §43 Abs. 2 SGB V, sodass betroffene Familien diese Nachsorge bei der Krankenkasse im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung oder stationäre Rehabilitation beantragen können.

Die Nachsorgeeinrichtung am Klinikum arbeitet nach dem Modell „Bunter Kreis Augsburg“.

Die Sozialmedizinische Nachsorge soll:

  • den Behandlungserfolg sichern und verbessern
  • stationäre Aufenthalte verkürzen und im Idealfall vermeiden
  • individuelle Krankheitsbewältigung fördern
  • die gesundheitsbezogene Lebensqualität fördern
  • die Krankheit und ihre begleitenden Umstände in den Alltag integrieren

Bunter Kreis Augsburg

Der Bunte Kreis Augsburg ist eine 1991 in Augsburg gegründete interdisziplinäre familienorientierte Nachsorgeeinrichtung. Sie war in Deutschland die erste Einrichtung, die Familien nach dem Klinikaufenthalt eines Kindes im häuslichen Umfeld begleitete. Das Modellprojekt war zudem die Grundlage für den Nachsorgeparagraphen §43; 2 SGB V, der die Abrechnung mit den Krankenkassen ermöglichte.

Das Modell „Bunter Kreis“, nach dem mittlerweile über 90 Einrichtungen arbeiten, basiert auf dem Handlungskonzept „Case Management“. Dies wirkt gleichermaßen auf der Einzelfall-, Organisations- und Netzwerkebene. Oberstes Ziel von Case Manager*innen ist die Hilfe zur Selbsthilfe, immer angepasst an die indviduellen Bedarfe der Familien.
Alle Bunten Kreise haben sich in einem Dachverband zusammengeschlossen.

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Wie unterstützt die Nachsorgeeinrichtung betroffene Familien?

Die professionelle Nachsorge am Sana Klinikum Offenbach übernimmt ein interdisziplinäres Team, bestehend aus Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen, Case Manager*innen, Kinderärzt*innen, Sozialpädagog*innen und Psycholog*innen. Die Projektleitung führt Doreen Perlbach, unterstützt von Susanne Kreisler und Chantal Jäger.

Sie unterstützen chronisch und schwerstkranke Kinder sowie deren Familien schon während ihres stationären Aufenthalts, aber auch im Anschluss daran zu Hause. Konkret kann die Nachsorgeeinrichtung folgende Leistungen übernehmen:

  • Unterstützung der Eltern bei der häuslichen Versorgung
  • Krisenintervention
  • Darstellung der vorhandenen Versorgungsangebote
  • Koordinierung der ambulanten ärztlichen, therapeutischen, pflegerischen Versorgung
  • Förderung des Krankheitsverständnisses
  • Unterstützung in alltags- und krankheitsbezogenen Aufgaben („Hilfe zur Selbsthilfe“)
  • Seelsorge und Hilfe beim Abbau von Ängsten
  • Begleitung zu Vertragspartner*innen

Projektleitung Pädiatrische Nachsorge

Doreen Perlbach

Tel.: 069 8405-7556
Fax: 069 8405-4455
Mail: doreen.perlbach@sana.de