Chirurgie III

Hauttumore im Kopf-Hals-Bereich

Hauttumoren treten besonders häufig im Gesichtsbereich auf. Hier sind Funktion und Aussehen eng miteinander verbunden – eine präzise und zugleich schonende Behandlung ist daher entscheidend.

Die häufigsten Tumorarten sind:

• Basalzellkarzinom (BCC) – langsam wachsend, selten metastasierend

• Plattenepithelkarzinom (SCC) – teilweise aggressiver, Risiko für Ausbreitung

• Seltene Tumoren wie Melanome oder Adnexkarzinome

Behandlungsmöglichkeiten

Wir verbinden höchste onkologische Sicherheit mit langjähriger Erfahrung in der ästhetischen und rekonstruktiven Gesichtschirurgie. So sorgen wir dafür, dass Hauttumoren zuverlässig entfernt werden – und Sie mit einem optimalen funktionellen und kosmetischen Ergebnis in Ihren Alltag zurückkehren können.

Chirurgische Exzision und Rekonstruktion

Die Tumorausdehnung wird mikrographisch markiert und mit einem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe wird der Tumor entfernt. Der Sicherheitsabstand wird abhängig von Tumorart und Lokalisation gewählt. Das Präparat wird anschließend zur histologischen untersucht eingeschickt.

Nach Entfernung des Tumors erfolgt – wenn notwendig – die plastisch-rekonstruktive Wiederherstellung. Je nach Größe und Lage des Defekts können Hautweichteillappen, Transplantate oder moderne mikrochirurgische Techniken zum Einsatz kommen. Ziel ist es, Funktion und natürliches Aussehen bestmöglich zu erhalten.

Weitere Therapien

Bei ausgewählten Fällen kommen auch Strahlentherapie oder medikamentöse Verfahren zum Einsatz. In fortgeschrittenen Stadien stehen auch systemische Immuntherapien zur Verfügung. Als Haus der maximalen Versorgung koordinieren wir uns in diesen Fällen mit der Klinik für Strahlentherapie und dem Onkologischen Zentrum des Sana Klinikums in Offenbach.

Gut zu wissen (Link einfügen):Vitamin B3-Derivat beugt Hautkrebs in Studie vor – News – Deutsches Ärzteblatt

Ihr Weg zur Tumorentfernung

Bei der Erstvorstellung führen wir eine umfassende Beratung und Untersuchung durch. Idealerweise wurde bereits durch den Hautarzt eine Probe vom Tumor entnommen und dieDiagnose gesichert. Dies ermöglicht uns, dass weitere therapeutische Vorgehen besser auf Sie abzustimmen.

Abhängig von Tumorart, -Lokalisation und -Ausdehnung kann das Vorgehen variieren. Hier die häufigsten Verläufe:

  • 1 x OP: Tumorentfernung und direkte plastische Deckung des Defektes
  • 2 x OP: Tumorentfernung im ersten Eingriff und nach pathologischer Sicherung der vollständigen Tumor-Entfernung erfolgt der zweite Eingriff zur plastischen Deckung.
  • >2 x OP: der Tumor wurde bei der ersten OP nicht vollständig entfernt. Es wird ein weiterer Eingriff zur Exzision im randbildenden Bereich durchgeführt und erst nach pathologischer Sicherung der vollständigen Tumor-Entfernung planen wir den Wundverschluss.
Zusammenfassung des Ablaufes:
  • Planung der OP in Lokalanästhesie oder seltener in Narkose
  • Operationsdauer:  30 Minuten bis 2 Stunden
  • Der Eingriff wird ambulant durchgeführt oder in ausgewählten Fällen mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden.
  • Nachsorge:
    • regelmäßige ambulante Kontrollen und die leitliniengerechte onkodermatologische Nachsorge abhängig von Tumorart und Stadium
    • ggf. Staging und adjuvante Therapie
  • 1. bis 2. Wochen postoperativ Rückkehr in den Alltag.