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Medizinische SchwerpunkteBehandlungsspektrum

Im Folgenden möchten wir Sie über die wesentlichen Erkrankungen und Untersuchungsmethoden im Bereich der Medizinischen Klinik V informieren. Die Auflistung erfolgt dabei in alphabetischer Reihenfolge.

AOZ
Das ambulante onkologische Zentrum (AOZ) ist eine interdisziplinäre Einrichtung der Fachabteilungen am Sana Klinikum Offenbach, die medikamentöse Krebsbehandlung durchführen. Hier werden Patienten der Gastroenterologie, Gynäkologie, Pneumologie und Urologie durch die jeweilige Fachabteilung ambulant behandelt.

Asthma bronchiale
nennt man die anfallsartige Luftnot, welche in aller Regel durch äußere allergisierende Einflüsse verursacht wird. Je nach Ausprägung ist eine akute oder dauerhafte Behandlung mit Sprays oder Tabletten erforderlich.

Bodyplethysmographie (große Lungenfunktion)
Die große Lungenfunktion ist die Basisuntersuchung in der Lungenheilkunde. Sie gibt Aufschluss über die Lungenvolumen und Fließeigenschaften der Atemwege. Durch diese Methode ist eine sichere Unterscheidung zwischen Erkrankungen wie Asthma bronchiale, ChronischeBronchitis und Lungenfibrose möglich. Die Basisuntersuchung ist relativ leicht und für den Patienten komfortabel durchführbar.

Bronchialkarzinome (Lungenkrebs)
sind bösartige Erkrankungen der Lungen, des Rippen- oder Brustfells. Eine rasche Diagnostik unter anderem mittels Computertomographie und Bronchoskopie sind entscheidend für das weitere Überleben. Auf diesem Weg werden das Ausmaß der Erkrankung und die feingewebliche Zuordnung der Krebsart ermittelt.  Dadurch bestimmt sich die Behandlung des Krebses über medikamentöse Tumortherapie , Bestrahlung oder Operation oder durch eine Kombination aus diesen drei Therapieverfahren. Die medikamentöse Tumortherapie wird  durch die Medizinische Klinik IV durchgeführt, Operation und Bestrahlung übernehmen unsere Partnerabteilungen im Haus beziehungsweise einer kooperierenden Thoraxchirurgie.

Bronchoskopie (Lungenspiegelung)
Die Bronchoskopie dient der direkten Beurteilung der Atemwege über ein optisches Gerät, welches unter Teil- oder Vollnarkose über den Mund und die Luftröhre bis in die Bronchien vorgebracht wird. Gleichzeitig ergibt sich die Möglichkeit Flüssigkeits- oder Gewebeproben zu gewinnen, verschluckte Fremdkörper zu entfernen oder Blutungen der Lunge zu stillen. Die Bronchoskopie ist unabdingbar, um gewisse Erkrankungen der Lunge vollständig zu diagnostizieren.

Chronische Bronchitis (COPD) und Lungenüberblähung (Emphysem)
Hierbei handelt es sich um zwei Volkskrankheiten, welche in der Regel durch eine jahrzehntelange Rauchbelastung der Atemwege bedingt ist. Hierdurch kommt es zu einer chronischen Entzündung mit Verengung der Atemwege und Überblähung der Lungen. Hauptsymptome sindHusten und Luftnot verschieden starker Ausprägung. Bei fortgeschrittener Erkrankung können eine Langzeitsauerstoff-Therapie und eine Heimbeatmung erforderlich werden.

Computertomographie (Schichtröntgen)
Die Computertomographie stellt den Körper in feinen, aufeinander folgenden Querschnitten dar. Hierdurch ist es möglich, verschiedene Lungenerkrankungen wie Lungenemphysem(Chronische Bronchitis) oder Lungenfibrosezu unterscheiden und ihre Ausdehnung im menschlichen Körper genau zu bestimmen. Dazu wird der wache Patient auf einem Röntgentisch durch eine ca. 25cm dicke Röhre gefahren. Diese Untersuchung wird auch von Patienten mit Platzangst sehr gut vertragen.

Heimbeatmung
Patienten die aufgrund einer fortgeschrittenen Lungen- oder Atemwegserkrankung keinen ausreichenden Gasaustausch erzielen und bei denen möglicherweise ein Versagen der Atemmuskulatur zu befürchten ist, müssen auch im häuslichen Bereich über eine dicht sitzende Maske beatmet werden. Gelegentlich wird diese Behandlung mit einerLangzeitsauerstoff-Therapie kombiniert. Ein weiteres Einsatzfeld der Heimbeatmung sind Patienten mit Schlaf-Apnoe. Die Austestung der richtigen Einstellung dieser Therapie wird unter stationären Bedingungen durchgeführt.

Langzeitsauerstoff-Therapie
Patienten die aufgrund einer fortgeschrittenen Lungen- oder Atemwegserkrankung keine ausreichende Konzentration mit Sauerstoff im Blut aufweisen, müssen Sauerstoff über die Nase von außen zugeführt bekommen. Die Austestung der richtigen Dosis und Einleitung dieser Therapie wird unter stationären Bedingungen durchgeführt. Gelegentlich wird diese Behandlung mit einer Heimbeatmung kombiniert.

Lungenfibrose
Die Lungenfibrose ist eine Erkrankung des Lungengewebes, wobei die Atemwege selbst nicht betroffen sind. Durch zum Beispiel autoimmunologische Prozesse, Verstrahlung oder äußere Einflüsse kommt es zu einer „Vernarbung“ des Lungengewebes.

Hauptsymptome sind Husten und Luftnot verschieden starker Ausprägung. Bei fortgeschrittener Erkrankung können eine Langzeitsauerstoff-Therapie und eine Heimbeatmung erforderlich werden.

Medikamentöse Tumortherapie
Als medikamentöse Tumortherapie bezeichnet man die Behandlung von Krebsleiden mittels Medikamenten auf dem Weg der Tablettengabe, der Infusion oder als Spritzentherapie über die Venen.

MVZ Pneumologie
Hier werden Patienten mit Lungenerkrankungen ambulant durch niedergelassene Fachärzte für Lungenheilkunde betreut.

Palliativmedizin
Unter Palliativmedizin versteht man die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer weit fortgeschrittenen und weiter voranschreitenden, Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung. Hierbei steht insbesondere die Therapie der belastenden Symptome wie z.B. Schmerz und Luftnot im Vordergrund.

Pneumonie (Lungenentzündung) und Akutes Lungenversagen
Mit diesen Begriffen werden die Entzündungen des Lungengewebes oder der Atemwege durch Viren oder Bakterien in verschiedenen Ausprägungsgraden beschrieben. Bei dem akuten Lungenversagen handelt es sich um eine schwerste Lungenentzündung beider Lungenflügel, welche mittels Beatmungstherapie auf der Intensivstation behandelt werden muss.

Post-COVID-Ambulanz
Das Lungenzentrum Rhein-Main am Sana Klinikum in Offenbach hat im April 2020 die erste Spezialambulanz in der Rhein-Main-Region jetzt zur Betreuung geheilter Covid-Patienten eingerichtet, die an Folgeerkrankungen leiden. (Terminvereinbarungen über das MVZ-Pneumologie unter der Telefonnummer 069-8405-4132)

Pulmonale Hypertonie (Bluthochdruck der Lunge)
Der Bluthochdruck in der Lunge kann alleine oder als Folge anderer Lungenkrankheiten auftreten und fällt meist zunächst über Luftnot der Betroffenen unter körperlicher Belastung auf. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, deren Erforschung erst in den letzten Jahren zu effektiven Therapien geführt hat. Zuvor war eine Vielzahl der Erkrankten an einem fortgesetzten Herzversagen gestorben.

Schlaf-Apnoe
Die Schlaf-Apnoe ist eine Atemstörung während des Schlafes. Durch Atempausen unterschiedlicher Länge kommt es zu einem Schlaf mit nur unzureichender Erholung während der Nacht. Mögliche Folgen sind Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Mattigkeit und vieles mehr. Die Medizinische Klinik V bietet den stationären Patienten eine Vortest-Untersuchung an. Sollten sich dabei krankhafte Befunde zeigen, überstellen wir unsere Patienten zur definitiven Abklärung in ein ausgewiesenes Schlaflabor. Dort erfolgt dann auch die Einstellung einerHeimbeatmung

Spiroergometrie (Belastungslungenfunktion)
Die Belastungslungenfunktion erfolgt auf einem Fahrradergometer unter kontinuierlicher Registrierung der Herzfrequenz durch ein EKG und der Lungenströme über eine dicht sitzende Maske. Der Patient dabei  bis an seine Leistungsgrenze. Die Untersuchung ermöglicht die Aufdeckung von Erkrankungen der Lunge und des Herzens, welche unter Ruhebedingungen nicht zu erkennen sind.

Tumorkonferenz
In der wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz wird die Entscheidung für die Behandlung eines jeden an Krebs erkrankten Patienten durch ein fachgruppenübergreifendes Ärzteteam festgelegt. Zu diesem Team gehören Ärzte aller in Krebsdiagnostik und -therapie eingebundenen Fachbereiche (Pneumologen, Hämato-/Onkologen, Thoraxchirurgen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Pathologen und Palliativmediziner). Ziel dieser Besprechung ist es, eine für den individuellen Patienten und an dessen Bedürfnisse angepasste bestmögliche Behandlung zu erzielen.