AnalatresieLeistungsspektrum der Kinderchirugie

Bei einer so genannten „Analatresie“ erreicht der Enddarm den muskulären Beckenboden nicht an der richtigen Stelle. Der Enddarm kann blind enden (wirkliche Analatresie) oder in eine Fistel übergehen, die entweder am Beckenboden vorverlagert (kurzer Damm beim Mädchen), in die Scheide, in die Harnröhre oder in die Harnblase münden. Je höher die Analtresie ist, d.h. je weiter der reguläre Enddarm (Rektumstumpf) vom Beckenboden entfernt ist, umso häufiger finden sich zusätzliche Fehlbildungen, an erster Stelle im Nieren- und harnableitenden Bereich (50 Prozent), gefolgt vom Wirbelsäulenbereich (15 – 30 Prozent; Kreuzbein - MB), dem Verdauungstrakt (z.B. Unterbrechung der Speiseröhre 6 Prozent), dem Herzen und dem Zentralnervensystem.

a) Analtresie mit Fistel
b) Analatresie ohne Fistel
c) Analatresie bei weibl. Patienten mit Vestibularanus