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Menschen

Teamwork für sichere Mitralklappen-Interventionen

An den Regio Kliniken Elmshorn und Pinneberg wird seit März 2025 erfolgreich die MitraClip-Therapie für Patient:innen mit hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz eingesetzt. Für die Menschen in der Region bedeutet das mehr Lebensqualität und Sicherheit: Die hochspezialisierte, minimalinvasive Herzklappenreparatur ist nun direkt vor der Haustür verfügbar. Lange Fahrten in weiter entfernte Zentren gehören damit der Vergangenheit an.

Eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung und Etablierung des MitraClip-Programms spielte Privatdozent Dr. Sebastian Bohnen, Leitender Oberarzt der Kardiologie. Er bringt seine Erfahrung aus großen kardiologischen Zentren in die Arbeit des Teams ein und hat das Programm fachlich entscheidend mitgeprägt. Allein in diesem Jahr wurden bereits 22 Eingriffe erfolgreich durchgeführt.

„Die MitraClip-Procedur ist eine interventionelle Rekonstruktion der Mitralklappe über eine venöse Punktion in der Leiste und Teil eines klaren Behandlungspfades bei Patient:innen mit Herzinsuffizienz, die trotz optimaler medikamentöser Therapie noch eine relevante Insuffizienz der Mitralklappe aufweisen“, sagt Bohnen. „Von der Diagnostik über die Indikationsstellung bis zur Durchführung müssen alle beteiligten Fachbereiche eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.“

Privatdozent Dr. Bohnen war zuvor am AK St. Georg und am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf tätig, mit Schwerpunkt auf kardiale Bildgebung und interventionelle Kardiologie. Diese Expertise fließt heute in die präzise Planung und Durchführung der MitraClip-Implantationen ein, die unter hochauflösender 3D-TEE und Fluoroskopiekontrolle erfolgen.

Neben der Kardiologie spielt die Anästhesie eine zentrale Rolle für den sicheren Ablauf der MitraClip-Therapie. Die MitraClip-Procedur erfordert eine transösophageale Echokardiographie zur korrekten Positionierung des Clips und daher eine stabile Sedierung oder Allgemeinanästhesie sowie engmaschiges hämodynamisches Monitoring. Genau dieses hochspezialisierte Know-how bringt Prof. Dr. Patrick Kellner, Chefarzt der Anästhesie der Regio Kliniken, in das Team ein: Im Januar 2025 wechselte er von den Universitätsklinikum Lübeck zu den Regio Kliniken und sorgt mit seiner langjährigen Erfahrung dafür, dass die Patienten während der komplexen Intervention sicher betreut werden.

 „Ich freue mich, dass wir gemeinsam die MitraClip-Therapie strukturiert und sicher in den klinischen Ablauf integrieren konnten. Besonders hervorzuheben ist die reibungslose, gute Kommunikation zwischen den beteiligten Fachabteilungen, die es uns ermöglicht, Patienten und Patientinnen sicher und effizient zu behandeln“, erklärt Prof. Kellner.

Der Chefarzt der Kardiologie, PD Dr. Ulf Radunski, betont: „Die MitraClip-Therapie richtet sich insbesondere an Patienten und Patientinnen mit hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz, die aufgrund von Alter, Herzinsuffizienz oder relevanten Begleiterkrankungen ein erhöhtes Operationsrisiko haben. Gerade bei dieser Patientengruppe können wir durch die minimalinvasive Klappenreparatur Symptome deutlich lindern, die Lebensqualität verbessern und wiederholte Krankenhausaufenthalte reduzieren.“

Die Teams der Kardiologie und der Anästhesie stehen jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung und freuen sich über jeden kollegialen Austausch mit Ihnen, um Erfahrungen zu teilen und gemeinsam die bestmögliche Versorgung der Patient:innen in der Region weiterzuentwickeln.