Chirurgie III

Fazialisparese und Gesichtsnerven-Reanimation

Eine Lähmung des Gesichtsnervs (Fazialisparese) kann das Leben stark beeinträchtigen: sie beeinflusst Mimik, Augenschluss, Sprechen, Schlucken und das ästhetische Erscheinungsbild. Unsere Klinik bietet spezialisierte diagnostische und chirurgische Verfahren zur Wiederherstellung von Beweglichkeit, Symmetrie und Lebensqualität.

Behandlungsstrategien

Frühintervention / konservative Phase

  • Augenschutz (Salben, Lidgewicht, Uhrglasverband)
  •  Logopädie, mimisches Training, Physiotherapie
  • Botulinumtoxin gegen unwillkürliche Muskelkontraktionen

Chirurgische Rekonstruktion (dynamisch und statisch)

  • Direkte Nervennaht, falls frühzeitig möglich
  • Nerventransplantation (z. B. Suralis-Nerveninterponat)
  • Nerven­transfer (z. B. Masseter-zu-Fazialis)
  • Funktioneller Muskeltransfer (z. B. freier Gracilistransfer mit Mikroanastomose)
  • Muskelersatzplastik nach Gilles oder McLaughlin
  • Statische Suspensionen bei chronischer Lähmung

 Ergänzende Eingriffe

  • Lidstraffung, Browlift, Weichteilauffüllung (z. B. Eigenfett)

Gut zu wissen: Wussten Sie schon?Freie Muskeltransplantationen können dank moderner Mikrochirurgie die aktive Mimik teilweise wiederherstellen – auch Jahre nach Beginn der Lähmung.

Ihr Weg zur Behandlung des gelähmten Gesichtes

Bei der Erstvorstellung führen wir eine umfassende Beratung und Untersuchung durch. Wir überprüfen welche Behandlungsmodalität für Sie am besten geeignet ist.

Zusammenfassung des Ablaufes
  • Planung der OP in Narkose
  • Operationsdauer:  sehr variabel und abhängig von der Behandlungsmodalität
  • Stationärer Aufenthalt: 3 bis 7 Tage
  • Nachsorge > 6 Monate
  • Fadenentfernung nach 5 bis 7 Tagen
  • Wichtig: Nach der OP ist eine intensive Therapie nötig, um Muskeln zu trainieren und Bewegungen zu üben