GastroschisisLeistungsspektrum der Kinderchirugie

Bei der Gastroschisis hängt der Darm ungeschützt frei aus der Bauchhöhle. Dies ist eine hoch dramatische Situation, die unmittelbar nach der Geburt operiert werden muss. Hier ist die Konzentration der interdisziplinären Einrichtungen mit Geburtshilfe, Neonatologie, Neugeborenen- und Kinderintensivstation sowie Kinderchirurgie von lebenswichtiger Bedeutung. Spätestens in der 20. Schwangerschaftswoche erkennt man den Defekt im Ultraschall, und die Schwangere sollte sich in die Betreuung eines Spezialistenteams begeben. Die Situation ist dramatisch, aber mittlerweile kann eine Überlebensrate des Kindes von 97 bis 98 Prozent erreicht werden. 

Symptome

  • Die Darmschlingen schwimmen frei in der Amnionflüssigkeit und es findet sich im Gegensatz zur Omphalocele, keine die Darmschlingen überkleidende Amnion Peritonealmembran.
  • Der Bauchwanddefekt ist meist klein, 2 bis 3 cm, und findet sich nahezu immer rechts vom Ansatz der Nabelschnur.
  • Dünn- und Dickdarm sind durch den Bauchwanddefekt vorgefallen.
  • Die Darmwand ist, je näher die Kinder am errechneten Termin geboren werden, ödematös und von einem „fibrinösen Pannus“ überzogen.
  • Zusätzliche Fehlbildungen sind seltener als bei der Omphalocele und betreffen vornehmlich den Gastrointestinaltrakt.
  • Die Zahl der Neugeborenen mit Gastroschisis nimmt zu!

Prof. Hadidi veröffentlichte eine Studie über 86 Patienten, inwieweit ein geplanter frühzeitiger Kaiserschnitt den Krankheitsverlauf  im Vergleich zur spontanen vaginalen Geburt beeinflusst.

Publikationen

Ahmed Hadidi, Ulrike Subotic, Maximilian Göppl, Karl-L Waag: “Early elective cesarean delivery before 36 weeks vs late spontaneous delivery in infants with gastroschisis”, Journal of Pediatric Surgery, 43, pages 1342-1346 (2008)