Medizinische Schwerpunkte

Unser umfangreiches Leistungsspektrum

Röntgendiagnostik

Konventionelle Röntgendiagnostik

Bei der konventionellen Röntgendiagnostik machen wir eine bestimmte Körperregion, meist Brustkorb und Skelett, mithilfe von Röntgenstrahlen sichtbar. Elektromagnetische Wellen dringen für wenige Millisekunden durch das Körperinnere. Abhängig von der Dichte des bestrahlten Gewebes werden mehr oder weniger Wellen aufgehalten, was zu einer differenzierten Darstellung führt, die der Röntgenspezialist mit geschultem Auge richtig interpretieren kann.

Für unsere Untersuchungen setzen wir modernste digitale Flachdetektorsysteme ein, die die schädliche Röntgenstrahlung verringern, den Patienten schonen – und trotzdem ein klares Bild zeichnen.

Angiographie

Die Angiographie ist eine Röntgenuntersuchung der Gefäße, bei der zuvor ein Kontrastmittel in das Blutgefäß gespritzt wird. So kann der Gefäßinnenraum deutlich erkannt werden. An unserem Zentralinstitut verfügen wir über eine moderne Multifunktions-Durchleuchtungs- und Angiographieanlage sowie über eine volldigitale Zwei-Ebenen-Angiographieanlage mit Rotations-Computertomographie, die eine Blutgefäßdiagnostik von Kopf bis Fuß ermöglicht. Die erkannten Probleme können direkt behandelt werden, zum Beispiel:

  • Gefäßdehnung (PTA)
  • Einlage von Gefäßstützen (Stents)
  • Entfernen von Blutgerinnseln bei Schlaganfall
  • Verschluss arteriovenöser Malformationen, duraler arteriovenöser Fisteln, Hirntumorembolisation und Behandlung von Hirnblutungen sowie Embolisation Hirnarterienaneurysmen (Neuroradiologie)
  • Katheterbehandlung von Lebertumoren
  • Verödung von Blutungen (Embolisation)
  • Endovaskuläre Aneurysma-Ausschaltung

Computertomographie

Eine Computertomographie (CT) ist eine computergesteuerte dreidimensionale Röntgenaufnahme. In der detaillierten Darstellung von Knochen, Lunge und kleinen Gefäßen ist sie der strahlenfreien Kernspintomographie (MRT) überlegen. Die Aussagekraft einer Aufnahme wird durch ein Kontrastmittel erheblich gesteigert. Mit einem hochpräzisen 16-Zeilen- und 40-Zeilen-Computertomographen (MSCT) führen wir unter anderem folgende diagnostische und therapeutische Eingriffe durch:

  • Bildgebung nahezu aller Körperregionen
  • Darstellung der Schlagadern von Kopf bis Fuß
  • Virtuelle Darmspiegelung
  • Entnahme von Gewebeproben
  • Abzessdrainagen
  • Verkochung von Lebermetastasen über Mikrowellensystem
  • Zementstabilisierung von osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen
  • Schmerzbehandlung der Wirbelsäule/Bandscheiben

Magnetresonanztomographie

Bei einer Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, handelt es sich um ein absolut strahlenfreie Methode der Durchleuchtung mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Das MRT ist besonders gut geeignet zur Darstellung von Organen und Gewebe.

Wir setzen moderne 1,5-Tesla- und 3,0-Tesla-Kernspintomographen ein, u. a. für

  • Bildgebung ohne Röntgenstrahlen aller Körperregionen
  • Darstellung der Gallen- und Pankreasgänge
  • Darstellung der Schlagadern von Kopf bis Fuß (MR-Angiographie)
  • Mammatumorlokalisationen und -biopsien

Bei einer Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, handelt es sich um eine absolut strahlenfreie Methode der Durchleuchtung mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Das MRT ist besonders gut geeignet zur Darstellung von Organen und Gewebe.

Mammographie / Stereotaxie / Mammascreening

Im Januar 2008 startete in Offenbach das bundesweit eingeführte Programm zur Früherkennung von Brustkrebs. Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren werden alle 2 Jahre mit einem persönlichen Schreiben zu einem Mammographie-Screening eingeladen. In diesem Zeitraum werden in Offenbach Stadt und Land ca. 300.000 anspruchsberechtigte Frauen angeschrieben – pro Jahr können demnach 150.000 Frauen die Vorteile dieses neuen Gesundheitsangebotes nutzen. Die Teilnahme an dem Programm ist freiwillig.

Eine gesunde Lebensweise und die Bereitschaft, an Gesundheitschecks und Früherkennungsuntersuchungen teilzunehmen, sind wichtige Voraussetzungen für die persönliche Gesundheit. Für die meisten Krebsarten gilt: Je früher der Tumor erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Dies gilt besonders auch für die Krebserkrankungen der Brust. Jedes Jahr erkranken mehr als 57.000 Frauen in Deutschland an Brustkrebs, etwa 19.000 sterben an den Folgen. Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Bei jeder zehnten Frau wird im Laufe ihres Lebens ein Mammakarzinom entdeckt.

Der größte Risikofaktor für Brustkrebs ist das Alter, denn etwa 80 % der Frauen sind zum Zeitpunkt der Diagnose eines Mammakarzinoms über 50 Jahre alt. Nur 5–10 % aller Mammakarzinome sind genetisch bedingt. Zu den weiteren Risikofaktoren für Brustkrebs gehören ein ungesunder Lebensstil wie Alkoholkonsum, mangelnde körperliche Aktivität und Übergewicht. Langfristige Einnahme von Hormonen kann das Erkrankungsrisiko erhöhen.

Die Deutsche Krebsgesellschaft meldete im Januar, dass durch bessere Früherkennung und effizientere Therapieansätze die Sterblichkeit bei Brustkrebs gesenkt wurde. Die Überlebensrate 5 Jahre nach der Diagnose liegt bei kleinen Tumoren bei mehr als 90 %, bei großen Tumoren unter 80 %. Die Behandlung eines Mammakarzinoms basiert auf drei Säulen: Eine Behandlung ist durch eine Operation, eine Strahlentherapie und die medikamentöse Therapie mit Antihormonen, Antikörpern (Herceptin) und Chemotherapien möglich. Die Wahl der individuellen Behandlung ist abhängig von der Tumorgröße, Lymphknotenbefall, Hormonrezeptorstatus und histologischen Eigenschaften des Tumors.

Der Deutsche Bundestag fördert flächendeckend das Mammographie-Screening-Programm. Zu diesem Zweck wurden im Klinikum Offenbach neue Praxisräume eingerichtet. Alle anspruchsberechtigten Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden über die „Zentrale Stelle“ in Wiesbaden mit einem persönlichen Schreiben eingeladen. Der Brief enthält eine Informations-Broschüre und einen Terminvorschlag für das Mammographie-Screening. Die Frauen werden zudem gebeten, den Namen des behandelnden Arztes anzugeben, damit dieser in Diagnostik und Therapie seiner Patientin eingebunden bleibt.

Durch eine reduzierte Strahlendosis an einem volldigitalen Gerät werden die Brüste schonend untersucht. Unter der Leitung des Programmverantwortlichen (Drs. Eheim und Czarny, Radiologe in Friedberg) werden die Aufnahmen unabhängig voneinander befundet. Die Röntgenuntersuchung dauert nur wenige Minuten. Spätestens 7 Tage nach dem Termin erhält die untersuchte Frau ein Schreiben mit dem Untersuchungsergebnis.

Ergeben die Aufnahmen eine Auffälligkeit oder einen diskrepanten Befund, wird der Fall auf einer Konsensuskonferenz mit dem programmverantwortlichen Arzt besprochen. Dort wird festgelegt, ob eine weitere Abklärungsdiagnostik durch Sonographie, Tastuntersuchung oder ergänzende Röntgenaufnahmen notwendig ist. Diese kurzfristig angeschlossene Untersuchung beinhaltet immer zunächst das aufklärende Gespräch mit der betreffenden Frau. Besteht ein Tumorverdacht, erfolgt die schonende Gewebeentnahme im minimalinvasiven Verfahren unter örtlicher Betäubung ebenfalls in unserer Abteilung.

Das Mammographie-Screening zielt darauf ab, Tumore zu entdecken, wenn sie noch klein sind. Auf der Basis der bereits ausgewerteten Daten anderer Screening-Einheiten im In- und Ausland wird davon ausgegangen, dass in Offenbach im ersten Untersuchungsintervall bei 1000 Frauen 8–10 Mammakarzinome entdeckt werden. Alle Schritte des Screening-Programms unterliegen der Dokumentationspflicht. Histologisch abgeklärte Karzinome werden durch den Pathologen an das Krebsregister gemeldet. Dies ermöglicht einen Datenabgleich und macht die Entdeckungsrate von Karzinomen durch das Screening-Programm transparent.

Knochendichtemessung

Menschen mit vermindertem Kalksalzgehalt tragen ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Betroffen sind vor allem Frauen in der Postmenopause, Männer über 50 Jahre, Raucher, Alkoholiker und Menschen mit Mangelernährung bzw. Vitaminmangel. Auch bestimmte Erkrankungen der Schilddrüse, Nieren und Medikamentengaben können eine Osteoporose auslösen.

Bei der Knochendichtemessung nach dem DEXA-Prinzip werden die Messungen über der Lendenwirbelsäule und der nicht-dominanten Hüfte mit zwei unterschiedlichen Strahlenenergien je Messpunkt durchgeführt. Dadurch kann die Dichte der Strukturen besonders genau bestimmt werden.