Ambulante bzw. tagesstationäre Eingriffe mit Entlassung am selben Tag gewinnen weiter an Bedeutung – nicht zuletzt durch gesetzliche Vorgaben und die Erweiterung des Hybrid-DRG-Katalogs seit Anfang 2026. Um diesen Anforderungen medizinisch sicher und organisatorisch verlässlich gerecht zu werden, wurde im Herzkatheterlabor in Pinneberg ein neuer, speziell ausgestatteter Aufwachraum in Betrieb genommen.
Der neue Bereich umfasst drei Überwachungsbetten mit moderner Monitoringtechnik und einer kontinuierlichen Betreuung durch eine Pflegefachkraft. Zwei Betten sind für Patientinnen und Patienten nach Herzkatheteruntersuchungen oder interventionellen Eingriffen vorgesehen, ein Bett für Patientinnen und Patienten nach Kardioversionen.
„Nach Herzkatheteruntersuchungen oder interventionellen Eingriffen benötigen Patientinnen und Patienten eine strukturierte, engmaschige Überwachungsphase, ehe sie sicher entlassen werden können. Ein speziell dafür vorgesehener Aufwachraum schafft dafür optimale Bedingungen – medizinisch wie organisatorisch“, erläutert Dr. Matthias Lindner, Oberarzt der Kardiologie.
Auch aus pflegerischer Sicht bringt der neue Aufwachraum deutliche Vorteile: klar definierte Zuständigkeiten, konzentrierte Betreuung und mehr Ruhe für die Patientinnen und Patienten.
Vor dem Hintergrund der sektorengleichen Vergütung im Rahmen der Hybrid-DRGs steigt der organisatorische Anspruch an Kliniken deutlich. Abläufe müssen angepasst, Überwachungsstrukturen verlässlich vorgehalten und Entlassungen medizinisch verantwortbar organisiert werden. Der neue Aufwachraum im Herzkatheterlabor schafft hierfür die notwendigen Voraussetzungen – insbesondere mit Blick auf Patientensicherheit und Qualität der Nachbeobachtung.
Mit den drei modernen Überwachungsbetten wird die tagesstationäre kardiologische Versorgung in den Regio Kliniken weiter gestärkt und eine enge, verlässliche Schnittstelle zur ambulanten Weiterbehandlung unterstützt.








